ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax nach kleinem Rücksetzer stabil
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kleinen Rücksetzer zur Wochenmitte ist der Dax am Donnerstag kaum verändert in den Tag gestartet.
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem kleinen Rücksetzer zur Wochenmitte ist der Dax am Donnerstag kaum verändert in den Tag gestartet.
Liquidia Technologies (LQDA) wandelt sich gerade erfolgreich von einem reinen Entwicklungsunternehmen zu einem kommerziellen Biopharma-Akteur, der mit YUTREPIA (Treprostinil) bisher ein zugelassenes Inhalationspulver zur Behandlung von schweren Lungenerkrankungen verkauft. In nur 7 Monaten konnten seit der FDA-Zulassung 2.800 Verschreibungen erreicht werden, während das seit 15-Jahren verfügbare Konkurrenzprodukt TYVASO derzeit 10.000 Patienten erreicht. Mit YUTREPIA können Patienten zudem 3- bis 4-mal so viel Wirkstoff in die Lunge bekommen als mit der Standard-Dosis von TYVASO. Mit den aktuellen Indikationen zur Behandlung von PAH und PH-ILD wird ein 7 Mrd. USD großer Markt adressiert, der mit künftigen Erweiterungen um zusätzlich 11 Mrd. USD ausgedehnt werden soll. Hierfür werden 2026 Studien für IPF und PPF gestartet. Zudem befindet sich mit L606 ein Vernebler mit 2-mal täglicher statt 4-mal täglicher Anwendung in der Pipeline, wo nun die Phase-3 der globalen Re-Spire Studie in über 20 Ländern anläuft. Am 9. Januar überraschte das Unternehmen mit den vorläufigen Ergebnissen für das 4. Quartal mit einem sequenziellen von 74 % auf 90,1 Mio. USD (Konsens: 80,7 Mio. USD). Einen Wendepunkt signalisiert auch der erstmals positive operative Cashflow mit 30 Mio. USD. Die Produktionskapazität soll mit einer neuen Anlage verdoppelt werden. Die Analysten von Jeffries sehen mit einem Kursziel von 55 USD (Buy) immer noch ein Aufwärtspotenzial von knapp 40 %. Mit dem Big-Picture-Breakout auf ein neues Allzeithoch entsteht ein neues Kaufsignal.
Die Aktie von Moderna befindet sich in einem mehrjährigen Abwärtstrend und könnte nun eine Bodenbildung vollziehen, nachdem das Unternehmen am 12. Januar auf der J.P. Morgan Healthcare Conference seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 nach oben korrigiert hat. Wachstum wird meiner Meinung nach in diesem Jahr durch die Onkologie-Pipeline kommen. Diese steht nämlich vor entscheidenden Durchbrüchen. Besonders der personalisierte Krebsimpfstoff V940 (Intismeran) in Kombination mit Keytruda könnte die Krebsbehandlung revolutionieren. Die für dieses Jahr erwarteten Phase-III-Ergebnisse und 5-Jahres-Daten zum Melanom sind massive Katalysatoren. Sollten diese die bisherigen Erfolge bestätigen – etwa die Senkung des Rückfallrisikos um 49 % –, würde Moderna den Zugang zu einem extrem wachstumsstarken Milliardenmarkt festigen und seine Bewertung massiv steigern. Daneben überzeugt mich die erfolgreiche Diversifizierung weg vom reinen COVID-Image. Mit dem zugelassenen RSV-Impfstoff mRESVIA und der für 2026 erwarteten Zulassung des Kombi-Präparats gegen Grippe und COVID (mRNA-1083) stellt sich das Unternehmen breit auf. Moderna prognostiziert für 2026 bereits wieder ein Umsatzwachstum von 10 %. Schließlich bietet das aktuelle Bewertungsniveau einen attraktiven Einstiegspunkt für eine langfristige Erholungsstory. Moderna hat bewiesen, dass es zu finanzieller Disziplin fähig ist: Die Betriebskosten wurden bereits um 30 % gesenkt, mit dem klaren Ziel, bis 2028 den Cash-Break-even zu erreichen. Da die Aktie nach den Verlusten der Vorjahre noch unter Druck steht, bietet sich jetzt die Gelegenheit, vor dem potenziellen Eintreten positiver klinischer Daten einzusteigen. (MRNA)
Die Basler AG hat sich fundamental von einem reinen Komponentenhersteller für Industriekameras zu einem umfassenden Lösungsanbieter im Bereich Computer Vision gewandelt. Während das Kerngeschäft traditionell in der Fertigung robuster Kameras für die Fabrikautomation lag, adressiert der Konzern heute die gesamte Wertschöpfungskette der Bildverarbeitung. Ein zentrales Element der Wertschöpfung ist mittlerweile die Softwarekompetenz, insbesondere durch die "pylon Camera Software Suite", die eine nahtlose Integration der Hardware in Kundenanwendungen ermöglicht. Statt Einzelteile mühsam zu integrieren, erhalten Kunden aus Sektoren wie Medizin, Logistik oder Robotik aufeinander abgestimmte Komplettsysteme, was die Kundenbindung stärkt und die Margen langfristig gegen den reinen Preiskampf bei Hardwarekomponenten absichert. Der Jahreswechsel 2025/2026 markiert für die Basler AG eine historische Zäsur in der Unternehmensführung. Zum 1. Januar 2026 hat Hardy Mehl den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Dietmar Ley abgelöst, der das Unternehmen über 25 Jahre prägte. Gleichzeitig trat Dr. Kai Jens Ströder als neuer CTO an, um die Innovationskraft in den Bereichen Produktentstehung und technologische Entwicklung zu sichern. Diese planmäßige Stabübergabe wird von den Kapitalmärkten als Signal der Kontinuität bei gleichzeitiger strategischer Erneuerung gewertet. Sowohl der scheidende CEO als auch der neue Vorstandsvorsitzende Hardy Mehl tätigten mehrfach Aktienkäufe. Im Zeitraum zwischen dem 18. Dezember 2025 und 13. Januar 2026 wurden Insiderkäufe zu Stückpreisen zwischen 13,70 Euro und 14,53 Euro je Aktie für insgesamt 275.872 Euro gemeldet. Diese Insiderkäufe senden ein starkes Signal an die Aktionäre, dass das Management trotz eines weiterhin verhaltenen Marktumfelds von der inneren Stärke und der künftigen Wertentwicklung des Unternehmens überzeugt ist. KI und die fortschreitende Automatisierung außerhalb der klassischen Fabrikhallen dürften Wachstumstreiber bleiben.