ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nasdaq leidet unter Halbleiterschwäche
NEW YORK (dpa-AFX) - Ein erneuter Schwächeanfall der Halbleitertitel hat die US-Technologiebörse Nasdaq am Dienstag unter Druck gesetzt. Marktexperten machten die
NEW YORK (dpa-AFX) - Ein erneuter Schwächeanfall der Halbleitertitel hat die US-Technologiebörse Nasdaq am Dienstag unter Druck gesetzt. Marktexperten machten die
Solidion Technology ist ein kleiner Batteriehersteller aus Dallas, mit einer Marktkapitalisierung von 320 Mio. USD, der über einen SPAC-Börsengang Anfang 2024 an die Nasdaq kam und an Materialien für Feststoffbatterien arbeitet. Am 4. Juni stellte das Unternehmen die Gen-ECB vor, eine Batterie für Satelliten, erdnahe Rechenzentren und künftige Mondmissionen. Die Reaktion fiel heftig aus: Die Aktie schloss am selben Tag bei 22,70 USD, ein Plus von rund 350 % gegenüber dem Vortagsschluss von 5,04 Dollar. Bis zum Wochenende summierte sich das Plus auf etwa 670 %, die beste Wochenbilanz der Unternehmensgeschichte. Eine Erzählung aus zwei der heißesten Markttrends Solidion verkauft sich als Profiteur des kommenden Weltraumbooms und nennt im selben Atemzug SpaceX Starship und das Artemis-Programm der NASA. Die Gen-ECB soll dank Graphen von minus 80 bis 60 Grad Celsius arbeiten und bei minus 40 Grad mehr als 500 Ladezyklen überstanden haben. CEO Jaymes Winters spricht von aktiven Gesprächen mit Partnern aus der Luft- und Raumfahrt. Die Geschichte trifft damit gleich zwei Trends, die Anleger derzeit jagen: Raumfahrt und Energie für Künstliche Intelligenz. Die offizielle Lesart trifft auf 85.000 USD Umsatz Gegen diese Erzählung steht die Bilanz. Einen unterzeichneten Vertrag mit der NASA oder SpaceX gibt es nicht. Im 1. Quartal setzte Solidion 85.426 USD um, bei einem Nettoverlust von 1,43 Mio. USD und einem Kassenbestand von knapp 39.000 USD. Analysten verweisen zudem auf Zweifel am Fortbestand und auf eine hohe Abhängigkeit von neuen Aktienausgaben. Passend dazu platzierte das Unternehmen am 8. Juni eine Kapitalerhöhung über 35 Mio. USD. Die Rally mündete also zuerst in frisches Eigenkapital, nicht in einen Kundenauftrag. Wann man mitgehen könnte Der nächste belastbare Datenpunkt wäre ein unterschriebener Liefervertrag mit einem Raumfahrtkunden. Wenn eine Meldung dieser Art kommt, dann könnte man tatsächlich bei der Aktie mitgehen, wobei es hier nun durchaus schnell zu einem Rücksetzer ans Ausbruchsniveau Richtung 30 USD kommen könnte. (STI)
Cameco, die ich zum ersten Mal ausführlich im Tenbagger-Magazin vorgestellt habe, als der Kurs bei 13 USD notierte, ist der weltgrößte börsennotierte Uranproduzent, betreibt die Mine McArthur River in Kanada sowie das Joint Venture Inkai in Kasachstan und bietet über die Beteiligung an Westinghouse Nuclear auch Brennstoffdienstleistungen an. Am 2. Juni zog die Aktie um 7 % an, nachdem Urenco USA, der einzige großvolumige Urananreicherungsbetrieb der USA, ankündigte, seine Kapazität in New Mexico bis 2036 um knapp 50 % auszubauen. Für Cameco als Förderer bedeutet mehr Anreicherungskapazität in westlicher Hand: mehr Abnahme, mehr Planungssicherheit, mehr Preismacht. Kein Wunder, dass auch Konkurrenten wie Uranium Energy und Ur-Energy solide zulegten. Warum der Markt strukturell dreht Hinter dem Tagesgeschehen steckt eine politische Neuordnung. Die USA haben russische Uranlieferungen seit 2024 offiziell verboten, Ausnahmeregelungen laufen bis 2028 aus. Cameco, mit einem Umsatz von 845 Mio. CAD im 1. Quartal 2026, sitzt in einer Lücke, die westliche Anbieter nun füllen müssen. Dazu genehmigten US-Behörden den Neustart des Kernkraftwerks Three Mile Island, ein weiteres politisches Bekenntnis zur Kernkraft. Der Markt baut gerade um, und Cameco ist gut positioniert. Was das für Anleger bedeutet Inzwischen ist die Aktie mit einem KUV von 15 bewertet. Das ist hoch und setzt voraus, dass die politische Unterstützung für Kernenergie anhält und die Inkai-Mine in Kasachstan störungsfrei produziert. Wer hiervon ausgeht, der ist mit Cameco, als einen der wenigen vertikal aufgestellten Anbieter, der von der Förderung bis zum Brennstoffservice alles aus einer Hand liefert, meines Erachtens gut bedient. Der nächste Zahlencheck steht Ende Juli bevor: Im 2. Quartal 2026 soll der Großteil der Inkai-Jahresproduktion ausgeliefert werden. Gelingt dies, dann würde dies die Umsatzkurve spürbar positiv beeinflussen. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 125 USD könnte man darauf setzen, dass der Aufwärtstrend nun wieder aufgenommen wird. (CCJ)
Im Blick sollte man jetzt Dave haben. Es handelt sich um ein Fintech-Unternehmen, das sich auf kurzfristige Kleinkredite und die Vermeidung von teuren Überziehungsgebühren spezialisiert hat. Über eine Smartphone-App erhalten Nutzer schnelle Vorschüsse auf ihr Gehalt. Das Herzstück des Geschäftsmodells ist „CashAI“, ein KI-gestütztes Underwriting-System, das Echtzeit-Cashflow-Daten analysiert, um die Kreditwürdigkeit der Kunden anhand von Millionen von Transaktionen in Sekundenschnelle zu bewerten. Was mir gefällt ist, dass Dave im 1. Quartal 2026 mit einem Anstieg des Kreditvolumens im Jahresvergleich um satte 37 % auf 2,1 Mrd. USD glänzte. Das Bemerkenswerte daran: Normalerweise sinkt bei rasantem Kreditwachstum die Qualität der Schuldner. Dank CashAI passierte bei Dave das genaue Gegenteil: die Ausfallrate lag bei sehr niedrigen 1,69 %. Doch Dave ist nicht nur beim Risikomanagement stark, sondern ist auch ein Kundenmagnet. Allein im letzten Quartal gewann die App 695.000 neue Mitglieder hinzu. Die Kosten für die Neukundengewinnung belaufen sich dabei auf günstige 18 USD pro Kopf. Diese Effizienz befeuert die Margen und ließ den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) um 24 % in die Höhe schnellen. Trotz dieser operativen Glanzleistung und fast drei Millionen aktiven Nutzern fliegt die Aktie an der Wall Street noch immer etwas unter dem Radar, wobei das KUV mit 4,3 attraktiv erscheint. Am 28. Mai wurde bekannt, dass Dave American Woodmark ab 1. Juni im S&P Small Cap 600-Index ersetzen wird. Das könnte der Aktie nun weiteren Auftrieb geben. (9U8) (DAVE)