ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Entspannungssignale aus Nahost
NEW YORK (dpa-AFX) - Hoffnungsvolle Signale aus dem Nahost-Konflikt haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag aus der anfänglichen Minuszone befördert. Der Leitindex
NEW YORK (dpa-AFX) - Hoffnungsvolle Signale aus dem Nahost-Konflikt haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag aus der anfänglichen Minuszone befördert. Der Leitindex
Powell Industries (POWL) entwickelt, konstruiert und fertigt maßgeschneiderte Lösungen für die Verteilung und Steuerung von elektrischer Energie. Neben den Komplettlösungen und schlüsselfertigen integrierten Umspannwerken werden auch einzelne Schaltanlagen, Leistungsschalter, Gleichrichter, Bussysteme, Motorensteuerungen oder intelligente thermische Überwachungslösungen angeboten. Als Wachstumstreiber fungiert nicht nur der gigantische Energiebedarf neuer KI-Rechenzentren mit einem Anteil von rund 15 % am Auftragsbestand, sondern auch die Modernisierung veralteter Stromnetze und die Wiederbelebung des Ausbaus von US-Flüssiggas-Infrastruktur (LNG). Die Auftragslage ist mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,7 weiterhin gut und der Rekordauftragsbestand von 1,6 Mrd. USD liefert Planungssicherheit. Der Auftragseingang konnte im letzten Quartal um 63 % auf 439 Mio. USD gesteigert werden. Zum höchsten vierteljährlichen Auftragseingang seit über zwei Jahren trugen insbesondere ein Großauftrag von rund 75 Mio. USD zur Elektrifizierung von Rechenzentren und ein LNG-Projekt an der US-Golfküste mit über 100 Mio. USD bei. Analysten von Texas Capital rechnen bis 2027 mit einer durchschnittlichen Umsatzwachstumsrate von 10 %. Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über Barmittel und kurzfristige Anlagen i.H.v. 501 Mio. USD. Mit einem Trendfortsetzungsversuch entsteht ein neues Kaufsignal.
REGAL REXNORD ist hochspannend, weil man mit dem Unternehmen nicht nur den Ausbau der KI-Infrastruktur abbilden kann, sondern auch einen Fuß bei Humanoiden in der Tür hat. Dort erhielt Regal Rexnord bereits konkrete Aufträge und spricht in diesem frühen Stadium der Marktpenetration schon von einer 100 Mio. USD-Auftragspipeline! Data Center als Wachstumstreiber Lange Zeit wurde Regal Rexnord als traditioneller Industriewert wahrgenommen, doch die Transformation zum Systemanbieter trägt nun Früchte im lukrativsten Sektor der Gegenwart: Rechenzentren. Während das angestammte Geschäft mit Schaltanlagen eine beeindruckende Wachstumsrate von 30 % p.a. verzeichnet und 2026 die Marke von 190 Millionen USD erreichen soll, liegt die eigentliche Story in den sogenannten „ePODs“. Diese modularen Energielösungen haben Regal Rexnord einen Auftragsbestand von 735 Millionen USD beschert. Da etwa 50 % der Wertschöpfung in diesen Modulen aus dem eigenen Haus stammt, positioniert sich das Unternehmen nicht mehr nur als Teilelieferant, sondern als unverzichtbarer Infrastruktur-Partner der großen Tech-Giganten. Die Skalierung in Texas und Kanada sichert zudem ab, dass die Auslieferungen ab 2027 reibungslos erfolgen können. Gelenke für die Zukunft: Der Durchbruch bei Humanoiden In der Robotik vollzieht Regal Rexnord einen ebenso radikalen Wandel. Weg von einfachen Motoren, hin zu hochkomplexen „Joint Solutions“. Das Unternehmen bietet heute vollständige Gelenksysteme für humanoide Roboter an – von der Schulter bis zum Knie. Mit einem aktuellen Projekttrichter von 200 Millionen USD, wovon die Hälfte rein auf Humanoide entfällt, ist Regal Rexnord ein „Pure Play“ auf die physische Umsetzung von KI. Dass bereits 40 Millionen USD an Aufträgen für Prototypen von führenden nordamerikanischen OEMs vorliegen, unterstreicht die technologische Reife. Durch die Erfahrung mit Miniatur-Antrieben, wie sie in „da Vinci“-Chirurgierobotern zum Einsatz kommen, besitzt Regal Rexnord einen wettbewerbsentscheidenden Vorsprung bei Präzision und Skalierbarkeit, den reine Komponentenhersteller kaum einholen können. Fazit: Eine neue Ertragsdynamik startet – KGV27e von nur 14,4! Während das Jahr 2026 durch ein leichtes Wachstum und Investitionen in das Working Capital geprägt ist, um den Data Center-Hochlauf vorzufinanzieren, wird 2027 zum Jahr der Ernte. Die aktuelle Bewertung mit einem KGV von 18,3 für 2026 reflektiert noch die Übergangsphase. Angesichts der neuen Ertragsdynamik und der Margenausweitung Richtung 40 % sinkt das KGV auf Basis der 2027er-Schätzungen auf attraktive 14,4. Regal Rexnord ist damit eine der spannenden Möglichkeiten, um gleichzeitig vom Ausbau der KI-Infrastruktur und humanoider Roboter zu profitieren. Der Breakout aus der Konsolidierung stellt ein frisches Long-Signal dar.
Die Finanzmärkte vollziehen innerhalb weniger Stunden eine dramatische Trendwende: Nach wochenlanger Eskalation im Nahostkonflikt sorgt eine überraschende Annäherung zwischen den USA und dem Iran für eine regelrechte Neubewertung der Risiken. Auslöser ist ein kurzfristig verkündeter Waffenstillstand durch Donald Trump – nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums zur Öffnung der strategisch entscheidenden Straße von Hormus. In der Folge brechen die Ölpreise massiv ein: Brent verliert zeitweise rund 14 % und fällt unter die Marke von 100 USD je Barrel, während US-Öl ebenfalls deutlich nachgibt. Parallel dazu erholen sich Risikoanlagen: Bitcoin steigt wieder in Richtung 70.000 USD, und globale Aktienmärkte starten eine kräftige Rally mit Zugewinnen von bis zu 4 % in Europa und über 3 % bei US-Futures. Für Anleger zeigt sich einmal mehr die extreme Abhängigkeit der Märkte von geopolitischen Entwicklungen. Noch kurz zuvor hatten Befürchtungen über eine mögliche Blockade wichtiger Handelsrouten und Angriffe auf Energieinfrastruktur die Ölpreise über 115 USD getrieben. Mit der Aussicht auf eine Deeskalation werden diese Risikoaufschläge nun abrupt ausgepreist. Besonders deutlich wird dies im Energiesektor: Aktien großer Ölkonzerne wie Exxon Mobil und Chevron geraten vorbörslich massiv unter Druck und verlieren bis zu 5–8 %. Zuvor hatten sie stark von steigenden Preisen profitiert und im ersten Quartal deutliche Kursgewinne erzielt. Marktstrategen sprechen bereits von einer Rückkehr des sogenannten „TACO-Trades“ („Trump Always Chickens Out“), also der Erwartung, dass aggressive politische Drohungen letztlich nicht umgesetzt werden. Trotz der aktuellen Entspannung bleibt die Lage fragil. Die vereinbarte Waffenruhe ist zunächst auf zwei Wochen begrenzt und an Bedingungen wie die sichere Passage durch die Straße von Hormus geknüpft. Experten warnen, dass strukturelle Schäden an der Energieinfrastruktur sowie geopolitische Spannungen die Ölpreise mittelfristig auf erhöhtem Niveau halten könnten. Für Investoren bedeutet dies ein komplexes Umfeld: Während kurzfristig Chancen in zyklischen und wachstumsorientierten Sektoren entstehen, bleibt die Unsicherheit hoch. Eine nachhaltige Marktberuhigung dürfte erst dann eintreten, wenn sich aus der temporären Waffenruhe eine dauerhafte politische Lösung entwickelt.