Aktien Frankfurt Eröffnung: Zollsorgen drücken Dax unter 25.000 Punkte
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zollsorgen im Streit um Grönland haben den Wochenstart am deutschen Aktienmarkt verhagelt. Der Dax rutschte zurück unter
FRANKFURT (dpa-AFX) - Zollsorgen im Streit um Grönland haben den Wochenstart am deutschen Aktienmarkt verhagelt. Der Dax rutschte zurück unter
Strata Critical Medical (SRTA) war ehemals unter dem Namen Blade Air Mobility (BLDE) bekannt und benannte sich nach dem Verkauf des Flugtaxigeschäfts an Joby Aviation im August 2025 um. Joby wurde zugleich ein wichtiger Partner für medizinische eVTOL-Transporte. Ein weiterer Meilenstein war die Übernahme von Keystone Perfusion, wodurch sich Strata zu einem End-to-End-Dienstleister für Transplantationsorgane entwickelt. 84 % der Erlöse sind direkt mit transplantationsbezogen Dienstleistungen verbunden. Dazu zählen über 30 eigene Flugzeuge, mehr als 50 Bodenfahrzeuge und klinische Transplantationsservices mit über 20 Chirurgen und mehr als 35 Spezialisten für die NRP-Perfusion. In den USA befinden sich 107.000 Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Strata unterstützt die Organvermittlung, chirurgische Organentnahme bis hin zur Transportlogistik. Dank Keystone werden auch NRP-Dienste (Normotherme Regionale Perfusion) verstärkt integriert, wobei Organe vor der Entnahme im Körper des Verstorbenen mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Die NRP-Marktdurchdringung nahm seit 2020 von 0 % auf 46 % zu und könnte bis 2028 auf 55 % steigen. Bis dahin soll auch das gesamte adressierbare Marktpotenzial von 1,5 Mrd. auf 2 Mrd. USD steigen. Das organische Wachstum konnte im 3. Quartal von 4 % auf 29 % beschleunigt werden und betrug inklusive Keystone sogar fast 37 %. Die höhere Nachfrage und der zunehmende Einsatz eigener Flugzeuge führten auch ohne Keystone mit einem Wachstum von über 80 % zu einem Rekord-EBITDA und einer Margensteigerung von 10,8 % auf 15,1 %. 2026 wird mit 0,11 USD je Aktie die nachhaltige Nettoprofitabilität erwartet. Die Aktie notiert unmittelbar im Bereich des Mehrjahreshochs und könnte nun zeitnah die Trendfortsetzung einleiten.
ATX, mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,4 Mrd. USD, ist ein Zulieferer für „nicht-Silizium“-Chips. Er fertigt Substratwafer aus Indiumphosphid (InP), Galliumarsenid (GaAs) und Germanium (Ge) – Materialien, die dort eingesetzt werden, wo Silizium die Anforderungen (z. B. bei Hochfrequenz/Opto) nicht erfüllt. Im 3. Quartal überzeugte das Unternehmen mit einem stark anziehenden Wachstum gegenüber dem 2. Quartal von 18 auf 28 Mio. USD. Das Management betont, dass die Nachfrage kein kurzfristiger Lageraufbau sei, sondern ein mehrjähriger Zyklus durch KI bei Hyperscalern. Die Aktie hat einen starken Lauf hinter sich und notiert am Mehrjahreshoch bei 26 USD. Mit dem Ausbruch aus der Base könnte die Trendfolge zeitnah starten. (AXTI)
Keysight Technologies treibt die Automatisierung in der Halbleiterentwicklung weiter voran und adressiert damit einen der größten Engpässe der Branche: die aufwendige Modellierung moderner Bauelemente. Mit der neuen Machine-Learning-Erweiterung innerhalb der aktuellen Device-Modeling-Software verkürzt der Konzern laut eigener Angaben Entwicklungs- und Extraktionsprozesse von bislang mehreren Wochen auf wenige Stunden. Für Chipentwickler bedeutet das schnellere Process Design Kits (PDKs) und effizientere Design-Technology-Co-Optimization-Prozesse – ein klarer Produktivitätsgewinn in einer Phase, in der Zeit-to-Market über Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. Aus Anlegersicht unterstreicht dieser Schritt die strategische Ausrichtung von Keysight auf margenstarke Softwarelösungen mit wiederkehrenden Umsätzen. Der technologische Hintergrund ist komplex, aber für Investoren relevant: Neue Chiparchitekturen wie Gate-All-Around-Transistoren, Wide-Bandgap-Materialien wie GaN und SiC sowie 3D-Integration erhöhen den Modellierungsaufwand drastisch. Klassische, physikbasierte Ansätze stoßen hier zunehmend an Grenzen. Keysight setzt deshalb auf KI-gestützte Optimierungsverfahren, die hunderte manuelle Abstimmungsschritte auf wenige automatisierte Prozesse reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich dabei mehr als 80 Modellparameter in einem einzigen Optimierungslauf erfassen – inklusive Temperatureffekten und dynamischem Verhalten. Nilesh Kamdar, General Manager der EDA-Sparte, erklärt laut Unternehmensmitteilung, dass KI-Methoden die Qualität und Vorhersagekraft der Modelle deutlich erhöhen und Entwicklungsrisiken reduzieren. Für Anleger eröffnet sich damit die Perspektive, dass Keysight von steigenden F&E-Budgets der Halbleiterindustrie überproportional profitieren könnte. Risiken bleiben konjunkturelle Schwankungen im Chipmarkt und der zunehmende Wettbewerb im EDA-Segment, insbesondere durch spezialisierte Softwareanbieter.