Aktien Asien: Verhaltene Entwicklung vor dem Wochenende
SEOUL/HONGKONG/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Vor dem Wochenende stellte sich damit eine abwartende Haltung ein.
SEOUL/HONGKONG/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Vor dem Wochenende stellte sich damit eine abwartende Haltung ein.
Argan liefert eindrucksvoll ab: Der US-Konzern meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie das vierte Quartal neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn – getragen von einer starken Nachfrage nach großvolumigen Energieprojekten. Besonders hervor sticht der Auftragsbestand, der auf ein Rekordniveau von 2,9 Mrd. USD klettert und damit eine solide Grundlage für die kommenden Jahre schafft. Im Gesamtjahr steigen die Erlöse um 8,1 % auf 944,6 Mio. USD, während der Nettogewinn überproportional um 61,2 % auf 137,8 Mio. USD zulegt. Die operative Marge verbessert sich deutlich, was laut Unternehmen vor allem auf einen profitableren Projektmix und eine effizientere Umsetzung zurückzuführen ist. Parallel stärkt Argan seine Bilanz und erhöht die Kapitalrückflüsse an Aktionäre durch Dividenden und Aktienrückkäufe – ein klares Signal finanzieller Stabilität. Auch im Quartalsvergleich zeigt sich die Dynamik: Mit einem Gewinn je Aktie von 3,47 USD übertrifft Argan die Analystenerwartungen von durchschnittlich 2,05 USD deutlich. Der Umsatz steigt im gleichen Zeitraum um 12,7 % auf 262,05 Mio. USD und liegt damit nur leicht unter den Prognosen. Argan ist ein spezialisierter Anbieter von Bau- und Ingenieurdienstleistungen mit Fokus auf Energieinfrastruktur, insbesondere im Bereich großer Kraftwerksprojekte. Der Schwerpunkt liegt auf sogenannten EPC-Projekten (Engineering, Procurement, Construction), vor allem bei gasbefeuerten Anlagen sowie zunehmend im Bereich erneuerbarer Energien wie Solarparks und Biokraftstoffe. Rund 80 % des Geschäfts entfallen auf das Segment „Power“, das aktuell vom global steigenden Energiebedarf, der Transformation hin zu saubereren Energiequellen sowie dem Ausbau der Strominfrastruktur profitiert. Für Investoren bleibt entscheidend, ob Argan die hohe Profitabilität auch bei wachsendem Wettbewerb und potenziell schwankenden Projektzyklen nachhaltig sichern kann.
Unity Software (U) bietet die weltweit führende Entwicklungsplattform für die Erstellung und das Wachstum von interaktiven Echtzeit-3D-Inhalten. Die Aktie korrigierte seit Jahresbeginn um über 60 %, nachdem KI-Ängste und eine schwächere Prognose für das 1. Quartal belasteten. CEO CEO Matt Bromberg macht jedoch erneut klar, dass generative KI und "World Models" als ergänzende Tools für die Asset-Produktion die Unity Game-Engine für deterministische Spielphysik, komplexe Logik oder Live-Service-Monetarisierung nicht ersetzen können. Am 27. März startet nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal ein neuer Erholungsversuch. Als neuer Wachstumstreiber für das Werbegeschäft fungiert die KI-Engine Unity Vector, die seit der Markteinführung in den ersten drei Quartalen bereits um 53 % wachsen konnte. Geplant ist bis Ende 2026 ein Jahresumsatz von über 1 Mrd. USD, wobei es nun im 1. Quartal ein sequenzielles Wachstum von 15 % geben soll. Im 2. Quartal werden über einfache Klick-Analysen hinaus auch Runtime-Engine-Daten in Vector integriert, wodurch die KI mit einer umfassenden Verhaltensanalyse lernt, wie Spieler mit der Spielwelt interagieren. Von dem ironSource Ads Network und dem Supersonic-Publishing-Geschäft für Spiele trennt sich das Unternehmen. Im 1. Quartal soll der verbleibende „strategische Grow-Umsatz“, welcher Beiträge dieser Altlasten bereits ausschließt, im Jahresvergleich voraussichtlich um 48 % wachsen. Damit ist die Wachstumsrate doppelt so hoch wie im gesamten Grow-Segment. Der Gesamtumsatz soll statt 480 bis 490 nun 505 bis 508 Mio. USD (Konsens: 489 Mio. USD) betragen. Auch die Ziele beim bereinigten EBITDA wurden von bisher 105 bis 110 auf 130 bis 135 Mio. USD angehoben. Unity verfügt über einen Cash-Bestand von über 2 Mrd. USD, was rund 27 % der aktuellen Marktkapitalisierung entspricht. Mit einem nachbörslichen Kursanstieg von rund 10 % könnte nun die Bodenbildung beendet werden.
Navan Inc. (NAVN) ist Vorreiter im Bereich Geschäftsreisen und Spesenmanagement mit einer KI-gestützten All-in-One-Plattform. Aus Konzernsicht löst man das fragmentierte Erlebnis von Firmenreisen durch die nahtlose Integration von Buchungen, Zahlungen und Abrechnungen in einer Software. Kunden nutzen smarte Corporate Cards für Echtzeit-Abgleiche und erhalten tiefe Kontrollmechanismen über Ausgaben. Durch KI-Tools wie den Assistenten Ava automatisiert Navan die Verwaltung, was Unternehmen deutlich Kosten spart und die Nutzererfahrung sowie Mitarbeiterzufriedenheit stark erhöht. Der Quartalsbericht vom 25. März 2026 untermauert diesen Erfolg eindrucksvoll: Im vierten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 35 % auf 178 Mio. USD. Haupttreiber war das Bruttobuchungsvolumen, das durch starke Zuwächse im Enterprise-Segment um 42 % auf 2,3 Mrd. USD kletterte. Zudem erreichte der Konzern einen historischen Meilenstein: Navan verbuchte erstmals ein positives operatives Non-GAAP-Einkommen und einen Gewinn von 0,02 USD pro Aktie, womit die Prognosen klar übertroffen wurden. Der erste positive freie Cashflow der Unternehmensgeschichte und eine Bruttomarge von 72 % belegen die hohe Skalierbarkeit. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 866 und 874 Mio. USD, was einem weiteren Wachstum von rund 24 % entspricht. Ein zentraler Treiber ist die globale Expansion, durch die Navan bereits über 40 % der Erlöse außerhalb der USA erwirtschaftet. Zudem dient die KI-Weiterentwicklung als massiver Hebel, um die operativen Margen auszubauen und die hohe Netto-Umsatzbindungsrate von über 110 % zu halten. Mit dieser Technologie positioniert sich Navan optimal, um im auf 185 Mrd. USD geschätzten Gesamtmarkt signifikante Marktanteile zu erobern.