ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow setzt Rekordjagd dank Iran-Hoffnungen fort
NEW YORK (dpa-AFX) - Die am Vortag begonnene Rekordjagd der US-Indizes Dow Jones Industrial und S&P 500 ist am
NEW YORK (dpa-AFX) - Die am Vortag begonnene Rekordjagd der US-Indizes Dow Jones Industrial und S&P 500 ist am
Zebra Technologies muss man nach starken Quartalszahlen im Blick behalten. Es handelt sich um ein Technologieunternehmen, das durch ein KI-gestütztes Portfolio aus mobilen Computern, Barcodescannern, RFID-Lesegeräten und Spezialdruckern Firmen in Branchen wie Logistik oder Handel dabei unterstützt, ihre Betriebsabläufe intelligent zu vernetzen. Die Zahlen zum 2. Quartal vom 4. August übertrafen die Erwartungen deutlich. Der Umsatz stieg um 20,4 % auf 1,56 Mrd. USD, auf organischer Basis betrug das Wachstum 9 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 76 % auf 6,35 USD und lag damit 45 % über den Analystenschätzungen. Für das Gesamtjahr 2026 hebt das Unternehmen die Prognose an und erwartet nun ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 % sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 20,75 und 21,25 USD, nach zuvor 18,30 bis 18,70 USD. Auf der Kundenkonferenz ZONE 2026 präsentierte Zebra neue Softwareplattformen: Zebra Nucleus zentralisiert das Management globaler Geräteflotten, während KI-gestützte Workcloud-Lösungen Daten direkt zur Frontline leiten. Diese Innovationskraft brachte Zebra den 10. Platz im AI-Readiness-Ranking des Wall Street Journals ein. Ein strategischer Wachstumshebel bleibt die Beteiligung an Apera AI, deren Physical-AI-Technologie Industrieroboter mit visueller 4D-Intelligenz für komplexe Fertigungsaufgaben ausstattet. Im Conference Call betonte das Management zudem die anhaltende Diversifizierung des RFID-Geschäfts über den Einzelhandel hinaus in Bereiche wie Frischwarenlogistik und Paketverfolgung als weiteren Wachstumstreiber. Die Aktie ist mit einem KGV von 17 für 2026 moderat bewertet. Hier kann man jetzt auf einen Updrift Richtung 400 USD setzen. (ZBRA)
Snap-On hat sich als Hersteller von Werkzeugen für den Professional-Bereich einen Namen gemacht und ist für sein einzigartiges Vertriebskonzept bekannt. Am 8. Juni 2026 hat das Unternehmen Diesel Laptops übernommen, das Diagnosesoftware für Lkws anbietet. Bereits am 30. April hatte Snap-on Hi-Force aus dem britischen Daventry übernommen. Der Hersteller von Hochdruck-Hydraulikwerkzeugen beliefert die Öl- und Gasindustrie. Beide Zukäufe stützen sich auf das Vertriebskonzept, das Snap-on von Wettbewerbern unterscheidet: Neben Direktvertrieb und Distributoren verkauft das Unternehmen über ein Netz selbstständiger Franchise-Händler, die mit den markanten rot-weißen Vans direkt bei Werkstätten und Technikern vorfahren und dabei auf konzerneigene Finanzierungsprogramme zurückgreifen. Dieser Kanal erleichtert das Cross-Selling neuer Produktlinien wie Diesel Laptops oder Hi-Force über bestehende Kundenbeziehungen. Operativ bleibt das Fundament stabil: Im 1. Quartal 2026 stiegen die Nettoumsätze um 5,8 % auf 1,21 Mrd. USD, organisch legte das Geschäft um 3,4 % zu. Am 23. Juli wird Snap-on die Zahlen zum 2. Quartal vorlegen. Mit einem KGV von rund 18 bleibt die Aktie, die zuletzt auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen ist, moderat bewertet. Hier kann man darauf setzen, dass das Unternehmen erneut solide Zahlen vorlegt und der Aufwärtstrend weitergeht. (SNA)
Eton Pharmaceuticals, mit einer Marktkapitalisierung von 1 Mrd. USD, hat sich auf seltene Kinderkrankheiten spezialisiert und hatte zuletzt einige Erfolge vorzuweisen. Am 25. Februar 2026 erteilte die US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für DESMODA, eine orale Lösung des Wirkstoffs Desmopressin zur Behandlung von zentralem Diabetes insipidus. Das Produkt ist die erste zugelassene flüssige Formulierung dieses Wirkstoffs und adressiert einen Markt von mehr als 13.000 Patienten in den USA, davon 3.000 bis 4.000 Kinder. Eton rechnet mit einem Spitzenumsatz von 30 bis 50 Mio. USD pro Jahr. Innerhalb von zehn Tagen nach der Zulassung startete das Unternehmen den kommerziellen Vertrieb. Die im Mai vorgelegten Zahlen zum 1. Quartal 2026 bestätigten die operative Stärke: Der Produktumsatz stieg um 73 % auf 24,3 Mio. USD gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA lag bei 5,7 Mio. USD, entsprechend einer Marge von 24 %. Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 110 Mio. USD auf mehr als 120 Mio. USD an und rechnet weiterhin mit einer bereinigten EBITDA-Marge von über 30 %. Neben DESMODA trieben auch die Übernahme und Neulancierung von HEMANGEOL sowie der Start der klinischen Studie zu ET-700 gegen die Wilson-Krankheit den Newsflow. Zusätzlich erhielt Eton grünes Licht der FDA für eine Studie zur Harmonisierung des Zulassungslabels von INCRELEX, was das Umsatzpotenzial des bestehenden Kernprodukts deutlich erhöhen kann. Die Aktie bildet aktuell am Allzeithoch eine kleine Base aus. Mit dem Ausbruch über die Marke von 39 USD kann hier spekulativ gefolgt werden. (ETON)