Aktien Wien Schluss: ATX verliert leicht
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag leicht im Minus geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag leicht im Minus geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem
Travere Therapeutics ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das mit seinem Nierenmedikament Filspari (Sparsentan) derzeit die stärkste Wachstumsstory im Nephrologie-Segment liefert. Im 2. Quartal 2026 kletterten die US-Nettoumsätze auf 141,1 Mio. USD, ein Plus von 96 % zum Vorjahr. Die Zahl neuer Patienten-Startformulare stieg von 993 im 1. Quartal auf 2.012 im 2. Quartal. Filspari ist seit 2023 bei IgA-Nephropathie zugelassen, seit April 2026 zusätzlich bei fokal segmentaler Glomerulosklerose (FSGS), also einer verwandten Nierenerkrankung, bei der Filspari als einziges zugelassenes Medikament gilt. Rund 70 % der verschreibenden Ärzte kennen den Wirkstoff bereits aus der IgAN-Behandlung, was den FSGS-Start beschleunigt. Zusätzliches Potenzial bietet das Cystinurie-Präparat Thiola mit rund 20,3 Mio. USD Quartalsumsatz sowie der Kandidat Pegtibatinase gegen Homocystinurie, der sich in einer Phase-3-Studie mit Datenveröffentichung im 2. Halbjahr 2027 befindet. Die Aktie hat nach den starken Quartalszahlen von Anfang August nun eine Base gebildet und ist dabei auszubrechen. Mit dem Überschreiten der Marke von 66 USD kann man spekulativ auf die Trendfolge setzen. (TVTX)
Eine Aktie aus dem Energie-Bereich, dir mir sehr gut gefällt, aber wenig bekannt ist, ist Excelerate Energy. Das Unternehmen positioniert sich aktuell neu und wandelt sich vom reinen Betreiber schwimmender LNG-Terminals (FSRU) hin zu einem integrierten Infrastrukturunternehmen für Flüssigerdgas und Strom. Kern der Strategie ist die Wiederverwertung der eigenen Flotte. Statt Schiffe an feste Standorte zu binden, verlegt Excelerate sie dorthin, wo sich die besten vertraglichen Konditionen bieten. Ein Beispiel liefert die "Excelerate Acadia": Ursprünglich für das Terminal-Projekt im Irak vorgesehen, verzögerte sich dessen Start durch einen regionalen Konflikt auf das 2. Quartal 2027. Statt das Schiff stillzulegen, schloss Excelerate im Juli eine neunmonatige Vereinbarung mit Jordaniens staatlichem Stromversorger und setzte die Acadia im Hafen von Aqaba ein. Ähnlich verläuft der Fall der "Express": Das Schiff wechselt ab dem 1. Quartal 2027 in einen neuen, siebenjährigen Vertrag für ein LNG-Importterminal in Kolumbien, mit besseren wirtschaftlichen Konditionen als zuvor. Operativ zeigt sich das Unternehmen robust: Der Umsatz sank im 2. Quartal 2026 zwar um 24 % gegenüber dem Vorquartal, die bereinigte Bruttomarge legte im selben Zeitraum aber von 137 Mio. USD auf 138 Mio. USD zu. Grund ist das Geschäftsmodell mit langfristig fixierten Terminalgebühren, die von schwankenden LNG-Frachtpreisen weitgehend unabhängig sind. Bei der Bewertung ist mir eine Diskrepanz aufgefallen: Das EV/EBITDA-Verhältnis liegt mit 8,25 nur moderat über dem Sektormedian von 7,5. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis von 2,83 liegt dagegen rund 55 % unter dem Sektormedian von 6,3. Der Markt bewertet die Infrastruktur-Assets demnach höher als die Cashflow-Generierung des Eigenkapitals. Hierdurch könnten sich Chancen ergeben und die Aktie könnte man aufgreifen, wenn sie aus der Base bei 40 USD nach oben ausbricht. Das nächste Ziel ist dann das Allzeithoch bei 44 USD. (EE)
Wer sich für Gold- und Silberproduzenten interessiert, sollte sich die Aktie von Hecla Mining ansehen. Das Unternehmen ist breit diversifiziert und der größte Silberminenproduzent der USA. Es produziert des Weiteren Gold, Blei und Zink. Gleich mehrere Pflichtmeldungen großer institutioneller Investoren rücken Hecla Mining aktuell in den Fokus. State Street erhöhte seine Position um 14,8 % auf 34,5 Mio. Aktien im Wert von 417,3 Mio. USD, Tidal Investments stockte um 14,7 % auf 20,1 Mio. Aktien im Wert von 120,5 Mio. USD auf. GSA Capital Partners und Electrum Group bauten neue Positionen auf, Auxano Advisors kaufte Aktien im Wert von rund 988.000 USD. Insgesamt erhöhten im vergangenen Quartal rund 300 institutionelle Investoren ihre Bestände. Grundlage für das gestiegene Interesse sind die Zahlen zum 2. Quartal 2026. Der Umsatz stieg auf 333,9 Mio. USD nach 219,0 Mio. USD im Vorjahresquartal, ein Plus von 52 %. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 117,7 Mio. USD nach 57,6 Mio. USD. Hinzu kommt ein günstiges Umfeld für Silber. Die US-Notenbank hält den Leitzins seit Monaten stabil, gleichzeitig sinken die Renditen am US-Anleihemarkt mit zunehmenden Zinssenkungserwartungen. Das senkt die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Silber und stützt zusammen mit einem schwächeren Dollar den Metallpreis. Die Rede des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium Ende August gilt als möglicher Wendepunkt für die Zinserwartung. CEO Rob Krcmarov beschrieb die Bilanz als die stärkste in der Firmengeschichte und kündigte an, die finanzielle Stärke gezielt für Aktionäre und den langfristigen Unternehmenswert einzusetzen. Die Aktie ist nun dabei über einen wichtigen Widerstand bei 21 USD nach oben auszubrechen. Hier könnte man folgen. (HL)