Aktien New York: Nasdaq nach jüngster Stabilisierung wieder schwächer
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Technologiebörse Nasdaq zeigt sich am Dienstag nach jüngster Stabilisierung wieder anfällig für Verluste. Vor den nach
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Technologiebörse Nasdaq zeigt sich am Dienstag nach jüngster Stabilisierung wieder anfällig für Verluste. Vor den nach
Was fällt auf? Eine Branche, die weiterhin nach oben will, ist die Ölbranche. Gestern hatte ich auf EOG Resources aufmerksam gemacht. Eine Stufe weiter in der Wertschöpfungskette befindet sich Marathon Petroleum. Das Unternehmen betreibt 13 Raffinerien in den USA und verarbeitet Rohöl zu Benzin, Diesel und Kerosin. Während Förderer wie EOG am Ölpreis verdienen, lebt Marathon von der Spanne zwischen Rohöl und Fertigprodukten. Und diese Spanne ist 2026 regelrecht explodiert. Laut Internationaler Energieagentur fehlten im 3. Quartal weltweit 1,7 Mio. Barrel Diesel pro Tag gegenüber dem Vorjahr, im September kostete Diesel zeitweise mehr als 200 USD je Barrel. Die Ausfälle aus Russland und dem Nahen Osten lassen sich nicht schnell ersetzen, neue Raffineriekapazität ist auf zwei Jahre nicht in Sicht. Marathons Anlagen stehen sicher auf US-Boden, nutzen günstiges heimisches Erdgas und produzieren rund 5 % billiger als internationale Wettbewerber. Im 2. Quartal sprang der Gewinn je Aktie auf 17,73 USD nach 3,96 USD im Vorjahr. Für das 3. Quartal, (Zahlen kommen am 3. November), erwarten Analysten 25,35 USD je Aktie. Ein weiterer Treiber bei der Aktie ist die Beteiligung an MPLX. Der Pipelinebetreiber transportiert und verarbeitet rund 10 % des US-Erdgases und will seine Ausschüttung 2026 und 2027 um jeweils 12,5 % steigern. LNG-Exporte und der wachsende Strombedarf sorgen für Volumen. Daneben kauft das Unternehmen massiv eigene Aktienr zurück. Allein im 2. Quartal flossen 2,5 Mrd. USD in eigene Papiere. Raymond James hob am 19. Oktober das Kursziel von 445 auf 560 USD an und bestätigte das Votum Outperform. Nach einer kurzen Konsolidierung könnte die Aktie zeitnah bereit sein, weiter durchzustarten. Der EMA 30 hat zuletzt immer wieder als Unterstützung gedient. Diesen sollte man also im Blick behalten. (MPC)
EOG Resources gehört zu den führenden US-Öl- und Erdgasexplorern. Die Hauptfördergebiete liegen in New Mexico und Texas in den USA. Dazu kommen Projekte in Trinidad, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Was mir gefällt ist, dass EOG eine erstklassige Bilanz aufweist, konsequent Cashflow an seine Aktionäre ausschüttet und das Geschäftsmodell auf niedrige Kosten zielt: Der Investitionsplan für 2026 trägt sich laut Management schon bei einem WTI-Preis unter 50 USD je Barrel. Bei aktuell rund 100 USD sprudelt der Cashflow wie verrückt. Im 2. Quartal 2026 stieg der Umsatz um 57 % auf 8,62 Mrd. USD, der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte mit 5,07 USD einen Rekord, und der freie Cashflow kletterte von 973 Mio. USD auf 2,8 Mrd. USD. Dieses Geld landet bei den Aktionären. EOG schüttet mindestens 70 % des jährlichen freien Cashflows aus. Neue Fantasie liefert Abu Dhabi. Auf dem rund 3.600 km² großen Block UCO3 hält EOG 100 % und die Betriebsführung. Die ersten beiden Bohrungen mit 1,6 km Horizontalstrecke förderten in den ersten 30 Tagen jeweils mehr als 25.000 Barrel Öl, ganz ohne Pumpen. Bis Jahresende folgen Bohrungen mit über 3,2 km Länge. ADNOC hält eine Option auf eine Beteiligung an der späteren Produktion. Die Aktie steht am Allzeithoch und könnte mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 155 USD nun weiter durchziehen. Hier könnte man auf einen Up-drift bis zum 5. November setzen. Dann stehen die Zahlen zum 3. Quartal an. (EOG)
Am 7. Oktober meldete Richardson Electronics das neunte Quartal in Folge ein Umsatzwachstum, wobei die Erwartungen klar übertroffen wurden. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz um 18,9 % auf 64,9 Mio. USD. Analysten hatten rund 59 Mio. USD erwartet. Der Gewinn je Aktie verdoppelte sich auf 0,27 USD, der Konsens lag bei 0,09 USD. Wichtigster Treiber bleibt das Segment Power and Microwave Technologies (PMT). Es wuchs um 19,7 % auf 46,8 Mio. USD. Getragen wurde das Wachstum von Hochfrequenz-Komponenten für Radar und Satellitenkommunikation und von Baugruppen für Anlagen zur Chipfertigung, dem margenstärksten Geschäft im Konzern. Die Sparte Green Energy Solutions legte um 27,1 % auf 9,2 Mio. USD zu. Hier wirkten Module für Windkraftanlagen und die ersten Batteriespeichersysteme. Das Displaygeschäft Canvys wuchs um 7,9 %. Für die kommenden Quartale spricht vor allem der Auftragsbestand. Mit 184,4 Mio. USD liegt er 36,9 % über dem Vorjahr und auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Zusätzlich fertigt Richardson künftig Elektromotoren für C-Motive Technologies, der Serienstart ist für 2027 geplant. Die Aktie legte unter hohem Volumen nach der Zahlenbekanntgabe um gut 7 % zu und könnte nun zügige das Jahreshoch bei 24 USD ansteuern. (RELL)