INDEX-MONITOR: Lufthansa verpasst Dax-Rückkehr - Nur Wechsel in MDax und SDax
ZUG (dpa-AFX) - Die Aktien von Lufthansa haben die Rückkehr in den deutschen Leitindex Dax verpasst. Wie der zur
ZUG (dpa-AFX) - Die Aktien von Lufthansa haben die Rückkehr in den deutschen Leitindex Dax verpasst. Wie der zur
Zymeworks sollte man als Trader jetzt auf dem Schirm haben. Es handelt sich um ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger, multifunktionaler Antikörper-Therapien zur zielgerichteten Behandlung von Krebs und anderen schweren Krankheiten konzentriert. Es gibt mehrere Gründe, die jetzt für einen weiteren Anstieg bei der Aktie sprechen: Das Unternehmen hat am 2. März starke Q4-Zahlen vorgelegt. Zymeworks profitiert enorm von seinem strategischen Wandel hin zu einem auf Lizenzeinnahmen basierenden Geschäftsmodell. Der Jahresumsatz 2025 sprang um beeindruckende 176 % auf 106 Mio. USD an. Der eigentliche Hebel liegt jedoch in der Zukunft: Durch lukrative Partnerschaften, vor allem mit Jazz Pharmaceuticals und BeiGene, hat Zymeworks vertraglichen Anspruch auf künftige Meilensteinzahlungen von bis zu 1,5 Mrd USD. Allein 440 Mio. USD davon winken kurz- bis mittelfristig im Zuge globaler regulatorischer Zulassungen für das Krebsmedikament Zanidatamab. Das absolute Schreckgespenst für Biotech-Aktionäre – die Kapitalerhöhung – ist bei Zymeworks damit zunächst vom Tisch. Das aktuell laufende Aktienrückkaufprogramm soll ausgeweitet werden. Die Börse handelt die Zukunft, und bei Zymeworks stehen entscheidende Etappenziele unmittelbar bevor. Nach starken Phase-3-Studiendaten (HERIZON-GEA-01) für Zanidatamab plant der Partner Jazz Pharmaceuticals noch im 1. Quartal 2026 den entscheidenden Zulassungsantrag bei der FDA einzureichen. Da das Medikament den "Breakthrough Therapy"-Status besitzt, wird ein beschleunigtes Verfahren erwartet. Kommt es wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2026 zur Zulassung und Markteinführung in den USA, würde dies nicht nur langfristige, prozentuale Umsatzbeteiligungen garantieren, sondern sofort eine regulatorische Meilensteinzahlung in Höhe von satten 250 Mio. USD an Zymeworks auslösen. Die Aktie bildet eine Base aus und könnte nun rasch Richtung Allzeithoch bei 28 USD laufen. Abgesichert kann im Bereich von 22 USD werden, was einem Risiko von gut 10 % entspricht. (ZYME)
Der kalifornische Halbleitertestausrüster Aehr Test Systems meldet einen weiteren Auftrag seines wichtigsten Kunden im Bereich Silizium-Photonik – ein Signal, das Investoren aufhorchen lässt. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst die Bestellung ein neues vollautomatisiertes Hochleistungs-Wafer-Level-Burn-In-System vom Typ FOX-XP sowie die Aufrüstung einer bestehenden Anlage auf die neueste Konfiguration. Die Systeme sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Finanzielle Details zum Auftragsvolumen nennt das Unternehmen nicht – ein Punkt, der für Anleger die unmittelbare Umsatzwirkung schwer kalkulierbar macht. Gleichwohl deutet der Folgeauftrag auf steigende Produktionskapazitäten beim Kunden hin, was auf eine anziehende Nachfrage im Umfeld KI-basierter Rechenzentrumsinfrastruktur schließen lässt. Technologisch steht dabei die sogenannte Silizium-Photonik im Fokus – eine Schlüsseltechnologie für optische Datenübertragung in modernen KI-Clustern. Angesichts wachsender Bandbreitenanforderungen stoßen klassische elektrische Schnittstellen zunehmend an physikalische Grenzen. Laut Unternehmensangaben können die FOX-XP-Systeme bis zu neun 300-mm-Wafer parallel mit einer Leistung von bis zu 3.500 Watt pro Wafer testen – ein im Marktvergleich hoher Wert. CEO Gayn Erickson betont in diesem Zusammenhang, der Auftrag bestätige die zunehmende Marktdurchdringung der firmeneigenen Wafer-Level-Burn-In-Plattform für photonische integrierte Schaltkreise im KI-Umfeld. Für Anleger ist entscheidend: Der strukturelle Trend hin zu optischen Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Rechenzentren könnte Aehr mittel- bis langfristig zusätzliche Volumina bescheren. Kurzfristig bleibt jedoch das Timing der Umsatzrealisierung – erst ab H2 2026 – ein Bewertungsfaktor.
Das Medizintechnikunternehmen NeuoPace (NPCE) hat sich mit implantierbaren Neurostimulatoren auf die Reduzierung und Verhinderung von Epilepsie bei medikamentenresistenten Patienten spezialisiert. Das Responsive Neurostimulation System (RNS) wurde seit der FDA-Zulassung im Jahr 2023 bereits bei über 8.000 Patienten eingesetzt und sorgt mit über 24 Mio. Aufzeichnungen für eine der weltweit größten proprietären iEEG-Datenbanken. Dies ist ein Mitgrund dafür, dass die mediane Anfallsreduzierung von 82 % auf Sicht von drei Jahren die Konkurrenzprodukte übertrifft. Während 3,4 Mio. US-Amerikaner bereits eine Epilepsie-Diagnose erhalten haben, sind davon mit 1,2 Mio. etwa ein Drittel der Patienten als Zielgruppe medikamentenresistent. Mit der nun geplanten Zulassungserweiterung für idiopathische generalisierte Epilepsie (IGE) soll das Marktpotenzial um 1,5 Mrd. USD auf insgesamt über 3,5 Mrd. USD ausgeweitet werden. Bedeutend ist dabei, dass 40 % aller medikamentenresistenten Patienten an IGE leiden und bisher keine zugelassenen Geräteoptionen gibt. Die NAUTILUS-Studie zeigte euch hier bereits eine mediane Anfallsreduzierung um etwa 77 % auf. Geplant ist mit NeuroPace AI eine neue Suite KI basierter Tools, um die von RNS-Systemen erfassten Gehirndaten automatisch in klinisch relevante Informationen umzuwandeln. Mit Seizure ID wurde bereits im Herbst 2025 ein Zulassungsantrag für einen neuen Klassifizierungs-Algorithmus gestellt, der die gesammelten Gehirnstromdaten (iEEG) automatisch analysiert, epileptische Muster (Seizures) präzise identifiziert und für den Arzt visuell aufbereitet. Nun überzeugte das 4. Quartal erneut mit einem Umsatzplus von rund 24 % sowie dem zweiten Quartal in Folge mit einem positiven bereinigten EBITDA. Im Fiskaljahr 2026 soll das Umsatzwachstum 20 bis 22 % betragen.