Aktien Asien: Klare Richtung fehlt - Deutliche Erholung in Hongkong
TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die zuletzt schwachen asiatischen Börsen haben am Montag überwiegend keinen klaren Trend gezeigt. Für etwas Entspannung sorgte die
TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die zuletzt schwachen asiatischen Börsen haben am Montag überwiegend keinen klaren Trend gezeigt. Für etwas Entspannung sorgte die
Ingles Markets ist eine Supermarktkette, die ausschließlich im Südosten der USA tätig ist. Der Fokus liegt auf regionalen Beschaffungswegen, was in Zeiten gestörter Lieferketten einen Wettbewerbsvorteil bringt. Zudem betreibt das Unternehmen an sehr vielen seiner Supermärkte eigene Tankstellen. Wenn die Benzinpreise an den Zapfsäulen steigen, treibt das den Gesamtumsatz von Ingles an. Auch wenn die Margen beim reinen Benzinverkauf gering sind, nutzt Ingles in Zeiten hoher Spritpreise gezielt Tankrabatte, um Kunden in die profitablen Lebensmittelläden zu locken. Das Unternehmen hat am 5. Februar starke Zahlen zum 1. Quartal vorgelegt. Das EPS lag bei 1,48 USD, was einen starken Anstieg zu den 0,87 USD im Vorjahresquartal darstellt. Was mir gefällt ist die attraktive Bewertung mit einem KGV von 17 und einem KBV von 1. Das bedeutet, mit Ingles Markets kann man in einem unsicheren Umfeld auf einen soliden Supermarktbetreiber setzen, der klassisches „Value"-Qualitäten aufweist und zudem über einen spannenden Chart verfügt. Die Aktie befindet sich seit vielen Jahren im Aufwärtstrend und ist nun dabei, aus eine mehrwöchigen Base bei 88 USD nach oben auszubrechen. Nächstes Ziel ist das Allzeithoch bei 102 USD. (IMKTA)
Die Siltronic-Aktie wird seit drei Tagen akkumuliert und startet in einem volatilen Umfeld mit Wachstumssorgend den Ausbruch. Der Grund: Investoren blicken über das schwierige Jahr 2025 hinweg und antizipieren das Ende der Lagerbereinigung im Halbleitersektor. Trotz einer gestrichenen Dividende signalisiert die Erholung im 300-mm-Segment, dass der zyklische Tiefpunkt durchschritten ist. Für 2026 gab das Management einen Ausblick, der zwar kurzfristige "Headwinds" einräumt, aber ein deutliches Volumenwachstum verspricht. Konkret rechnet Siltronic mit einem Umsatz, der im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Niveau von 2025 liegt. Die Profitabilität wird dabei von den Anlaufkosten der neuen Fabrik in Singapur beeinflusst. Die EBITDA-Marge wird zwischen 20 % und 24 % erwartet, während das EBIT aufgrund sprunghaft steigender Abschreibungen deutlich unter dem Vorjahr liegen dürfte. Spannend ist die die Situation im DRAM-Sektor. Hier zeigt sich aktuell eine starke Entkopplung. Während die DRAM-Chip-Umsätze der Kunden aufgrund explodierender Preise und Angebotsknappheit um über 100 % steigen könnten, schlägt sich dies noch nicht eins zu eins in der Wafer-Nachfrage nieder. Nur etwa 6 bis 7 % dieses Wachstums erreichen die Wafer-Industrie direkt, da Kunden zunächst ihre Bestände abbauen und die Kapazitäten begrenzt sind. Dennoch ist die Stimmung positiv, da die Wafernachfrage insgesamt laut Unternehmensdaten um rund 6 % ohne Inventareffekte steigen wird. Der absolute Wachstumsmotor ist der Server-Markt, der durch den KI-Boom getrieben wird und ein Plus von 26 % beim Waferverbrauch erwartet.
Der US-Kosmetik- und Beautyhändler Ulta Beauty meldet für das vierte Quartal 2025 solide Umsatzzahlen, kann damit jedoch die Börse nicht überzeugen. Der Konzern steigert den Quartalsumsatz um 11,8 % auf 3,90 Mrd. USD und übertrifft damit die Analystenschätzungen von 3,83 Mrd. USD leicht. Der Gewinn je Aktie liegt mit 8,01 USD nahezu im Rahmen der Erwartungen. Gleichzeitig wächst das Geschäft auf vergleichbarer Fläche um 5,8 %, nachdem im Vorjahresquartal lediglich 1,5 % erreicht wurden. Dennoch reagieren Investoren enttäuscht: Vor allem der deutliche Rückgang der operativen Marge von 14,8 % auf 12,2 % belastet die Bewertung. Unternehmenschefin Kecia Steelman erklärt laut Analystenkonferenz, dass die starke Feiertagssaison sowie eine höhere Kundenaktivität und Marktanteilsgewinne den Umsatz angetrieben hätten – insbesondere in den Segmenten Parfüm und Haarpflege. Die eigentliche Belastung für die Aktie liegt jedoch im Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management einen Gewinn je Aktie von rund 28,05 bis 28,55 USD, was leicht unter den bisherigen Marktschätzungen liegt. Auch beim Wachstum der vergleichbaren Filialumsätze zeigt sich der Konzern vorsichtig und prognostiziert ein Plus von 2,5 % bis 3,5 %. Steelman verweist auf ein zunehmend selektives Konsumverhalten sowie geopolitische Unsicherheiten, die die Kauflaune der Verbraucher beeinflussen könnten. Gleichzeitig investiert Ulta verstärkt in Marketing, Technologie und das Einkaufserlebnis in den Filialen, was kurzfristig die Kosten erhöht. Finanzchef Chris Del Orfus betont jedoch, dass diese Investitionen langfristig zu Produktivitätsgewinnen und weiterem Marktanteilswachstum führen sollen. Für Anleger entsteht damit ein gemischtes Bild: Einerseits bleibt das Umsatzwachstum robust, andererseits könnten steigende Kosten und intensiver Wettbewerb – etwa durch große Onlinehändler – die Margenentwicklung vorerst begrenzen.