ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste verringert - USA will Schiffe schützen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Zwar konnten die wichtigsten Indizes
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Zwar konnten die wichtigsten Indizes
Die Lottomatica Group S.p.A. ist der dominierende Akteur auf dem stark regulierten italienischen Glücksspielmarkt. Am 3. März konnte der Konzern die Investoren mit dem Bericht für 2025 überzeugen. Demnach ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 % auf 2,255 Mrd. Euro gestiegen, was insbesondere am Wachstum im hochprofitablen Online-Sektor lag. Noch beeindruckender als das Umsatzwachstum entwickelte sich die Profitabilität des Konzerns, denn das bereinigte EBITDA stieg um 21 % auf 856 Mio. Euro. Der bereinigte Nettogewinn sprang sogar um 45 % auf rund 369 Mio. Euro nach oben, was die enormen operativen Hebeleffekte des stark digitalisierten Geschäftsmodells verdeutlicht. Die Hauptgründe für diese deutliche Margenausweitung liegen in der planmäßigen und erfolgreichen Integration übernommener Wettbewerber wie PWO, wodurch das Unternehmen massive Synergien in Höhe von 87 Mio. Euro realisieren konnte. Zusätzlich profitierte Lottomatica von einer groß angelegten Refinanzierung im Volumen von 1,1 Mrd. Euro im Mai 2025, die das Schuldenprofil optimierte und die jährlichen Zinskosten dauerhaft um 24 Mio. Euro senkte. Das Unternehmen konnte seinen gesamten Online-Marktanteil im abgelaufenen Jahr auf einen historischen Rekordwert von 31,3 % ausbauen. Mit einem anvisierten Jahresumsatz von bis zu 2,46 Mrd. Euro und einem erwarteten bereinigten EBITDA in einer Spanne von 940 Mio. bis 980 Mio. Euro signalisiert Lottomatica den Investoren, dass die strukturellen Wachstumstreiber absolut intakt sind und eine weitere Margenverbesserung fest auf der Agenda steht.
Angesichts der explodierenden Ölpreise ist das Unternehmen Diamonback Energy weiterhin interessant. Denn es handelt sich um einen „Pure-Play“-Produzenten, der sich auf das hochproduktive Permian Basin in Texas konzentriert. Das Unternehmen gehört dabei zu den Ölproduzenten mit den branchenweit niedrigsten Produktionskosten. Der aktuelle Krieg im Iran wirkt sich sehr positiv auf das Geschäft des Unternehmens aus. Diamondback Energy ist ein reiner US-Produzent. Die gesamten Förderanlagen, Pipelines und Infrastrukturen befinden sich im Permian Basin in Texas. Im Gegensatz zu multinationalen Ölkonzernen hat Diamondback keine physischen Assets im Nahen Osten. Das bedeutet: Das operative Geschäft ist zu 100 % vor direkten Kriegsschäden, Sabotageakten oder regionalen Lieferkettenunterbrechungen geschützt. Wenn der Ölpreis steigt, während bei Diamonback Energy aber die Kosten weitgehend fix sind, bedeutet jeder Dollar, den der Ölpreis kriegsbedingt steigt, puren zusätzlichen Gewinn, der direkt den Free Cash Flow in die Höhe treibt. Die Aktie bricht über den Widerstand bei 175 USD aus. Der Weg Richtung Allzeithoch bei 220 USD ist nun frei. (FANG)
Der Wasserstoffkonzern Plug Power sendet nach schwierigen Quartalen erste operative Lebenszeichen. Im vierten Quartal 2025 erzielt das Unternehmen laut Unternehmensangaben eine positive Bruttomarge und steigert den Umsatz im Vergleich zum Vorquartal deutlich. Unterm Strich bleibt Plug defizitär, doch die operative Tendenz verbessert sich klar. Strategisch steht 2026 wohl eher im Zeichen der Stabilisierung. Das Management peilt ein Umsatzwachstum im Bereich von rund 30 % an und strebt bis zum vierten Quartal ein positives EBITDA an. Der im Frühjahr 2025 gestartete Restrukturierungsplan („Project Quantum Leap“) gilt nach Unternehmensangaben als weitgehend abgeschlossen: Produktionskapazitäten wurden angepasst, die Organisation verschlankt und die Liquiditätslage verbessert. Für Anleger ist entscheidend, ob Plug den angekündigten operativen Turnaround tatsächlich umsetzen kann – oder ob erneuter Kapitalbedarf droht. Plug Power entwickelt und produziert Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme, Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff sowie komplette Wasserstoff-Infrastrukturlösungen. Besonders stark ist das Unternehmen im Bereich Material Handling, wo Brennstoffzellen Gabelstapler in Logistikzentren antreiben, sowie im wachsenden Elektrolyseur-Segment für industrielle Anwendungen. Das Geschäftsmodell profitiert langfristig von Dekarbonisierungstrends, staatlichen Förderprogrammen und dem globalen Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Kurzfristig jedoch bleibt die Aktie eine Turnaround-Spekulation: Gelingt der Sprung in nachhaltige Profitabilität, könnte sich das aktuell gedrückte Bewertungsniveau als Chance erweisen. Scheitert die EBITDA-Zielmarke für Ende 2026, drohen hingegen erneute Rückschläge.