Aktien New York Ausblick: Dow bleibt unter 50.000 Punkten hängen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften sich auch zur Wochenmitte schwertun mit weiteren Kursgewinnen. Im vorbörslichen Handel am Mittwoch überwogen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften sich auch zur Wochenmitte schwertun mit weiteren Kursgewinnen. Im vorbörslichen Handel am Mittwoch überwogen
Die Aktie von Moderna befindet sich in einem mehrjährigen Abwärtstrend und könnte nun eine Bodenbildung vollziehen, nachdem das Unternehmen am 12. Januar auf der J.P. Morgan Healthcare Conference seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 nach oben korrigiert hat. Wachstum wird meiner Meinung nach in diesem Jahr durch die Onkologie-Pipeline kommen. Diese steht nämlich vor entscheidenden Durchbrüchen. Besonders der personalisierte Krebsimpfstoff V940 (Intismeran) in Kombination mit Keytruda könnte die Krebsbehandlung revolutionieren. Die für dieses Jahr erwarteten Phase-III-Ergebnisse und 5-Jahres-Daten zum Melanom sind massive Katalysatoren. Sollten diese die bisherigen Erfolge bestätigen – etwa die Senkung des Rückfallrisikos um 49 % –, würde Moderna den Zugang zu einem extrem wachstumsstarken Milliardenmarkt festigen und seine Bewertung massiv steigern. Daneben überzeugt mich die erfolgreiche Diversifizierung weg vom reinen COVID-Image. Mit dem zugelassenen RSV-Impfstoff mRESVIA und der für 2026 erwarteten Zulassung des Kombi-Präparats gegen Grippe und COVID (mRNA-1083) stellt sich das Unternehmen breit auf. Moderna prognostiziert für 2026 bereits wieder ein Umsatzwachstum von 10 %. Schließlich bietet das aktuelle Bewertungsniveau einen attraktiven Einstiegspunkt für eine langfristige Erholungsstory. Moderna hat bewiesen, dass es zu finanzieller Disziplin fähig ist: Die Betriebskosten wurden bereits um 30 % gesenkt, mit dem klaren Ziel, bis 2028 den Cash-Break-even zu erreichen. Da die Aktie nach den Verlusten der Vorjahre noch unter Druck steht, bietet sich jetzt die Gelegenheit, vor dem potenziellen Eintreten positiver klinischer Daten einzusteigen. (MRNA)
Die Basler AG hat sich fundamental von einem reinen Komponentenhersteller für Industriekameras zu einem umfassenden Lösungsanbieter im Bereich Computer Vision gewandelt. Während das Kerngeschäft traditionell in der Fertigung robuster Kameras für die Fabrikautomation lag, adressiert der Konzern heute die gesamte Wertschöpfungskette der Bildverarbeitung. Ein zentrales Element der Wertschöpfung ist mittlerweile die Softwarekompetenz, insbesondere durch die "pylon Camera Software Suite", die eine nahtlose Integration der Hardware in Kundenanwendungen ermöglicht. Statt Einzelteile mühsam zu integrieren, erhalten Kunden aus Sektoren wie Medizin, Logistik oder Robotik aufeinander abgestimmte Komplettsysteme, was die Kundenbindung stärkt und die Margen langfristig gegen den reinen Preiskampf bei Hardwarekomponenten absichert. Der Jahreswechsel 2025/2026 markiert für die Basler AG eine historische Zäsur in der Unternehmensführung. Zum 1. Januar 2026 hat Hardy Mehl den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Dietmar Ley abgelöst, der das Unternehmen über 25 Jahre prägte. Gleichzeitig trat Dr. Kai Jens Ströder als neuer CTO an, um die Innovationskraft in den Bereichen Produktentstehung und technologische Entwicklung zu sichern. Diese planmäßige Stabübergabe wird von den Kapitalmärkten als Signal der Kontinuität bei gleichzeitiger strategischer Erneuerung gewertet. Sowohl der scheidende CEO als auch der neue Vorstandsvorsitzende Hardy Mehl tätigten mehrfach Aktienkäufe. Im Zeitraum zwischen dem 18. Dezember 2025 und 13. Januar 2026 wurden Insiderkäufe zu Stückpreisen zwischen 13,70 Euro und 14,53 Euro je Aktie für insgesamt 275.872 Euro gemeldet. Diese Insiderkäufe senden ein starkes Signal an die Aktionäre, dass das Management trotz eines weiterhin verhaltenen Marktumfelds von der inneren Stärke und der künftigen Wertentwicklung des Unternehmens überzeugt ist. KI und die fortschreitende Automatisierung außerhalb der klassischen Fabrikhallen dürften Wachstumstreiber bleiben.
NVIDIA erhält grünes Licht aus Washington, doch die entscheidende Hürde liegt nun in Peking. Die US-Regierung hat den Export der leistungsstarken H200-KI-Chips nach China offiziell genehmigt – allerdings unter strengen Auflagen. Laut dem Bureau of Industry and Security des US-Handelsministeriums muss NVIDIA eine ausreichende Versorgung des heimischen Marktes sicherstellen, zudem sind umfassende Sicherheitsnachweise der Abnehmer erforderlich. Investoren warten jedoch auf klare Signale aus China. Denn ohne Zustimmung der chinesischen Behörden bleibt das Exportpotenzial reine Theorie – trotz der hohen wirtschaftlichen Bedeutung für den Konzern. Und genau hier spitzt sich die Lage zu: Nach Informationen von Reuters untersagen chinesische Zollbehörden aktuell die Einfuhr der H200-Chips, während Regierungsvertreter heimische Technologieunternehmen angewiesen haben sollen, auf Käufe weitgehend zu verzichten. Ob es sich um ein formales Verbot oder eine temporäre Maßnahme handelt, ist bislang unklar. Analysten sehen darin vor allem geopolitisches Kalkül. Reva Goujon vom Analysehaus Rhodium Group interpretiert das Vorgehen als Versuch Pekings, Druck auf Washington auszuüben, um Zugeständnisse bei den US-Technologiekontrollen zu erzwingen. Aus Anlegersicht ist das Chancen-Risiko-Profil damit extrem: Laut KeyBanc-Analyst John Vinh könnten chinesische Kunden rund 1,5 Mio. H200-Chips nachfragen – ein Umsatzpotenzial von etwa 30 Mrd. USD. Allerdings müsste NVIDIA davon 25 % an die US-Regierung abführen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass politische Blockaden den Markteintritt erneut vollständig verhindern, wie bereits zuvor beim schwächeren H20-Chip. Unabhängig vom China-Poker bleibt NVIDIA strukturell exzellent positioniert. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Grafikprozessoren und KI-Beschleunigern, die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle unverzichtbar sind. Neben Rechenzentren beliefert NVIDIA auch die Gaming-Industrie, den Automotive-Sektor sowie High-Performance-Computing-Anwendungen. Der Konzern profitiert massiv von den Megatrends Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Automatisierung. Für langfristig orientierte Anleger bleibt NVIDIA damit ein Schlüsselwert der globalen KI-Ökonomie – allerdings mit zunehmendem geopolitischem Risiko, das kurzfristig für Volatilität sorgen kann und bei der Bewertung nicht ignoriert werden darf.