Aktien Frankfurt: Dax legt zu - Wirtschaftshoffnung, Unternehmenszahlen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine anziehende Wirtschaft sowie positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte in
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine anziehende Wirtschaft sowie positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte in
Oddity will mit digitalen und KI-basierten Produkten den Schönheits- und Wellnessmarkt revolutionieren. Über das israelische Unternehmen, das Mitte 2023 an die Börse ging, habe ich im Tenbagger-Forum nach dem IPO ausführlich berichtet. Das Unternehmen bedient mehr als 40 Mio. Nutzer mit seiner KI-gesteuerten Online-Plattform. Es nutzt Daten, um Verbraucherbedürfnisse zu erkennen und entwickelt entsprechende Schönheits- und Wellnessmarken wie Kosmetikprodukte von Il Makiage und Haut- und Haarpflegemittel von Spoiled Child. Am 25. Februar überzeugte das Unternehmen mit einem Rekordumsatz im Q4 von 124 Mio. USD, wobei der Umsatz um 27 % im Jahresvergleich stieg. Das EPS konnte um 33 % auf 0,20 USD zulegen, was deutlich über dem Konsens von 0,13 USD lag. Oddity tätigt weiterhin Investitionen in KI-gestützte Algorithmen und Vision-Technologien für neue Marken, darunter eine Telehealth-Plattform zur Behandlung medizinischer Haut- und Körperprobleme. Ferner setzt das Unternehmen auf den Ausbau von Oddity Labs, um neue Moleküle und Produkte zu entwickeln. Mit Blick auf das laufende Quartal erwartet Oddity einen Umsatz zwischen 258 Mio. USD und 262 Mio. USD. Dies ist mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem 4. Quartal und liegt deutlich über dem Konsens, weshalb die Aktie nun weiter durchstarten und ihre einjährige Seitwärtsphase beenden könnte. Hier kann man nun darauf setzen, dass der Sprung über den Widerstand bei 50 USD gelingt. (ODD)
Auto1 ist ein führender Online-Händler für Gebrauchtwagen. Zur Gruppe gehören die Marken „wirkaufendeinauto“, „Autohero“ sowie „Auto1“. In Europa kommt der Konzern auf einen Marktanteil von rund 2,5 %. Vor allem die schnelle und unkomplizierte Möglichkeit ein Fahrzeug aus einem großen Angebotspool zu kaufen, nutzen offenbar viele Verbraucher. Eine Finanzierung beim Autokauf via Auto1 abzuschließen, dauert durch das digitale Geschäftsmodell nur 5 Minuten. Das Momentum beim Konzern zeigen auch die aktuellen Zahlen. Denn im 4. Quartal kletterte der Absatz um 24,8 % auf 183.083 Einheiten, wodurch der Bruttogewinn um 50,5 % auf 201,3 Mio. Euro steig. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 41,7 Mio. Euro auf 37,2 Mio. Euro. Damit ist man auf Kurs seinen Marktanteil von 2,5 % in Richtung der 10 % auszuweiten. Die EBITDA-Marge soll von rund 2,2 % im 4. Quartal 2024 (2024: 1,7 %) auf 5 bis 9 % in der langfristigen Perspektive zulegen. Die Marktteilnehmer werden mehr Vertrauen in diese Perspektive gewinnen, weil Auto1 aktuell abliefert. Dazu passt auch die 2025er Prognose. Der Absatz wird um mindestens 7 % auf 735.000 Fahrzeuge zulegen und das EBITDA soll mehr als 24 % auf mindestens 135 Mio. Euro steigen. Mit einem TS-Wert von 4,4 gehört Auto1 zu den trendstärksten Aktien am deutschen Markt. Die Ergebnisse samt Ausblick sorgen für einen Ausbruch auf ein neues 52-Wochenhoch aus der Base um 20 Euro. Damit startet die Trendfolge.
Ich neige stark dazu, in der aktuellen Steuerdebatte rund um Kreuzfahrtunternehmen, die einen SellOff bei Top-Unternehmen wie CCL, NCLH etc. ausgelöst hat, eine typische Überreaktion des Marktes. Die jüngsten Kurseinbrüche bei Carnival, Norwegian und Royal Caribbean von über 10 % nach den Äußerungen von Handelsminister Lutnick halte ich für übertrieben. Und wenn man bedenkt, dass allein Royal Caribbean im letzten Jahr seinen Wert mehr als verdoppelt hat, erscheint mir die Korrektur eher als gesunde Gewinnmitnahme. Zudem haben die Unternehmen langjährige Erfahrung mit Steueroptimierung und könnten notfalls ihre Schiffe „umflaggen“, um den möglichen steuerlichen Schaden schnellstmöglich zu reduzieren. Der Markt scheint meine Einschätzung zu teilen – alle drei Aktien haben bereits begonnen, sich zu erholen. Letztendlich bleibt die Nachfrage der entscheidende Faktor, und diese zeigt sich in den jüngsten Branchenberichten weiterhin robust. Die Steuerdebatte ist für Kreuzfahrtaktien wie ein plötzlicher Sturm – unangenehm, aber keine existenzielle Bedrohung für die Branche. Mit starker Nachfrage und bereits eingepreisten Steuerrisiken bieten die gefallenen Kreuzfahrtaktien jetzt attraktive Einstiegschancen für mutige Anleger!