ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Freundliche Tendenz zum Monatsende
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Vortageserholung gebremst fortgesetzt. Der Dax notierte im frühen Handel 0,3
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Vortageserholung gebremst fortgesetzt. Der Dax notierte im frühen Handel 0,3
United Therapeutics (UTHR) hat sich mit dem Kernprodukt Tyvaso (Treprostinil) auf die Behandlung seltener Lungenerkrankungen spezialisiert. Zulassungen gibt es bereits für Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) und pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit interstitieller Lungenerkrankung (PH-ILD). Die am 30. März veröffentlichten Phase-3-Studienergebnisse (TETON-1) zur Zulassungserweiterung für idiopathische Lungenfibrose (IPF) konnten die Ergebnisse der internationalen TETON-2-Studie erneut deutlich übertreffen. Mit einer bis zum Sommerende geplanten FDA-Zulassungsentscheidung könnten weitere 100.000 Patienten in den USA erreicht werden. Die Jefferies-Analysten bestätigen das Kursziel von 668 USD (Buy) und auch RBC Capital rechnet mit einer beschleunigten Zulassung und sieht einen hohen Maßstab für Wettbewerber. Demnach könnte allein IPF bis 2035 konservativ betrachtet einen zusätzlichen Umsatz von 3,3 Mrd. USD herbeiführen. Oppenheimer sprach bereits von einem potenziellen zusätzlichen IPF-Umsatz von 5,4 Mrd. USD bis 2033. Wachstumsfantasie liefert auch der orale Wirkstoff Ralinepag zur einmal täglichen Einnahme bei PAH-Patienten nach der positiven Phase-3-ADVANCE OUTCOMES-Studie und einem geplanten FDA-Zulassungsantrag in der 2. Jahreshälfte 2026. Hinzukommt auch TreSMI mit einer geplanten Markteinführung für 2027 als neuartige Formulierung mit Soft-Mist-Inhalatoren, die den Reizhusten der bisherigen Trockenpulverinhalatoren um 90 % reduziert. Ausgehend vom Umsatzmeilenstein mit 3 Mrd. USD soll bis Ende 2027 eine jährliche Umsatzrate von 4 Mrd. USD erreicht werden. Verkündet wurde zudem am 9. März ein neues 2 Mrd. USD schweres Aktienrückkaufprogramm über das nächste Jahr. Die Aktie überzeugt beim Wachstums-Check mit 14 von 15 möglichen Punkten und erreicht beim Qualitäts-Check die Höchstpunktzahl.
Mit Verbio hatten wir zum Start des Iran-Krieg den „Top-Profiteur“ in den Live-Trading-Sektionen sowie der Trader-Zeitung herausgearbeitet. Seither stieg die Aktie um nahezu 100 %. Jetzt beginnt sich mit SÜDZUCKER ein weiterer Wert in Bewegung zu setzen, der zumindest von den gestiegenen Preisen für Ethanol profitiert. So haben sich die Preise für pflanzliches Ethanol mit einer Treibhausgaseinsparung von 75 % seit Ende Februar um über 15 % erhöht. Der Ethanol-Turbo und der Iran-Faktor Der globale Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt – und Südzucker sitzt als einer der größten Bioethanol-Produzenten (via CropEnergies) in der ersten Reihe. Steigende Ethanolpreise verbessern nicht nur direkt die Margen im Kraftstoffsegment, sondern wirken auch als indirekter Preistreiber für Zucker. In Regionen wie Brasilien wird bei hohen Energiepreisen vermehrt Zuckerrohr zur Ethanolproduktion umgeleitet, was das globale Zuckerangebot verknappt. MWB stufte auf Kaufen mit Ziel 15 Euro Die Analysten von MWB hatten am Montag ihr Kursziel von 9,00 Euro auf 15,00 Euro angehoben. Trotz erwarteter Sonderabschreibungen von bis zu 550 Mio. Euro im Segment Zucker für das Geschäftsjahr 2026, sieht das Analysehaus klare Anzeichen für eine Marktwende. Direkt profitiert der Konzern durch deutlich höhere Deckungsbeiträge in der Bioethanol-Sparte. Indirekt führt der energetische Preisdruck dazu, dass globale Wettbewerber – insbesondere in Südamerika – ihre Produktion massiv in Richtung Biokraftstoffe verschieben. Dies entzieht dem Weltmarkt signifikante Zuckermengen, was die Notierungen stützt. In den letzten Wochen stiegen die Zuckerpreise bereits um über 10%. Barclays: Von „Untergewichten“ direkt auf „Übergewichten“ Besonders bemerkenswert ist die radikale Neubewertung durch Barclays. Die britische Bank übersprang die „Halten“-Stufe und stufte das Papier gleich um zwei Stufen hoch. Die Analysten betonnen, dass die aktuellen Ethanol-Preissprünge die Gewinne der kommenden zwei Jahre „klar steigern“ und operative Risiken drastisch reduzieren dürften. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert die Aktie immer noch rund 35 % unter ihren Höchstständen von 2023, was ein attraktives Bewertungsfenster öffnet. Fazit: Die klassische Nachzügler-Wette Südzucker ist eine Nachzügler-Chance. Der Markt könnte wegen den gestiegenen Preisen nun eine bessere Ertragsentwicklung spielen, zumal die USA auch eine Reduktion des Iran-Kriegs erwägen und das ohne die Öffnung der Straße von Hormus.
Der globale Aluminiummarkt steht unter Schock, und Alcoa positioniert sich als einer der größten Gewinner. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Infrastruktur der Wettbewerber treffen, schoss der Preis für das Leichtmetall heute um 5 % auf 3446,5 USD je Tonne nach oben - ein neues 3-Jahreshoch. Für den US-Aluminiumriesen ALCOA bedeutet dieses Umfeld nicht nur höhere Umsätze, sondern eine signifikante Margenausweitung und die Chance auf ein neues 52-Wochenhoch. Geopolitische Risiken treffen 9 % der Weltproduktion Auslöser der Preisrally waren Kriegsschäden an den Anlagen von Emirates Global Aluminium und Aluminium Bahrain. Berichte über Raketen- und Drohnenangriffe haben die Exportkapazitäten in der Region eingeschränkt. Analysten schätzen, dass zwischen 4 Mio. USD und 5 Mio. USD Tonnen an Aluminiumexporten gefährdet sind. Das entspricht rund 9 % der weltweiten Produktion. In einem Markt, der ohnehin durch knappe Lagerbestände und eine robuste Nachfrage in den Bereichen Luftfahrt und erneuerbare Energien gekennzeichnet ist, wirkt dieser Ausfall wie ein Brandbeschleuniger. Alcoa: Operative Stärke in turbulenten Zeiten In diesem Szenario rückt Alcoa in den Fokus institutioneller Investoren. Als vertikal integrierter Produzent mit starker Präsenz in Nordamerika und Australien ist der Konzern weit weniger von den Störungen im Nahen Osten betroffen als die globale Konkurrenz. Im Gegenteil, Alcoa könnte von stärkeren Margen und erneutem Investoreninteresse im Zusammenhang mit Lieferengpässen profitieren. Das für 2026 erwartet EPS von 6,03 USD könnte angesichts der verbesserten Preise höher ausfallen, sodass das KGV in den einstelligen Prozentbereich abrutscht. Fazit Die Aktie von Alcoa peilt aktuell den Ausbruch auf das 52-Wochenhoch an. Sollte der Aluminiumpreis sein hohes Niveau halten oder weiter steigen, ist der Weg für eine nachhaltigen Trendfortsetzung frei. Trader setzen darauf, dass die höheren Realisierungspreise die kommenden Quartalsergebnisse stützen werden.