Aktien Frankfurt Eröffnung: Ruhiger Wochenausklang ohne klare Richtung
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag zur Eröffnung relativ träge präsentiert. In den ersten Handelsminuten sank der
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag zur Eröffnung relativ träge präsentiert. In den ersten Handelsminuten sank der
Axon Enterprise, das für seine TASER-Elektroschockgeräte und digitale Lösungen für Strafverfolgungsbehörden bekannt ist, ist eine absolute Dauerläufer-Aktie. Am 4. August wurde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Dabei wurde hervorgehoben, dass die KI-Strategie des Unternehmens erste Wirkung zeigt: Laut einer internen Umfrage sparen Polizeikräfte durch die neuen Tools zwischen 6 und 12 Stunden pro Woche ein – 75 % der Nutzer erwarten eine deutliche Effizienzsteigerung. Am 28. August sagte der CEO Rick Smith in der CNBC-Sendung „Mad Money, dass die KI-Buchungen um 500 % wachsen und das Unternehmen in einer einzigartigen Position sei, um von der KI-Ära zu profitieren. Der Grund dafür sei die riesige Datenbasis des Unternehmens: Über eine Million Nutzer von Axon-Bodycams generieren kontinuierlich "Augen und Ohren" aus dem Feld. Diese Daten bilden die weltweit größte Sammlung von Audio- und Videomaterial von Polizeieinsätzen, was eine ideale Grundlage für die Anwendung von KI darstellt. Die Aktie erreichte Anfang August mit der Vorlage der Q2-Zahlen ein neues Allzeithoch bei 890 USD. Seither konsolidiert die Aktie und lief zuletzt an die initiale Priceline bei 750 USD heran. Auf dem aktuellen Niveau bietet sich die Möglichkeit für einen Einstieg mit gutem CRV. (AXON)
NVIDIA legte in der Nacht zum 28.08.2025 seine Quartalszahlen vor. Einige spannende Kommentare gab es vom Management. NVIDIA-CEO Huang nannte auf „höchster Ebene der Wachstumstreiber“ die Entwicklung und Einführung von agentenbasierter KI mit Schlussfolgerungsfähigkeiten. Denn jetzt recherchiert die KI, denkt nach, erstellt einen Plan und nutzt weitere Tools. Auch Robotik-Anwendungen benötigen mehr Rechenkapazitäten. Der Rechenaufwand steigt damit enorm an. Ein potenzieller Profiteur von der höheren Inferenz ist RAMBUS (RMBS). Rambus sorgt mit seinen Interface-Chips für eine Beschleunigung des Datenflusses in Rechenzentren. Es ist eine spezialisierte Logik-Komponente, die als Schnittstelle zwischen einem Prozessor und dem Arbeitsspeicher fungiert. Sie sorgen für eine Signalverarbeitung, Protokoll-Übersetzung sowie das Bandbreitenmanagement. Auch sind sie wichtig für mehr Bandbreite pro Watt, größere Speicherkonfigurationen sowie die Skalierbarkeit. Mit einer anhaltenden Führungsposition bei DDR5-Speicherschnittstellenchips und wachsender Attraktivität für neue Produkte ist der Konzern gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage nach High-Performance-Computing- und KI-Infrastrukturen zu profitieren. Wie im letzten Conference Call deutlich wurde, sieht man bei MRDIMM eine 600 Mio. USD-Chance. Der DDR5 MRDIMM 12800 Chipsatz wurde entwickelt, um eine noch nie dagewesene Bandbreite und Speicherkapazität zu bieten und sicherzustellen, dass Server die steigenden Arbeitslasten von KI und High-Performance-Computing bewältigen können. Rambus ist ein Enabler für große KI-Datacenter, welche für Superintelligenz sowie agentenbasierte KI mit Schlussfolgerungsfähigkeiten benötigt werden. Laut dem NVIDIA-CEO werden 3 bis 4 Bio. USD in KI-Infrastruktur bis Dekadenende investiert. Das jüngste Wachstum von Rambus i.H.v. 30 % auf Quartalsebene müsste sich fortsetzen. Die Aktie steht vor einem neuen 52-Wochenhoch. Ein neues Kursziel von 91 USD und eine Hochstufung auf „Kaufen“ durch die Arete-Analysten sollte sich am 28.08.2025 positiv auswirken.
Die Basler AG ist in den letzten Quartalen zu einer Comeback-Story geworden. Fundamental konnte der Konzern wiederum am 06. August mit den Halbjahreszahlen aufwarten. Der Umsatz stieg um 20 % auf 111,7 Mio. Euro und der Auftragseingang erhöhte sich sogar um 22 % auf 113,3 Mio. Euro. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung und Effizienzsteigerung zeigten Wirkung und führten im 1. Halbjahr zu einer Vorsteuerrendite von 7 %. Besonders in China und den USA profitierte das Unternehmen von größeren Projekten. Wachstumstreiber waren in den ersten sechs Monaten insbesondere Großaufträge aus dem 4. Quartal des Vorjahres in den Regionen China und USA. Der Auftragseingang entwickelte sich zum Ende des Berichtszeitraums zunehmend stärker, was einen positiven Start in die 2. Jahreshälfte ermöglicht. Vor dem Hintergrund der guten Halbjahresergebnisse und trotz des weiterhin verhaltenen Marktumfelds hat der Vorstand der Basler AG seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 am 06. August 2025 erhöht. Das Management erwartet nun einen Konzernumsatz zwischen 202 Mio. und 215 Mio. Euro (zuvor 186 Mio. bis 198 Mio. Euro) und eine Vorsteuerrendite zwischen 2 % und 6 % (zuvor 0 % bis 5 %). Die Sichtbarkeit für das 4. Quartal bleibt aufgrund der kurzen Bestellhorizonte der Kunden jedoch begrenzt, was zu einem relativ breiten Prognosekorridor führt. Jefferies hat das Kursziel für Basler am 27. August von 9 auf 21 Euro angehoben und die Einschätzung von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Nach der langen unterdurchschnittlichen Entwicklung der Aktien mittelgroßer europäischer Unternehmen loten die Experten in ihrer Analyse hier die Chancen aus. Das deutsche Investitionspaket und ein möglicher Waffenstillstand bildeten eine gute Grundlage für eine Neubewertung in Wachstumsbranchen und bei zyklischen Unternehmen. Bei Basler sehen sie das volle Potenzial noch nicht ausgeschöpft.