ROUNDUP/Aktien New York: S&P 500 auf Rekordhoch - Cisco leidet unter KI-Ausblick
NEW YORK (dpa-AFX) - Öl- und Erzeugerpreise haben am Donnerstag in die Karten der Anleger am US-Aktienmarkt gespielt. Der marktbreite S&P
NEW YORK (dpa-AFX) - Öl- und Erzeugerpreise haben am Donnerstag in die Karten der Anleger am US-Aktienmarkt gespielt. Der marktbreite S&P
Die Aktie von Sphere Entertainment ist jetzt aus mehreren Gründen interessant. So verändert das Unternehmen sein Geschäftsmodell. Aus einer teuren einzelnen Spielstätte in Las Vegas soll ein skalierbares Netzwerk, verteilt auf mehrere Standorte werden. Dass das klappt, zeigt die Show "The Wizard of Oz at Sphere“. Seit der Weltpremiere am 28. August 2025 hat sie mehr als 3,6 Mio. Besucher angezogen und über 450 Mio. USD Ticketumsatz erzielt, bei mehr als 850 Vorstellungen. Das ergibt rund 125 USD Ticketumsatz pro Gast, ohne Merchandise und Gastronomie. Im 2. Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz um 11 % auf 313,6 Mio. USD. Das Sphere-Segment wuchs um 29 % auf 226,4 Mio. USD, das bereinigte Betriebsergebnis dort um 60 % auf 39,9 Mio. USD. Der Umsatzanstieg von 50,8 Mio. USD im Segment führte zu einem Anstieg des bereinigten Betriebsergebnisses um 15 Mio. USD. Der operative Cashflow der ersten sechs Monate 2026 lag bei 102,6 Mio. USD, nach einem Abfluss von 52,7 Mio. USD im Vorjahreszeitraum. Zum 30. Juni 2026 verfügte das Unternehmen über rund 552 Mio. USD an liquiden Mitteln bei 780 Mio. USD Gesamtschulden. Das Management plant eine überarbeitete Version von "The Wizard of Oz" sowie "The Rocky Horror Picture Show at Sphere" ab März 2027. Bis Ende 2027 sollen drei bis vier eigenständige Sphere-Experiences verfügbar sein. Die Expansion erfolgt kapitalschonend: In Abu Dhabi finanziert die dortige Tourismusbehörde den Bau, Sphere erhält eine Franchise-Gebühr, Servicegebühren während der Bauphase und Lizenzzahlungen nach Eröffnung, geplant bis Ende 2029. In National Harbor soll ein Drittinvestor den Bau übernehmen, während Sphere den Betrieb per Langfristmiete führt. Die Aktie bricht nun aus einer mehrwöchigen Base auf ein neues Allzeithoch bei 175 USD aus. Diesem Ausbruch könnte man folgen, wobei ich das Risiko bei spätestens 160 USD begrenzen würde. (SPHR)
Red Violet begleite ich im Tenbagger-Depot bereits seit dem Jahr 2021 und habe sie zuletzt wieder ausführlich besprochen. Das Unternehmen ist im Bereich der Datenfusion tätig und geriet zwischenzeitlich wegen KI-Disruptionsängsten in Ungnade. Was Red Violet macht: riesige Datenmengen einkaufen und diese mithilfe der KI-Plattform CORE zu hochpräzisen Personenprofilen verdichten. Die aktuellen Zahlen vom 11. August bestätigen die These, dass Red Violet kein Opfer von KI ist, sondern ein Profiteur, da die firmeneigenen Datenmengen nicht einfach durch KI ersetzt werden können, sondern durch sie noch wertvoller werden. Die Zahlen zum 2. Quartal fielen stark aus. Der Umsatz stieg um 23 % auf einen Rekordwert von 26,7 Mio. USD. Der Nettogewinn kletterte von 2,7 Mio. USD im Vorjahresquartal auf 5,0 Mio. USD. Die bereinigte Bruttomarge erreichte mit 86 % einen Rekordwert, die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 7 Prozentpunkte auf 42 % bei einer EBITDA von 11,2 Mio. USD. Der operative Cashflow legte um 42 % auf 10,6 Mio. USD zu, ebenfalls ein Rekord. Besonders bemerkenswert: Mit 447 neuen IDI-Kunden verzeichnete Red Violet den stärksten Kundenzuwachs der Firmengeschichte, die Gesamtzahl kletterte auf 10.869. Auch FOREWARN, die App für Identitätsprüfung vor persönlichen Kundenterminen, wuchs kräftig und zählt inzwischen mehr als 443.000 Nutzer sowie 660 unter Vertrag stehende Maklerverbände. Vier der fünf Geschäftsbereiche erzielten Rekordumsätze. Um die Wachstumsdynamik zu finanzieren, hat Red Violet Anfang August eine Kapitalerhöhung über rund 109 Mio. USD abgeschlossen, mit der auch strategische Übernahmen finanziert werden sollen. Mit dem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kann auf die Trendfolge gesetzt werden. (RDVT)
Spanned ist jetzt die Aktie von Karat Packaging. Das Unternehmen hat im 2. Quartal 2026 den bislang höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Hersteller und Distributor von Einweg-Verpackungsprodukten für die Gastronomie steigerte den Nettoumsatz um 9,9 % auf 136,3 Mio. USD und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,48 USD und lag damit deutlich über den Schätzungen, getrieben auch durch Rückerstattungen im Rahmen des IEEPA-Zolltarifprogramms. Der eigentliche Wachstumstreiber bleibt das Onlinegeschäft: Die Erlöse in diesem Segment kletterten um 23,6 % im Quartalsvergleich, im Monat Juli lag das Wachstum laut CEO Alan Yu bereits bei über 37 %. Das Unternehmen bestätigt damit das für 2026 ausgegebene Ziel von 100 Mio. USD Onlineumsatz. Zusätzlich gewann Karat Packaging im 2. Quartal vier neue Großkunden aus dem Filialgeschäft, deren Umsatzbeitrag ab dem 4. Quartal 2026 einsetzt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Karat Packaging ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich sowie eine Bruttomarge im niedrigen 40er-Prozentbereich. Der Vorstand erhöhte zudem die Quartalsdividende von 0,45 USD auf 0,47 USD je Aktie. Nach den Quartalszahlen kam es zu einem Up-Gap unter erhöhtem Volumen. Mit des Ausbruch über das Hoch bei 49 USD könnte man nun auf die Trendfolge Richtung 60 USD setzen. (KRT)