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Chartanalyse AMD: das ist für den Big-Picture Turnaround notwendig!

Trader-Blog Patrik Uhlschmied 393 Leser

Der US-amerikanische Prozessor-Hersteller AMD (WKN: 863186) gab zuletzt seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2022 bekannt und musste hierbei eine deutlich nachlassende Wachstumsdynamik verzeichnen. Im abgelaufenen Quartal belief sich der Umsatz auf 5,565 Mrd. USD, was einem Anstieg von 29% im Vorjahresvergleich entspricht. Im Vorquartal wuchs der Umsatz jedoch noch um 70%. Auch bei der Bruttomarge von 42% mussten im Vergleich zum Vorquartal (46%) Abstriche gemacht werden. Im Vorjahr belief sich diese noch auf 48%. Im vierten Quartal soll sich das Umsatzwachstum auf 14% belaufen und einen Wert von 5,5 Mrd. USD erreichen.

Dr. Lisa Su, CEO von AMD äußerte sich hierzu: „Die Ergebnisse des dritten Quartals blieben aufgrund des nachgebenden PC-Marktes und der umfangreichen Maßnahmen zum Abbau von Lagerbeständen in der gesamten PC-Lieferkette hinter unseren Erwartungen zurück (...) Trotz des herausfordernden makroökonomischen Umfelds konnten wir unseren Umsatz im Jahresvergleich um 29% steigern, was auf den erhöhten Absatz unserer Produkte für Rechenzentren, eingebettete Systeme und Spielkonsolen zurückzuführen ist.“

Aus charttechnischer Sicht orientiert sich AMD im Big Picture weiterhin am aktuell führenden Abwärtstrend. Grundsätzlich gilt, solange dieser Trend nicht nachhaltig nach oben durchbrochen werden kann, ist vorerst mit weiter fallenden Kursen zu rechnen. Allerdings signalisiert die Slow Stochastik auf Monatsbasis bereits einen massiv überverkauften Zustand. Ebenfalls konnte im Rahmen der laufenden Abwärtsbewegung das letzte Fibonacci-Korrekturziel der vorangegangenen Aufwärtsbewegung ausgehend vom Tief aus 2015 ansteuern.

Kann sich AMD daher im Laufe der nächsten Wochen bzw. Monate stabilisieren und die erste Zwischenhürde bei 66 USD nachhaltig überwinden, könnten weitere Kaufsignale folgen. Diese Kaufsignale könnten dabei unterstützen, den Turnaround mit einem Ausbruch über den Abwärtstrend herbeizuführen. Solange dieses Szenario jedoch nicht eintritt, ist weiterhin mit einer anhaltenden Korrektur bis zur nächsten Unterstützungszone bei ca. 47 USD zu rechnen.



Bevorzugtes Szenario: Ausbruch über Abwärtstrend abwarten.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: AMD.