Aktien Europa: Schwach - energieintensive Sektoren unter Druck
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Donnerstag deutlich verloren. Die Ausweitung des Irankrieges auf die Infrastruktur anderer Länder in der
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Donnerstag deutlich verloren. Die Ausweitung des Irankrieges auf die Infrastruktur anderer Länder in der
Vor genau einem Jahr schrieb ich: „In einem trüben Umfeld präsentiert sich der Healthcare-REIT Ventas weiterhin stark. Zuletzt hat die Aktie eine vielversprechende Base gebildet.“ Genau dasselbe könnte ich heute wieder schreiben, nur dass die Aktie aktuell 25 % höher als vor einem Jahr notiert. Die Ausgangslage aber ist in etwa dieselbe: Das Marktumfeld hat sich eingetrübt und defensive Werte sind gefragt und Ventas bricht aus einer Base auf ein neues Hoch aus. Bei Ventas handelt es sich um einen REIT, der sich auf Senioreneinrichtungen und die ambulante medizinische Versorgung von Senioren spezialisiert hat. Aktuell verfügt man über 1.400 Immobilien in Nordamerika und Großbritannien. Die Zukunftsaussichten von Ventas sind stark durch strukturelle, demografische und operative Faktoren gestützt. Die Nachfrage nach Gesundheits- und Wohnraum für Senioren wird massiv steigen. Die US-Bevölkerung über 80 Jahren, die Hauptzielgruppe für Seniorenwohnungen, wird voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren um 28 % wachsen. Die letzten Quartalszahlen und der Ausblick belegen die starke Nachfrage. So wird für das Jahr 2026 mit einem FFO je Aktie von 3,78 bis 3,88 USD gerechnet, während Analysten im Durchschnitt von nur 3,47 USD ausgehen. Die Aktie bietet sich an, um auf die Trendfolge Richtung 95 USD zu spekulieren. (VTR)
Der KI-Boom in China erhält neuen Rückenwind – ausgelöst durch Aussagen von Jensen Huang, CEO von NVIDIA, der die Technologie „OpenClaw“ öffentlich als „nächste Generation nach ChatGPT“ bezeichnet. Diese Einschätzung, geäußert rund um die Entwicklerkonferenz GTC, wird von Investoren als starkes Signal interpretiert, dass es sich nicht nur um einen kurzfristigen Trend, sondern um eine grundlegende technologische Plattform handeln könnte. In der Folge schießen chinesische KI-Aktien – darunter Anbieter wie MiniMax und Zhipu – teils um über 20 % nach oben. Huang hebt insbesondere hervor, dass sich KI von klassischen Chatbots hin zu autonomen „Agenten“ entwickle, die komplexe Aufgaben eigenständig ausführen können. Für den Markt ist das ein potenzieller Gamechanger – vergleichbar mit früheren technologischen Plattformen wie Betriebssystemen oder Cloud-Infrastrukturen. Zusätzlichen Schub erhält die Rally durch konkrete Geschäftsentwicklungen: NVIDIA hat laut eigenen Angaben neue Aufträge aus China für seine H200-KI-Chips erhalten und die Produktion wieder hochgefahren, nachdem regulatorische Hürden überwunden wurden. Diese Kombination aus technologischer Vision und realer Nachfrage verstärkt die Dynamik im Markt erheblich. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Hype bereits zuvor Fahrt aufgenommen hatte – chinesische Tech-Konzerne wie Tencent Holdings (i) und andere hatten bereits begonnen, OpenClaw-Anwendungen in ihre Plattformen zu integrieren. Auch staatliche Unterstützung spielt eine Rolle: Lokale Behörden fördern gezielt KI-Ökosysteme mit Subventionen, etwa für Dateninfrastruktur und Speicherlösungen. NVIDIA selbst ist als weltweit führender Entwickler von Grafikprozessoren (GPUs) und KI-Beschleunigern zentraler Profiteur dieses Trends. Die Chips des Unternehmens bilden das Rückgrat moderner KI-Anwendungen – von Rechenzentren bis hin zu autonomen Systemen. Mit der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung und der globalen Expansion von KI-Infrastruktur bleibt NVIDIA strategisch hervorragend positioniert. Für Anleger ergibt sich jedoch ein zweigeteiltes Bild: Während die strukturellen Wachstumstreiber intakt sind, könnten geopolitische Risiken, regulatorische Eingriffe und überzogene Bewertungen einzelner Marktsegmente kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen.
Navan (NAVN) absolvierte als Silicon Valley-Start up im Oktober 2025 seinen Börsengang. Das Unternehmen liefert eine umfassende KI-gestützte All-in-One-Plattform für das Reise- und Spesenmanagement. Über 10.000 aktive Kunden ersetzten damit ihre Legacy-Systeme, wobei kein Kunde für mehr als 2 % am Umsatz verantwortlich ist. BMO Capital betrachtet jüngste KI-Ängste als übertrieben und sieht mit einem Kursziel von 13 USD (Outperform) weiterhin Anteilsgewinne in einem 185 Mrd. USD großen Markt. Mit Ava gibt es bereits einen virtuellen Support-Agent, der mittlerweile über 54 % aller Kundenanfragen wie Umbuchungen oder Stornierungen völlig selbstständig übernimmt, was zu einer Rekordbruttomarge von 74 % beiträgt. Im März wurden neue KI-Funktionen wie Navan Edge als hyperpersonalisierter Assistent für die komplexe Reiseplanung oder „Expense Chat“ als KI-Agent für die Belegabwicklung bei Barzahlungen oder Kilometerpauschalen vorgestellt. Dabei können in der Betaphase per Foto bereits bis zu 27 Belege in 70 Sekunden ausgewertet werden. Mitgründer und CEO Ariel Cohen hob zuletzt die „anhaltende Dynamik im Unternehmensmarkt und neue Höchststände bei der Kundenzufriedenheit“ hervor. Neben einem Umsatzplus von 29 % überraschte der Nettogewinn mit 0,19 USD je Aktie (Konsens: -0,31 USD). Für das Fiskaljahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz zw. 685 und 687 Mio. USD (Konsens: 670,5 Mio. USD), was einem Wachstum von 28 % entspricht. Im Fiskaljahr 2027 soll es dann einen positiven Free Cashflow geben und der Analystenkonsens geht vom Erreichen der nachhaltigen Profitabilität aus. Bereits am 25. März könnten die Ergebnisse für das 4. Quartal für neue Impulse sorgen.