Aktien Wien Schluss: ATX unter Druck
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag mit Verlusten geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Minus
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag mit Verlusten geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Minus
EOG Resources gehört zu den führenden US-Öl- und Erdgasexplorern. Die Hauptfördergebiete liegen in New Mexico und Texas in den USA. Dazu kommen Projekte in Trinidad, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Was mir gefällt ist, dass EOG eine erstklassige Bilanz aufweist, konsequent Cashflow an seine Aktionäre ausschüttet und das Geschäftsmodell auf niedrige Kosten zielt: Der Investitionsplan für 2026 trägt sich laut Management schon bei einem WTI-Preis unter 50 USD je Barrel. Bei aktuell rund 100 USD sprudelt der Cashflow wie verrückt. Im 2. Quartal 2026 stieg der Umsatz um 57 % auf 8,62 Mrd. USD, der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte mit 5,07 USD einen Rekord, und der freie Cashflow kletterte von 973 Mio. USD auf 2,8 Mrd. USD. Dieses Geld landet bei den Aktionären. EOG schüttet mindestens 70 % des jährlichen freien Cashflows aus. Neue Fantasie liefert Abu Dhabi. Auf dem rund 3.600 km² großen Block UCO3 hält EOG 100 % und die Betriebsführung. Die ersten beiden Bohrungen mit 1,6 km Horizontalstrecke förderten in den ersten 30 Tagen jeweils mehr als 25.000 Barrel Öl, ganz ohne Pumpen. Bis Jahresende folgen Bohrungen mit über 3,2 km Länge. ADNOC hält eine Option auf eine Beteiligung an der späteren Produktion. Die Aktie steht am Allzeithoch und könnte mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 155 USD nun weiter durchziehen. Hier könnte man auf einen Up-drift bis zum 5. November setzen. Dann stehen die Zahlen zum 3. Quartal an. (EOG)
Am 7. Oktober meldete Richardson Electronics das neunte Quartal in Folge ein Umsatzwachstum, wobei die Erwartungen klar übertroffen wurden. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz um 18,9 % auf 64,9 Mio. USD. Analysten hatten rund 59 Mio. USD erwartet. Der Gewinn je Aktie verdoppelte sich auf 0,27 USD, der Konsens lag bei 0,09 USD. Wichtigster Treiber bleibt das Segment Power and Microwave Technologies (PMT). Es wuchs um 19,7 % auf 46,8 Mio. USD. Getragen wurde das Wachstum von Hochfrequenz-Komponenten für Radar und Satellitenkommunikation und von Baugruppen für Anlagen zur Chipfertigung, dem margenstärksten Geschäft im Konzern. Die Sparte Green Energy Solutions legte um 27,1 % auf 9,2 Mio. USD zu. Hier wirkten Module für Windkraftanlagen und die ersten Batteriespeichersysteme. Das Displaygeschäft Canvys wuchs um 7,9 %. Für die kommenden Quartale spricht vor allem der Auftragsbestand. Mit 184,4 Mio. USD liegt er 36,9 % über dem Vorjahr und auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Zusätzlich fertigt Richardson künftig Elektromotoren für C-Motive Technologies, der Serienstart ist für 2027 geplant. Die Aktie legte unter hohem Volumen nach der Zahlenbekanntgabe um gut 7 % zu und könnte nun zügige das Jahreshoch bei 24 USD ansteuern. (RELL)
Diodes entwickelt und fertigt kleine Analog- und Diskrethalbleiter, die in hohen Stückzahlen verbaut werden: Bausteine für Stromversorgung, Taktgebung und Datenverbindungen. Jährlich liefert das Unternehmen rund 45 Mrd. Chips an etwa 50.000 Kunden aus Autoindustrie, Industrie und Rechenzentren. Operativ läuft es. Im 2. Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22 % auf 445,5 Mio. USD, das sechste Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Die Bruttomarge kletterte von 31,5 % auf 33,1 %. Für das 3. Quartal stellt das Management rund 510 Mio. USD Umsatz in Aussicht, ein Plus von 30 % zum Vorjahr, bei einer Bruttomarge von 35 %. Treiber Nummer eins ist das Autogeschäft. Es wuchs im 2. Quartal um 37 % und kommt inzwischen auf 21 % der Produktumsätze. Der Diodes-Anteil pro Fahrzeug stieg binnen zwei Jahren um 50 % auf 239 USD, getrieben von Vernetzung, Fahrassistenz und Elektromobilität. Zweiter Treiber sind KI-Rechenzentren: Sie stehen für 12 % des Umsatzes, und mit jedem leistungsstärkeren Server-Rack steigt der Wert der verbauten Diodes-Chips. BofA hält eine Verdreifachung dieses Geschäfts bis 2030 für erreichbar. Am 6. Oktober nahm die Bank of America die Aktie mit Kaufempfehlung und Kursziel 135 USD in die Bewertung auf. Das entspricht rund 30 % Potenzial. Die Analysten rechnen von 2026 bis 2028 mit einem jährlichen Gewinnwachstum je Aktie von 58 %, deutlich mehr als die 35 % für die Analog-Konkurrenz. Das Kursziel basiert auf dem 17-Fachen des für 2028 erwarteten Gewinns. Die Sorge, Diodes nähere sich dem Zyklushoch, teilt das Analystenhaus nicht: Das Unternehmen wuchs in jedem Aufschwung seit 2001 schneller als der Markt und hält bei einem adressierbaren Markt von 134 Mrd. USD weniger als 2 % Anteil. Die Aktie hat eine schöne Base ausgebildet und könnte nun zeitnah mit dem Ausbruch bei 110 SUD die Trendfolge einleiten. (DIOD)