ROUNDUP/Aktien New York: Etwas Ernüchterung nach Höhenflug - Trump vs. Powell
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer
ServiceTitan hat sich mit seiner cloudbasierten All-in-One-Plattform als einer der führenden Player im Bereich der Handwerksbranche etabliert. Jedes Jahr werden in den USA etwa 1,5 Mio. USD für Dienstleistungen von Handwerkern ausgegeben und es gibt etwa 6 Mio. Beschäftigte. Wells Fargo hat das Unternehmen im Bereich Software zu seinem Top-Pic ernannt. Es wird erwartet, dass ServiceTitan an einem entscheidenden Wendepunkt steht, an dem sich mehrere Wachstumstreiber gleichzeitig entfalten. Wells Fargo sieht in ServiceTitan nicht nur eine Software, sondern den Vorreiter für die branchenspezifische KI. Dabei rollt ServiceTitan mit KI-Funktionen den Handwerkermarkt komplett neu auf. Da Handwerksbetriebe oft unter Personalmangel im Büro leiden, ist dies ein massiver Mehrwert, für den Kunden bereit sind, extra zu zahlen. Die Aktie hat die letzten Wochen konsolidiert und könnte nun bereit sein, mit dem Ausbruch bei 110 USD auf neues Hochs zu ziehen. (TTAN)
Walmart und Google haben eine strategische Partnerschaft vorgestellt, mit der sie das Einkaufserlebnis durch künstliche Intelligenz grundlegend verändern wollen. Kern der Zusammenarbeit ist die direkte Integration von Walmarts und Sam’s Clubs Sortiment in Googles KI-System Gemini über das sogenannte Universal Commerce Protocol. Kunden erhalten dadurch während natürlicher Dialoge mit Gemini automatisch passende Produktempfehlungen aus dem stationären und Online-Angebot von Walmart – inklusive wettbewerbsfähiger Preise. Ziel ist es, Produktsuche, Inspiration und Kaufentscheidung nahtlos miteinander zu verbinden und den klassischen Wechsel zwischen App, Websuche und Online-Shop zu ersetzen. Der Start ist zunächst in den USA geplant, eine internationale Ausweitung soll folgen. Für Verbraucher steht dabei vor allem Komfort im Vordergrund: Verknüpfen Nutzer ihre Konten, profitieren sie von personalisierten Empfehlungen auf Basis früherer Einkäufe, können bestehende Warenkörbe ergänzen und Vorteile aus Walmart+ oder Sam’s Club Mitgliedschaften nutzen. Ein zentrales Element ist zudem die schnelle Lieferung: Lokal verfügbare Produkte sollen innerhalb von weniger als drei Stunden, teilweise sogar in nur 30 Minuten, zugestellt werden können. Aus Anlegersicht unterstreicht die Initiative Walmarts Ambition, sich als technologiegetriebener Omnichannel-Händler zu positionieren, während Google mit Gemini einen weiteren Schritt in Richtung sogenanntes „agentenbasiertes Commerce“ macht – ein Trend, der die Art, wie Konsumenten einkaufen, nachhaltig verändern könnte.
Zenas BioPharma (ZBIO) entwickelt neuartige Autoimmuntherapien. Kernprodukt ist Obexelimab, ein bifunktionaler Antikörper, der B-Zellen hemmt, statt sie zu zerstören (nicht-zytolytischer Ansatz). Dieser Mechanismus soll eine hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig verringertem Infektionsrisiko bieten. Der Fokus liegt auf der IgG4-assoziierten Erkrankung (IgG4-RD), Multipler Sklerose (MS) und Lupus (SLE). Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist die Möglichkeit der subkutanen Selbstinjektion durch den Patienten. Anfang Januar 2026 verlor die Aktie rund 50 % an Wert. Auslöser waren die Daten der Phase-3-Studie INDIGO (IgG4-RD). Zwar wurde das Schubrisiko signifikant um 56 % gesenkt, doch der Markt hatte höhere Erwartungen. Der Markt interpretierte die Ergebnisse als „gut, aber nicht gut genug“, um eine dominante Marktführerschaft gegenüber etablierten oder kommenden Konkurrenten zu garantieren. Investoren zogen Vergleiche zum Konkurrenzprodukt Uplizna von Amgen, das als potenziell wirksamer wahrgenommen wurde. Diese Enttäuschung führte zu Herabstufungen durch Analysten. Die fundamentalen Chancen bleiben intakt. Zenas plant den FDA-Antrag für das 2. Quartal 2026 und den EMA-Antrag für die 2. Jahreshälfte. Sollten diese Zulassungen erfolgen, stünde Zenas ein First-Mover-Vorteil in Europa und eine starke Alternative in den USA offen, insbesondere für Patienten, die eine Selbstinjektion bevorzugen. Darüber hinaus bietet die Pipeline weiteres Kurspotenzial jenseits der IgG4-RD. So werden für das 4. Quartal 2026 wichtige Phase-2-Daten zu SLE erwartet. Gelingt es Zenas, in diesen volumenstarken Indikationen zu überzeugen, könnte der aktuelle Kursrücksetzer rückblickend als Überreaktion des Marktes und attraktive Einstiegschance gewertet werden, sofern die Liquidität bis zur Kommerzialisierung gesichert bleibt. Ein starkes Vertrauenssignal setzte CEO Leon O. Moulder Jr.: Er nutzte den Kursrutsch zwischen dem 7. und 9. Januar für Insiderkäufe im Wert von rund 1,64 Mio. USD (Kaufkurse: 16,30–16,55 USD) und erhöhte seinen Bestand auf 366.155 Aktien.