Aktien Europa: Leichte Gewinne - Anleger bleiben vorsichtig
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Dienstag zugelegt. Das Geschäft verlief dabei aber mit angezogener Handbremse. "Die Anleger
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Dienstag zugelegt. Das Geschäft verlief dabei aber mit angezogener Handbremse. "Die Anleger
Spire ist eines der größten börsennotierten Erdgasunternehmen der USA. Es versorgt jeden Tag 1,7 Mio. Haushalte und Firmen mit Energie und erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 2,48 Mrd. USD. Letztlich handelt es sich bei dem Unternehmen um ein sehr defensives Investment, das für seine soliden Dividenden und die beständigen Cashflows bekannt ist. In dem aktuellen kriegerischen Umfeld, könnte aber eine Aktie wie Spione durchaus das Richtige Wahl sein, wenn man unbedingt handeln will. Denn viele Großinvestoren schlichten ihr Kapital aktuell vermehrt in defensive Aktien um. Dabei betreibt Spire, neben seinem regulierten Gasgeschäft, das an feste Tarife gebunden ist, auch nicht-regulierte Geschäftsbereiche, darunter das Gasspeicher-Geschäft. Wenn ein Krieg wie aktuell im Iran die Gaspreise steigen lässt, dann kann Spire seine Gasspeicher enorm gewinnbringend nutzen und günstig eingespeichertes Gas zu Höchstpreisen verkaufen, wodurch die Margen im Gashandel deutlich anziehen dürften. Die Aktie bildet eine flache Base am Allzeithoch aus. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 92 USD kann man hier darauf setzen, dass die Aktie in den kommenden Wochen Richtung 100 USD zieht. (SR)
United Therapeutics (UTHR) hat sich mit dem Kernprodukt Tyvaso (Treprostinil) auf die Behandlung seltener Lungenerkrankungen spezialisiert. Zulassungen gibt es bereits für Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) und pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit interstitieller Lungenerkrankung (PH-ILD). Die am 30. März veröffentlichten Phase-3-Studienergebnisse (TETON-1) zur Zulassungserweiterung für idiopathische Lungenfibrose (IPF) konnten die Ergebnisse der internationalen TETON-2-Studie erneut deutlich übertreffen. Mit einer bis zum Sommerende geplanten FDA-Zulassungsentscheidung könnten weitere 100.000 Patienten in den USA erreicht werden. Die Jefferies-Analysten bestätigen das Kursziel von 668 USD (Buy) und auch RBC Capital rechnet mit einer beschleunigten Zulassung und sieht einen hohen Maßstab für Wettbewerber. Demnach könnte allein IPF bis 2035 konservativ betrachtet einen zusätzlichen Umsatz von 3,3 Mrd. USD herbeiführen. Oppenheimer sprach bereits von einem potenziellen zusätzlichen IPF-Umsatz von 5,4 Mrd. USD bis 2033. Wachstumsfantasie liefert auch der orale Wirkstoff Ralinepag zur einmal täglichen Einnahme bei PAH-Patienten nach der positiven Phase-3-ADVANCE OUTCOMES-Studie und einem geplanten FDA-Zulassungsantrag in der 2. Jahreshälfte 2026. Hinzukommt auch TreSMI mit einer geplanten Markteinführung für 2027 als neuartige Formulierung mit Soft-Mist-Inhalatoren, die den Reizhusten der bisherigen Trockenpulverinhalatoren um 90 % reduziert. Ausgehend vom Umsatzmeilenstein mit 3 Mrd. USD soll bis Ende 2027 eine jährliche Umsatzrate von 4 Mrd. USD erreicht werden. Verkündet wurde zudem am 9. März ein neues 2 Mrd. USD schweres Aktienrückkaufprogramm über das nächste Jahr. Die Aktie überzeugt beim Wachstums-Check mit 14 von 15 möglichen Punkten und erreicht beim Qualitäts-Check die Höchstpunktzahl.
Mit Verbio hatten wir zum Start des Iran-Krieg den „Top-Profiteur“ in den Live-Trading-Sektionen sowie der Trader-Zeitung herausgearbeitet. Seither stieg die Aktie um nahezu 100 %. Jetzt beginnt sich mit SÜDZUCKER ein weiterer Wert in Bewegung zu setzen, der zumindest von den gestiegenen Preisen für Ethanol profitiert. So haben sich die Preise für pflanzliches Ethanol mit einer Treibhausgaseinsparung von 75 % seit Ende Februar um über 15 % erhöht. Der Ethanol-Turbo und der Iran-Faktor Der globale Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt – und Südzucker sitzt als einer der größten Bioethanol-Produzenten (via CropEnergies) in der ersten Reihe. Steigende Ethanolpreise verbessern nicht nur direkt die Margen im Kraftstoffsegment, sondern wirken auch als indirekter Preistreiber für Zucker. In Regionen wie Brasilien wird bei hohen Energiepreisen vermehrt Zuckerrohr zur Ethanolproduktion umgeleitet, was das globale Zuckerangebot verknappt. MWB stufte auf Kaufen mit Ziel 15 Euro Die Analysten von MWB hatten am Montag ihr Kursziel von 9,00 Euro auf 15,00 Euro angehoben. Trotz erwarteter Sonderabschreibungen von bis zu 550 Mio. Euro im Segment Zucker für das Geschäftsjahr 2026, sieht das Analysehaus klare Anzeichen für eine Marktwende. Direkt profitiert der Konzern durch deutlich höhere Deckungsbeiträge in der Bioethanol-Sparte. Indirekt führt der energetische Preisdruck dazu, dass globale Wettbewerber – insbesondere in Südamerika – ihre Produktion massiv in Richtung Biokraftstoffe verschieben. Dies entzieht dem Weltmarkt signifikante Zuckermengen, was die Notierungen stützt. In den letzten Wochen stiegen die Zuckerpreise bereits um über 10%. Barclays: Von „Untergewichten“ direkt auf „Übergewichten“ Besonders bemerkenswert ist die radikale Neubewertung durch Barclays. Die britische Bank übersprang die „Halten“-Stufe und stufte das Papier gleich um zwei Stufen hoch. Die Analysten betonnen, dass die aktuellen Ethanol-Preissprünge die Gewinne der kommenden zwei Jahre „klar steigern“ und operative Risiken drastisch reduzieren dürften. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert die Aktie immer noch rund 35 % unter ihren Höchstständen von 2023, was ein attraktives Bewertungsfenster öffnet. Fazit: Die klassische Nachzügler-Wette Südzucker ist eine Nachzügler-Chance. Der Markt könnte wegen den gestiegenen Preisen nun eine bessere Ertragsentwicklung spielen, zumal die USA auch eine Reduktion des Iran-Kriegs erwägen und das ohne die Öffnung der Straße von Hormus.