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Chartanalyse AMD: Antizyklischer Einstieg nach Horror-Prognose?

Trader-Blog Patrik Uhlschmied 463 Leser

Der Chip- und Prozessorhersteller AMD (WKN: 863186) musste im Rahmen seiner laufenden Korrekturbewegung inzwischen mehr als 65% seiner Marktkapitalisierung einbüßen. Nun folgte zuletzt eine erneute herbe Enttäuschung für die Anteilseigner des Unternehmens: eine herbe Umsatz- und Gewinnwarnung. Dementsprechend gab AMD seine vorläufigen Finanzergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt und senkte den Ausblick. Insgesamt soll sich hier der Umsatz auf 5,6 Mrd. USD belaufen (+ 29% ggü. Vorjahr). Zuvor ist der Chiphersteller noch von einem Umsatz von 6,7 Mrd. USD ausgegangen. Das offizielle Statement begründete dies auf „einen schwächer als erwarteten PC-Markt und erheblichen Bestandskorrekturen in der PC-Lieferkette“. Demgegenüber konnten die Umsätze im Bereich Data Center, Gaming und Embedded im Vergleich zum Vorjahr deutlich im Rahmen der Erwartungen gesteigert werden. Die Bruttomarge soll sich von den erwarteten 54% auf rund 42% verschlechtern.

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die Aktie von AMD weiterhin ungebremst innerhalb eines Abwärtstrendkanals. Der Breakout-Versuch vor einigen Monaten scheiterte und wurde daraufhin gnadenlos abgestraft. Inzwischen notiert die Aktie innerhalb einer übergeordnet starken Unterstützungszone, welche sich von 50 bis 59 USD erstreckt. Auch die Slow Stochastik signalisiert wieder eine massiv überverkaufte Situation. Zudem wurde im Rahmen der Abwärtsbewegung der vergangenen Handelswoche erneut die Unterkante des Aufwärtstrendkanals angesteuert. Es besteht durchaus die Chance, dass AMD sich innerhalb der nächsten Handelswochen in dieser Kursregion stabilisieren kann, um einen Boden zu finden. Sollte dies gelingen, könnte die Aktie wieder zurück zum ersten signifikanten Widerstandsbereich bei ca. 72 USD laufen. Hier befinden sich derzeit der GD200 (weekly) in Kombination zu den letzten lokalen Tiefs aus 2020 und 2021. Mit einem übergeordneten Turnaround ist erst zu rechnen, wenn dieser Widerstandsbereich signifikant durchbrochen werden kann. Vor einer nachhaltigen Bodenbildung ist aus charttechnischer Sicht beim Big-Picture vorerst von einem Einstieg abzusehen.



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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: AMD.