Aktien Frankfurt: Dax moderat im Plus - Unsicherheit bleibt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag von seinen Verlusten zum Wochenauftakt etwas erholt. Er präsentierte sich vor
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag von seinen Verlusten zum Wochenauftakt etwas erholt. Er präsentierte sich vor
Arrowhead Pharmaceuticals (ARWR) entwickelt Medikamente auf Basis der RNA-Interferenz (RNAi). Diese Technologie zielt darauf ab, krankheitsverursachende Gene quasi "stummzuschalten", bevor die schädlichen Proteine überhaupt gebildet werden. Dies gilt als einer der innovativsten Ansätze in der modernen Biotechnologie. Der Markt für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ist riesig. Wenn Arrowhead beweisen kann, dass ihr Medikament schwere Hypertriglyceridämie sicher und effektiv senkt, könnte das Medikament zu einem Blockbuster werden. Morgan Stanley glaubt, dass dieser potenzielle Erfolg im aktuellen Aktienkurs noch nicht vollständig eingepreist ist. Morgan Stanley hat Arrowhead Pharmaceuticals am 21. April von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 78 auf 100 USD angehoben. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Momentum der Aktie im Vorfeld der Phase-3-Daten zu schwerer Hypertriglyceridämie im 3. Quartal anhalten wird. Morgan Stanley erwartet, dass positive Daten „eine milliardenschwere Marktchance erschließen werden, die auf dem aktuellen Kursniveau noch unterschätzt wird“, teilte der Analyst mit. Er sieht außerdem Handlungsspielraum (Optionalität) in der Medikamenten-Pipeline und einen vorteilhaften Ausblick für Arrowhead. Charttechnisch könnte die Aktie als Reaktion auf den positiven Analystenkommentar über eine Widerstandslinie ausbrechen und dadurch ein prozyklisches Kaufsignal triggern. Anschließend könnte sich die Aufwärtsbewegung in Richtung des 52-Wochenhochs ausweiten.
Palo Alto Networks (PANW) positioniert sich mit seinem umfassenden Cybersicherheitsangebot gezielt für die neuen Risiken der KI-Ära. Das Unternehmen profitiert von der voranschreitenden Plattformkonsolidierung, bei der Kunden vermehrt zentrale Sicherheitslösungen statt einzelne Punktlösungen nutzen. Mit den Übernahmen von CyberArk Software (Identitätssicherheitslösungen) und Chronosphere (Observability) wird das Marktpotenzial ausgedehnt. Abgeschlossen wurde am 14. April die Akquisition von Koi für den Schutz von KI-Agenten auf Endgeräten. Damit wird der zunehmende Zugriff von KI-Agenten auf Unternehmensdaten mit weitgehenden Berechtigungen besser abgesichert. Am 21. April rufen die Analysten von Berenberg mit 215 USD (Buy) ein Aufwärtspotenzial von rund 25 % bei Palo Alto Networks (PANW) aus. Die Experten sprechen von einem „seltenen Qualitäts-Compounder“, der „mehrere Wachstumstreiber mit einer starken Produktbreite und erstklassiger Umsetzung“ kombiniert. KI soll dabei den nächsten Wendepunkt für das Unternehmen darstellen. Bedeutend war Ende März auch der Insiderkauf des CEO für insgesamt rund 10 Mio. USD. Im jüngsten 2. Quartal überzeugte das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 15 % und einer Nettogewinnsteigerung von über 27 %. Im Fokus stehen weiterhin die jährlich wiederkehrenden Erlöse (ARR) im Bereich Next-Generation Security (NGS) mit einem Anstieg von 33 % auf 6,33 Mrd. USD. Hier soll es im laufenden Quartal eine Beschleunigung auf 56 % bzw. 7,94 bis 7,96 Mrd. USD geben. Langfristig werden bis 2030 bereits 20 Mrd. USD angepeilt. Die Aktie könnte nun die Trendwende einleiten.
York Space Systems sollte man im Blick behalten. Nach dem IPO Ende Januar hatte ich das Unternehmen ausführlich im Tenbagger-Magazin vorstellt. Es handelt sich um einen Satellitenhersteller, der u. a. durch die starke Auftragslage im Rüstungssektor profitiert. Ein wichtiger Kunde ist das US-Verteidigungsministerium. Was mir gefällt ist der starke Auftragsbestand in Höhe von 543 Mio. USD, wobei York eine sehr hohe Erfolgsquote bei Regierungsverträgen aufweist. Bei den wichtigen Verträgen der Space Development Agency (SDA) für das Satellitennetzwerk PWSA liegt die Zuschlagsquote des Unternehmens bei rund 83 %. Der Umsatz soll bis 2030 deutlich wachsen. Lag dieser im Jahr 2025 bei 386 Mio. USD, soll dieser im Jahr 2030 bereits bei 1,57 Mrd. USD liegen, während das Unternehmen im Jahr 2027 bereits profitabel sein dürfte. Die Aktie hat Mitte April die IPO-Base bei 35 USD nach oben verlassen. Hier könnte man nun darauf setzen, dass sich die Aktie zeitnah nachhaltig nach oben absetzt. Das Risiko könnte man etwa im Bereich von 33 USD begrenzen. (YSS)