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Wirecard – Highflyer mit 65 % Kurspotenzial

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Kaum ein Titel aus dem deutschen Leitindex wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wie Wirecard. Der Zahlungsabwickler geriet mehrfach ins Visier von Shortsellern, die mit ihren „Research-Veröffentlichungen“ das Geschäftsmodell und die Bilanzierung des Konzerns infrage stellten. Diese Shortattacken hatten den gewünschten Erfolg. Der Kurs der Aktie brach meist heftig ein, nachdem diese Anschuldigungen in Umlauf gebracht wurden. Letztendlich konnte die Geschäftsleitung die Vorwürfe aber entkräften und die Aktie konnte sich wieder erholen.

Zuletzt sei Wirecard laut Der Aktionär in Indien wegen angeblichen Unstimmigkeiten ins Visier der Behörden geraten. Von Anfang an habe Wirecard argumentiert, dass externe Prüfungen diese Vorwürfe widerlegen. Nun habe der Zahlungsabwickler auch vor Gericht Recht bekommen. Die anhängende Klage sei abgewiesen worden.

Daher dürfe man sich nun wieder auf die positiven News bei Wirecard konzentrieren. Kürzlich habe der Konzern eine neue Kooperation mit SunExpress schließen können. Durch die Zusammenarbeit mit dem Joint Venture der Lufthansa und Turkish Airlines habe Wirecard einen weiteren wichtigen Kunden im Flugsektor gewinnen können. Nun habe man in diesem Bereich bereits über 90 Kunden. Im Fall von SunExpress übernehme Wirecard die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen in lokalen Reisebüros.

Eine weitere interessante Partnerschaft habe Wirecard mit Emonwia abschließen können. Dieses Joint Venture der N-Ergie AG habe den Fokus auf die Digitalisierung von Ladestationen für Elektroautos gelegt. Der Aktionär rät angesichts der blendenden Geschäftsentwicklung bei Wirecard mit einem Kursziel von 200 Euro zum Kauf (37 % Potenzial).

Angesichts einiger anderer Kursziele ist die Empfehlung von Der Aktionär schon fast bescheiden. Die Baader Bank hat am 12. August nach den jüngsten Quartalszahlen das Kursziel von 230 Euro für den DAX-Titel bestätigt (58 % Potenzial). Analyst Knut Woller hob hervor, dass die zugrundeliegende Marge des Zahlungsdienstleisters angesichts einmaliger Sondereffekte noch besser sei als die vorgelegten Zahlen vermuten ließen.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat heute sowohl die Einstufung mit „Buy“ als auch das Kursziel von 240 Euro für Wirecard bestätigt (65 % Potenzial). Analyst Simon Bentlage zeigte sich nach einem Treffen mit Wirecard-Chef Markus Braun zuversichtlich hinsichtlich des langfristigen Wachstumspotenzials. Dem Zahlungsabwickler gelinge es, immer mehr Händler als Kunden zu gewinnen, die Milliarden an Transaktionsvolumen hätten.

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Bildherkunft: Wirecard