Aktien Europa: Zurückhaltung nach jüngsten Gewinnen - Iran-Krieg im Fokus
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag auf der Stelle getreten. Nachdem Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs am
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag auf der Stelle getreten. Nachdem Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs am
Kennametal ist ein Entwickler von industriellen Hochleistungsmaterialien und extrem verschleißfesten Komponenten. Es hat sich insbesondere auf Lösungen aus Hartmetall und Wolframkarbid spezialisiert. Am 6. Mai hat das Unternehmen starke Quartalszahlen vorgelegt, wobei die Schätzungen auf ganzer Linie übertroffen wurden. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2026 enorm nach oben angepasst. So erwartet man statt 2,05 bis 2,45 USD jetzt ein EPS von 3,75 bis 4 USD. Als weltweit führender Hersteller von Spezialwerkzeugen und Materialien aus Wolframcarbid profitiert Kennametal derzeit enorm von dem beispiellosen Preisanstieg bei Wolfram aufgrund weltweiter Angebotsengpässe. Ein weiterer Treiber sind die stark steigenden Rüstungsbudgets, die dem Unternehmen direkt in die Karten spielen. Die Aktie ist mehrere Monate seitwärts gelaufen und brach mit den Q3-Zahlen auf ein neues Mehrjahreshoch aus. Hier kann auf die Trendfolge Richtung 50 USD spekuliert werden. (KMT)
Über die Life Time Group habe ich seit dem IPO Ende 2021 immer wieder im Tenbagger-Forum geschrieben. Das Unternehmen betreibt Premium-Fitness Clubs in Nordamerika. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fitnessketten sind die Life Time Clubs eher wie Resorts konzipiert, die neben Fitness auch eigene Beachclubs, Pickleball-Plätze sowie Wohn- und Arbeitsräume bieten. Im letzten Jahr befand sich die Aktie in einer zähen Seitwärtsphase. Diese könnten aber jetzt verlassen werden. So lieferte das Unternehmen am 5. Mai starke Q1-Zahlen. Mit einem EPS von 0,42 USD lag man satte 27 % über den Prognosen (0,33 USD). Gleichzeitig kletterte das bereinigte EBITDA überproportional zum Umsatz (+11,7 %) um starke 18,3 % auf 226,7 Mio. USD. Das zeigt einen exzellenten Operating Leverage: Die gestiegenen Umsätze fließen zu einem deutlich größeren Teil direkt als Gewinn in die Kasse. Obwohl die absolute Mitgliederzahl nur moderat um 1,4 % gewachsen ist, kletterte der durchschnittliche Umsatz pro Mitgliederschäft (ARPM) rasant von 844 USD auf 930 USD. Die Beitragseinnahmen wachsen zweistellig (ca. +11 %). Life Time demonstriert hier Preissetzungsmacht: Der strategische Fokus auf wohlhabendere Zielgruppen und Up-Selling (z.B. durch Dynamic Personal Training) funktioniert tadellos. Das Management hat nicht nur den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben, sondern auch einen weiteren Kurskatalysator angekündigt: Life Time weitet seine lukrativen Sale-and-Leaseback-Transaktionen von geplanten 300 Mio. USD auf 400 Mio. USD aus. Dieses frische Kapital wird nicht nur ins Wachstum gesteckt, sondern stützt direkt den Aktienkurs – und zwar durch ein 500 Mio. USD schweres Aktienrückkaufprogramm. Die Aktie dürfte nun den Widerstand bei 30 USD überwinden. Hier kann man darauf setzen, dass zügig das Allzeithoch bei 35 USD in Angriff genommen wird. (LTH)
Brightspring ging vor zwei Jahren an die Börse und bietet Gesundheitsdienstleistungen für Menschen mit komplexen und chronischen Erkrankungen an, deren Behandlung in der Regel kostenintensiv ist. Das Unternehmen bespreche ich im Tenbagger-Forum regelmäßig. Seit Erstvorstellung im Sommer letzten Jahres ist die Aktie gut 150 % im Plus. Aber ich sehe noch weiteres Potenzial. Am 1. Mai hat das Unternehmen erneut mit starken Quartalsergebnissen überzeugt. Im Jahresvergleich wuchs man beim Umsatz um 26 % auf 3,6 Mrd. USD. Das bereinigte EBITDA wuchs um beachtliche 45 % auf 190 Mio. USD, was einer verbesserten Marge von 5,3 % entspricht. Für das restliche Jahr ist das Manamgenet sehr optimistisch und hat die Prognosen nach oben korrigiert. Wachstumstreiber ist das Spezialtäten- und Infusionsgescheft. Dieser Bereich wuchs um 36 % auf 2,6 Mrd. USD. Das Unternehmen investiert stark in exklusive Medikamentenvertriebsrechte und Infusionsprogramme, und das zahlt sich inzwischen aus. Ich denke dem Up-Gap könnte man hier nun folgen. (BTSG)