Aktien Frankfurt Eröffnung: Stabilisierung - Dax-Wochenbilanz aktuell tiefrot
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den starken Verlusten seit Wochenbeginn hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst stabilisiert. Der Leitindex Dax
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den starken Verlusten seit Wochenbeginn hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst stabilisiert. Der Leitindex Dax
Amprius Technologies (AMPX) hat sich auf fortschrittliche Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert, die mit Siliziumanoden statt herkömmlicher Graphitanoden fast die doppelte Energiedichte erreichen. CEO Thomas Stepien spricht wie bei einem Espresso von der gleichen Energie in einem viel kleineren Design. Mit über 100 Neukundengewinnen im letzten Quartal wächst der Kundenstamm auf über 550 Unternehmen an. Chancen gibt es bei Drohnen, leichten Elektrofahrzeugen, Satelliten bis hin zur Robotik. Dabei werden SpaceX, Airbus, AST Space Mobile, AeroVironment oder im Robotikmarkt auch Tesla und Boston Dynamics als Kunden oder zumindest relevante Zielunternehmen angeführt. Die Umstellung auf die neuen SiCore-Batterien leitet mit einem im Jahr 2025 auf 73 Mio. USD mehr als verdreifachten Umsatz die nächste Wachstumsphase ein. Über ein Asset Light-Modell wird auf eigene Fabriken verzichtet. Stattdessen in den USA und Südkorea die Partnerschaften mit Auftragsfertigern ausgebaut. Rückenwind gibt es auch durch den US National Defense Authorization Act (NDAA), wonach Batterien des Verteidigungsministeriums ab dem 1. Januar 2028 nicht mehr von bedenklichen ausländischen Unternehmen (Foreign Entities of Concern) bezogen oder montiert werden dürfen. Das 4. Quartal überzeugte nun mit einem Umsatzplus von 137 %, wobei es auch sequenziell ein Wachstum von 18 % gab. Die Bruttomarge konnte dank der Skaleneffekte und dem günstigen Produktmix im Jahresvergleich um 45 Prozentpunkte auf 24 % gesteigert werden. Bis 2030 sollen vertraglich gesicherte Produktionskapazitäten von 600 Mio. USD optimal genutzt werden. Im laufenden Fiskaljahr 2026 sollen die Erlöse erneut über 70 % auf 125 Mio. USD zulegen. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 4 Mio. USD betragen. Die Aktie könnte nun auf ein neues Allzeithoch ausbrechen.
Mit Adesso und GFT (i) haben schon zwei IT-Dienstleister ihre Zahlen samt Ausblick vorgelegt. Die KI-Sorgen wurden eher beiseite gewischt. Vor allem GFT könnte sich mit seiner Ausrichtung als KI-zentriertes Unternehmen exakt in die richtige Richtung bewegen, um über die nächsten Jahre bis 2029 das Wachstum zu beschleunigen. Bei einem KGV von unter 10 per 2026 ergibt sich für die Aktie ein hohes Potenzial, wenn die Guidance erreicht wird. Denn es zeichnet sich ab, dass die IT-Dienstleister dank KI mehr große Projekte in kürzerer Zeit bei weniger Personalbedarf schultern können. Das Billionen-Grab: Die Chance der Legacy-Systeme Der Kern der Wachstumsstory liegt in der sogenannten Legacy-Modernisierung. Als „Legacy-Systeme“ bezeichnet man veraltete, oft Jahrzehnte alte IT-Infrastrukturen, die das Rückgrat globaler Banken und Versicherungen bilden. Weltweit sind schätzungsweise noch 250 Milliarden Zeilen COBOL-Code aktiv im Einsatz. 75 % aller Banken basieren auf solchen veralteten Kernsystemen. Diese Systeme sind starr, riskant in der Wartung und bilden eine enorme finanzielle Last. GFT schätzt, dass sich der Markt für Modernisierungen bis 2030 auf 57 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln wird. Ein Volumen, das bisher aufgrund von Komplexität und Personalmangel kaum zu bewältigen war, wird durch KI nun wirtschaftlich attraktiv. Wynxx: Skalierbarkeit statt Personal-Falle Hier setzt die „Wynxx Agentic AI“-Plattform an. GFT transformiert sich von einem reinen Personal-Dienstleister zu einem KI-zentrierten Technologiehaus. Durch den Einsatz von KI-Agenten und Modellen wie Anthropic Claude erzielt GFT Produktivitätssteigerungen von 40 bis 70 Prozent in der Softwareentwicklung. Die Plattform automatisiert den gesamten Lebenszyklus von der Analyse alter Business-Logik (mit 95 % Genauigkeit) bis zum automatisierten Code-Umschreiben. GFT kann gigantische Modernisierungsprojekte in Quartalen statt in Jahren abschließen und das mit deutlich weniger manuellem Aufwand. KI ermöglicht komplexe Aufgaben in kürzerer Zeit und mit höherer Marge zu erledigen. Vision 2029: Das Wachstum soll sich beschleunigen Bereits für das Geschäftsjahr 2026 gibt das Management eine klare Richtung vor: Der Umsatz soll auf rund 930 Millionen Euro steigen (ein Plus von ca. 5 % gegenüber den 888 Millionen Euro in 2025). Besonders im Fokus steht die Profitabilität. Das bereinigte EBIT soll auf etwa 71 Millionen Euro zulegen, wobei GFT eine stabile und solide bereinigte EBIT-Marge von 7,6 % anstrebt. Dieser Aufwärtstrend dient als Rampe für die Ziele bis 2029. CEO Marco Santos plant einen Umsatzsprung auf 1,5 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll auf 9,5 Prozent klettern. Das Unternehmen ersetzt sukzessive traditionelle, rein personalintensive IT-Services durch KI-native Engineering-Modelle und eigene IP.
Veeva Systems (VEEV) hat sich in den letzten Jahren mit bereits 1.552 Kunden zum digitalen Rückgrat der globalen Life-Sciences-Industrie entwickelt. Im Fokus stehen CRM-Systeme, mit denen Kunden aus den Bereichen Pharma, Biotech und Medizintechnik ihre Beziehungen zu medizinischen Fachkräften und Vertriebsteams verwalten können. Große Fortschritte gibt es mit bereits 140 Kunden bei der Migration zum hauseigenen Vault CRM-System, das auch 14 der weltweit 20 größten Pharmaunternehmen erreichen dürfte. Vorantegrieben wird der Umstieg auch durch die Einführung von Veeva AI mit integrierten KI-Agenten. Aufgrund der Fortschritte wird der Support des älteren Veeva CRM bereits im Dezember 2029 eingestellt. Das Geschäft wird mit einem starken Wachstum der Development Cloud und Quality Cloud für Forschung und Entwicklung (F&E), klinische Studien, regulatorische Angelegenheiten (RIM) und Qualitätssicherung weiter diversifiziert, wodurch der CRM-Umsatzanteil von derzeit 20 % bis 2030 auf 10 % abnehmen dürfte. Gründer und CEO Peter Gassner sieht für Veeva Systems durch KI keine Gefahr, sondern eine symbiotische Beziehung mit LLM-Anbietern wie Anthropic oder OpenAI. Begründet wird dies damit, dass LLMs als Motor für die bereitgestellten spezialisierten Anwendungen fungieren, wobei Veeva mit sauberen Daten für regulatorische Tiefe sorgt. Das 4. Quartal überzeugte mit einem Umsatzplus von 16 % und einer Nettogewinnsteigerung von über 18 %. Nachdem mit einem Jahresumsatz von 3 Mrd. USD ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde, soll bis 2030 eine Steigerung auf 6 Mrd. USD gelingen. Für das Fiskaljahr 2027 rechnet das Management mit einem Umsatz zw. 3,59 und 3,60 Mrd. USD (Konsens: 3,56 rd. USD) sowie einem Nettogewinn von 8,85 USD je Aktie (Konsens: 8,60 USD). Die Qualitätsaktie könnte nun eine neue Aufwärtsbewegung starten.