Aktien New York: Gewinne - Inflationsdaten überraschen positiv
NEW YORK (dpa-AFX) - Unerwartet niedrige Inflationsdaten haben die US-Börsen am Mittwoch teils merklich angetrieben. Der Preisindex PCE, ein von der
NEW YORK (dpa-AFX) - Unerwartet niedrige Inflationsdaten haben die US-Börsen am Mittwoch teils merklich angetrieben. Der Preisindex PCE, ein von der
Viatris ist ein Pharmaunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 21 Mrd. USD. Das Unternehmen entstand vor sechs Jahren aus der Fusion zwischen Upjohn (ehemals Pfizer) und Mylan. Es hat sich auf Generika spezialisiert, baut aber auch neue Einnahmequellen unter anderem mit Biosimilars auf. Im 1. Halbjahr erhielt Viatris 70 Neuzulassungen, das Jahresziel liegt bei über 100. Zusätzliches Potenzial steckt in der Pipeline. Cenerimod durchläuft Phase-3-Studien gegen systemischen Lupus, eine Autoimmunerkrankung. Beim Kandidaten Selatogrel schließt Viatris die Patientenrekrutierung für die Phase 3 noch in diesem Jahr ab. Bei positiven Ergebnissen würde dies die Aktie wohl weiter befeuern. In China hat Viatris umgesteuert. Nach Reformen mit staatlichen Sammelausschreibungen im Krankenhausgeschäft setzt der Konzern dort auf Apotheken und Onlinehandel und erwartet weiteres Wachstum. Parallel baut Viatris Schulden ab. Die Nettoverschuldung sank von 13,1 Mrd. USD Ende 2025 auf 12,5 Mrd. USD, das entspricht dem 2,9-Fachen des EBITDA. Im 1. Halbjahr flossen 550 Mio. USD über Aktienrückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurück. Weitere 730 Mio. USD für Rückkäufe sind genehmigt. Die Aktie ist mit einem KGV von 7 und einem KUV von 1,4 günstig bewertet, wobei ich mir vorstellen kann, dass erfolgreiche Markteinführungen hier eine Neubewertung auslösen könnten.
Bei Moog handelt es sich um einen Zulieferer, der sich auf die Entwicklung und Herstellung von Präzisionssteuerungen, Bewegungssteuerungssystemen und elektronischen Lösungen spezialisiert hat. Moog bedient eine breite Palette von Industrien, darunter die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Medizintechnik. Etwas 50 % der Umsätze stammen aus den Bereichen Raumfahrt- und Verteidigung. Zuletzt ist die Aktie nach dem guten Lauf, ohne unternehmensspezifische Neuigkeiten unter Druck geraten. Jetzt formt sich eine Base, wobei nun charttechnisch ein Kauf ins Auge gefasst werden kann. Bislang hat der US-Kongress den Verteidigungshaushalt für 2027 noch nicht verabschiedet, während eine Übergangsfinanzierung bis zum 11. Dezember die Mittel auf dem Niveau von 2026 einfriert und damit Wachstumsfelder wie Abfangraketen ausbremst. Dennoch: Operativ zeigt Moog keine Schwäche. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Erlöse um 15 % auf 1,12 Mrd. USD, das bereinigte EPS legte um 57 % auf 3,72 USD zu. Alle vier Geschäftsbereiche wuchsen zweistellig, der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 3,3 Mrd. USD. Parallel baut Moog Kapazitäten aus. Am 24. September ging in Niagara Falls ein neuer Reinraum für die Montage und Prüfung von Raumfahrt-Triebwerken in Betrieb, der die Kapazität um mehr als 80 % erhöht. Die Anlage ist auf Mehrschichtbetrieb ausgelegt und verkürzt die Lieferzeiten für militärische und kommerzielle Satellitenprogramme. Zudem erhielt Moog von der US Navy einen Auftrag über 16,5 Mio. USD zur Überholung von Stellantrieben für das Kipprotor-Flugzeug V-22. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 390 USD kann man nun darauf setzen, dass die Aktie bis Ende Oktober zunehmendes Aufwärtsmomentum entwickelt. (MOG)
Charttechnisch sehr spannend finde ich jetzt den israelischen Netzwerkspezialisten Silicom. Das Unternehmen hat die Durststrecke hinter sich gelassen und nach Jahren, in denen das Management vor allem auf wenige Großaufträge setzte und der Umsatz schrumpfte, jagt das Unternehmen seit rund zwei Jahren wieder kleinere Design-Wins. Der Kurswechsel greift: Das Wachstum zog von 17 % im 4. Quartal 2025 über 33 % im 1. Quartal 2026 auf 59 % im 2. Quartal an. Dort erreichten die Erlöse 23,8 Mio. USD bei einer Bruttomarge von 30,4 %. Für das 3. Quartal stellt Silicom 25 bis 26 Mio. USD in Aussicht, die Jahresprognose stieg von 82 bis 83 Mio. USD auf 93 bis 95 Mio. USD. Zum Jahresende plant das Unternehmen die Rückkehr in die Gewinnzone. Silicom baut Netzwerkkarten, die rechenintensive Aufgaben wie Verschlüsselung vom Hauptprozessor eines Servers übernehmen. Der neue Treiber heißt KI-Inferenz, also der laufende Betrieb trainierter KI-Modelle. Silicom setzt hier auf FPGAs, Chips, die sich nach der Auslieferung per Software umprogrammieren lassen. Ende Juni kam die erste Serienbestellung eines KI-Kunden. Für 2026 kalkuliert das Management mit 3 bis 4 Mio. USD Inferenz-Umsatz. Auch das Kerngeschäft liefert. Anfang September gewann Silicom einen Tier-1-Cybersecurity-Anbieter als Neukunden für ein 5G-fähiges Edge-Gerät mit mehr als 5 Mio. USD Jahresumsatz bei voller Stückzahl. Es ist der achte Design-Win 2026, so viele wie im gesamten Vorjahr. Dazu kommen eine White-Label-Switch-Familie und Beschleuniger für Post-Quanten-Kryptografie, die ab 2027 in Serie gehen. Die Aktie läuft seit Anfang Mai seitwärts und macht sich nun bereit, die Base nach oben zu verlassen. Mit dem Ausbruch über die Marke von 53 USD könnte man hier auf die Trendfolge spekulieren. (SILC)