Pfisterer – Profiteur vom Ausbau des deutschen Stromnetzes.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Deutschlands Stromnetze für die Energiewende fit gemacht werden müssen. Unternehmen, die am Ausbau der entsprechenden Infrastruktur auf Hochspannungsebene im Übertragungsnetz sowie auf Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene im Verteilnetz beteiligt sind, werden von den Investitionen stark profitieren. Mit dabei ist laut Focus Money (Ausgabe 32/2026) Pfisterer [WKN: PFSE21, ISIN: DE000PFSE212].
Pfisterer ist Lieferant für Zubehör- und Verbindungstechnik, um einzelne Komponenten der elektrischen Energieinfrastruktur miteinander zu verknüpfen. Im Portfolio sind Lösungen, um Freileitungen zu isolieren und zu fixieren, sowie Klemmen, um Leiterseile an Masten anzubringen. Im Boden und unter Wasser sorgen Kabelmuffen für die Verbindung einzelner Leitungsabschnitte zu einem durchgängigen Stromnetz.
Egal ob Freileitungen oder Erdkabel – Pfisterer-Lösungen sind für alle Projekte gefragt
Pfisterer könne es daher egal sein, ob beim künftigen Netzausbau auf Freileitungen oder Erdkabel der Fokus gesetzt werde. Das bereits gezeigte starke Wachstum dürfte anhalten. In 2025 habe der Umsatz um 17,4 % auf 450 Mio. Euro zugelegt. Im Jahr 2026 sei laut Analystenkonsens von rund 519 Mio. Euro auszugehen.
Nachdem der Ausbau der Energieinfrastruktur in den letzten Jahrzehnten unter „inakzeptabel langen Planungs- und Genehmigungsphasen“ ins Stocken geraten sei, gehe der aktuelle Netzentwicklungsplan von 360 Mrd. Euro an Investitionen bis 2045 aus.
Energie ist ein Wachstumsmarkt und wird von zahlreichen neuen Nutzern angetrieben
Der Wachstumsmarkt Energie sei intakt. Durch jede neue Wärmepumpe, jedes Elektroauto und jedes neue Rechenzentrum erhöht sich der Strombedarf. Zusätzlich werde die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs die Netzlast erhöhen.
Zu einer weiteren Herausforderung zähle der Transport des Offshore-Windstroms vom Norden in den Süden der Republik. Im 1. Halbjahr sei mit Offshore-Windanlagen mehr Strom erzeugt worden als aus dem Betrieb von acht Atomkraftwerken gewonnen werden könne.
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet werde beim Ausbau der Stromautobahn Südlink auf Lösungen von Pfisterer zurückgreifen und für weiteres Wachstum des Auftragsbestands sorgen. Focus Money rät daher bei dem Infrastrukturwert mit einem Kursziel von 117 Euro zum Kauf (51 % Potenzial).

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