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Chartanalyse Mowi: genug von China-Aktien – wie wäre es mit soliden Norwegern?

Trader-Blog Patrik Uhlschmied 305 Leser

Lange deutete sich an, dass die norwegischen Zuchtlachsproduzenten rund um Mowi (WKN: 924848) stark unter der Corona-Pandemie leiden mussten. Denn gerade aufgrund der weltweiten Lockdowns ging die Lachsnachfrage in Hotels und Restaurants zurück. Allerdings signalisierten die jüngsten Unternehmenszahlen für das abgelaufene zweite Quartal eine solide Geschäftsentwicklung. Demnach konnte bei dem weltweit größten Zuchtlachsproduzenten ein Umsatz von rund einer Milliarde EUR generiert werden. Das EBIT konnte auf 137 Mio. EUR zulegen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum belief sich dieses noch auf ca. 99 Mio. EUR. Rückenwind erhielt das Unternehmen ebenfalls nochmal durch die angezogenen Lachspreise in Europa und den USA.

Neben der fundamentalen robusten Entwicklung gefällt mir die Aktie auch aus charttechnischer Sicht besonders gut. Nach dem Corona-Crash stabilisierte sich Mowi im Bereich des GD200 (weekly) und bildete hier ein Doppeltief. Im Anschluss wurde dieses mit der Oberkante bei ca. 190 NOK nachhaltig nach oben durchbrochen. Dies sprach grundsätzlich für ein Turnaround-Signal, welches sich über die darauffolgenden Wochen bestätigte. Inzwischen konnte der Bereich des vorherigen Allzeithochs bei ca. 233 NOK wieder angesteuert werden. Hier konsolidiert die Aktie bereits seit einigen Handelswochen und bildet eine verengte Seitwärts-Range. Wird diese nachhaltig nach oben durchbrochen, befindet sich das nächste Kursziel im Bereich des 100er Fibonacci-Extensions der letzten Aufwärtsbewegung repliziert an das Doppeltief nach dem Corona-Crash. Dieses notiert bei der Kursmarke von 252 NOK.

Ein solcher Breakout spricht jedoch ebenfalls für ein übergeordnetes (Aufwärts-)Trendfortsetzungssignal. Demnach erwarte ich in einem solchen Fall einen weiteren sukzessiven Anstieg bis zum 138,2er sowie dem 161,8er Extension. Diese notieren bei 292 und 317 NOK. Sollte die Aktie die verengte Seitwärtskonsolidierung hingegen nachhaltig nach unten verlassen, ist mit einem Pullback zur Oberkante des Doppeltiefs im Bereich zwischen 196 und 184 NOK zu rechnen. In dieser Zone suche ich nach langfristigen Einstiegsgelegenheiten.



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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Mowi.