ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Etwas erholt dank Ölpreisen und Anleiherenditen
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem durchwachsenen Wochenbeginn haben die New Yorker Börsen am Dienstag etwas zugelegt. Als Kursstütze dienten die
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem durchwachsenen Wochenbeginn haben die New Yorker Börsen am Dienstag etwas zugelegt. Als Kursstütze dienten die
Nach Ablauf der IPO-Quiet-Period rufen Institute wie JPMorgan, Deutsche Bank und BofA für die Sandwichkette Jersey Mike’s Buy-Ratings aus. Die Kursziele reichen bis 31 USD. Aktuell liegt der Wert der Aktie bei 23,60 USD. Die UBS sieht in Jersey Mike's ein bereits skaliertes Geschäftsmodell mit hoher Qualität und rechnet über die kommenden drei Jahre mit einem Umsatzwachstum von rund 10 %. Als Beleg führt er zwanzig aufeinanderfolgende Jahre mit positiven Vergleichsumsätzen an. Die Deutsche-Bank hebt die EBITDA-Marge von über 50 % sowie eine Free-Cashflow-Generierung hervor, die ein EPS-Wachstum von 20 % pro Jahr stützen soll. Operativ wuchs Jersey Mike's im 2. Quartal 2026 systemweit auf 1,21 Mrd. USD Umsatz, ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen betreibt rund 3.300 Standorte, größtenteils über unabhängige Franchisenehmer, und ist hinter Subway die zweitgrößte Sandwichkette der USA. Der Börsengang brachte 1 Mrd. USD ein, die größte Restaurant-IPO seit 2011, und bewertete das Unternehmen mit 7,3 Mrd. USD. Die Aktie hat in den letzten Wochen eine Base geformt und könnte nun kurz davor stehen, diese nach oben zu verlassen. (JMKE)
Travere Therapeutics ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das mit seinem Nierenmedikament Filspari (Sparsentan) derzeit die stärkste Wachstumsstory im Nephrologie-Segment liefert. Im 2. Quartal 2026 kletterten die US-Nettoumsätze auf 141,1 Mio. USD, ein Plus von 96 % zum Vorjahr. Die Zahl neuer Patienten-Startformulare stieg von 993 im 1. Quartal auf 2.012 im 2. Quartal. Filspari ist seit 2023 bei IgA-Nephropathie zugelassen, seit April 2026 zusätzlich bei fokal segmentaler Glomerulosklerose (FSGS), also einer verwandten Nierenerkrankung, bei der Filspari als einziges zugelassenes Medikament gilt. Rund 70 % der verschreibenden Ärzte kennen den Wirkstoff bereits aus der IgAN-Behandlung, was den FSGS-Start beschleunigt. Zusätzliches Potenzial bietet das Cystinurie-Präparat Thiola mit rund 20,3 Mio. USD Quartalsumsatz sowie der Kandidat Pegtibatinase gegen Homocystinurie, der sich in einer Phase-3-Studie mit Datenveröffentichung im 2. Halbjahr 2027 befindet. Die Aktie hat nach den starken Quartalszahlen von Anfang August nun eine Base gebildet und ist dabei auszubrechen. Mit dem Überschreiten der Marke von 66 USD kann man spekulativ auf die Trendfolge setzen. (TVTX)
Eine Aktie aus dem Energie-Bereich, dir mir sehr gut gefällt, aber wenig bekannt ist, ist Excelerate Energy. Das Unternehmen positioniert sich aktuell neu und wandelt sich vom reinen Betreiber schwimmender LNG-Terminals (FSRU) hin zu einem integrierten Infrastrukturunternehmen für Flüssigerdgas und Strom. Kern der Strategie ist die Wiederverwertung der eigenen Flotte. Statt Schiffe an feste Standorte zu binden, verlegt Excelerate sie dorthin, wo sich die besten vertraglichen Konditionen bieten. Ein Beispiel liefert die "Excelerate Acadia": Ursprünglich für das Terminal-Projekt im Irak vorgesehen, verzögerte sich dessen Start durch einen regionalen Konflikt auf das 2. Quartal 2027. Statt das Schiff stillzulegen, schloss Excelerate im Juli eine neunmonatige Vereinbarung mit Jordaniens staatlichem Stromversorger und setzte die Acadia im Hafen von Aqaba ein. Ähnlich verläuft der Fall der "Express": Das Schiff wechselt ab dem 1. Quartal 2027 in einen neuen, siebenjährigen Vertrag für ein LNG-Importterminal in Kolumbien, mit besseren wirtschaftlichen Konditionen als zuvor. Operativ zeigt sich das Unternehmen robust: Der Umsatz sank im 2. Quartal 2026 zwar um 24 % gegenüber dem Vorquartal, die bereinigte Bruttomarge legte im selben Zeitraum aber von 137 Mio. USD auf 138 Mio. USD zu. Grund ist das Geschäftsmodell mit langfristig fixierten Terminalgebühren, die von schwankenden LNG-Frachtpreisen weitgehend unabhängig sind. Bei der Bewertung ist mir eine Diskrepanz aufgefallen: Das EV/EBITDA-Verhältnis liegt mit 8,25 nur moderat über dem Sektormedian von 7,5. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis von 2,83 liegt dagegen rund 55 % unter dem Sektormedian von 6,3. Der Markt bewertet die Infrastruktur-Assets demnach höher als die Cashflow-Generierung des Eigenkapitals. Hierdurch könnten sich Chancen ergeben und die Aktie könnte man aufgreifen, wenn sie aus der Base bei 40 USD nach oben ausbricht. Das nächste Ziel ist dann das Allzeithoch bei 44 USD. (EE)