Siemens Energy – Globaler Energiehunger und Ausbau der Stromnetze treibt das Wachstum.
Seit der Abspaltung vom Mutterkonzern Siemens im Jahr 2020 hat Siemens Energy [WKN: ENER6Y, ISIN: DE000ENER6Y0] laut Focus Money (Ausgabe 23/2026) nach anfänglichen Schwierigkeiten einen rasanten Kursanstieg hingelegt und den Börsenwert versiebenfacht. Der Konzern profitiert als internationaler Player von der Dynamik in den größten Wachstumsmärkten der Energieversorgung mit Tätigkeiten in Elektrifizierung, Netzausbau, Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
Als wahrer Wachstumstreiber und Renditemaschine habe sich die Sparte Grid Technologies entwickelt. Hier profitiere Siemens Energy vom globalen Ausbau der Stromnetze. Ein neuer Auftrag folge dem nächsten.
Geschäft mit Gasturbinen und Serviceverträgen zeigt sich wachstumsstark und sorgt für wiederkehrende Erlöse
Wachstumsstark zeige sich auch das Segment Gas Services mit zahlreichen Neuaufträgen für Gas- und Dampfturbinen und Generatoren. Gerade das mit Vertragsabschluss vereinbarte langjährige Servicegeschäft sorge für wiederkehrende Erlöse.
In Deutschland profitiere Siemens Energy von der eingeleiteten Energiewende. Die Bundesregierung plane die Ausschreibung für Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von 12 Gigawatt und eine Umsetzung solle schon 2026 beginnen.
KI-Boom macht Energiekonzern zu einem der leicht zu übersehenden Profiteure
Mit dem Gasturbinengeschäft zähle Siemens Energy auch zu den Nutznießern des KI-Booms. Rund 25 % aller verkauften Gasturbinen werde an ein Rechenzentrum geliefert. Im Fiskaljahr 2025/2025 (bis Ende März) seien 179 Bestellungen eingegangen.
Auch das langjährige Sorgenkind im Konzern, die Windkraftsparte Siemens Gamesa, stehe im laufenden Fiskaljahr vor dem Comeback in die schwarzen Zahlen. Hier profitiere man von geringeren Sonderbelastungen und einer besseren Projektabwicklung.
US-Geschäft wird mit dem Aufbau der größten konzerneigenen Produktionsstätte nachhaltig gestärkt
Siemens Energy wolle 1 Mrd. Euro in den USA investieren und damit die Gasturbinentechnik und die Kapazitäten bei Netzwerkinfrastruktur stärken. Die größte eigene Produktionsstätte für Hochspannungsschaltanlagen entstehe derzeit im US-Bundesstaat Mississippi.
Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr könne sich sehen lassen. Das Umsatzwachstum dürfe im Bereich von 14 bis 16 % liegen. Der Konzerngewinn solle sich auf 4 Mrd. Euro belaufen. Gegenüber dem Vorjahr käme das einer Verdreifachung gleich.
Angesichts eines potenziellen Wachstums von jeweils über 30 % in den kommenden beiden Geschäftsjahren rät Focus Money mit einem Kursziel von 245 Euro, Kursrücksetzer zum Einstieg zu nutzen (54 % Potenzial).

Bildherkunft: Siemens Energy