Aktien New York: Rekordrally stockt - Keine Fortschritte im Iran-Krieg
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag verhalten in die neue Woche gestartet. Die viel beachteten Technologie-Indizes Nasdaq 100
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag verhalten in die neue Woche gestartet. Die viel beachteten Technologie-Indizes Nasdaq 100
Rockwell Automation baut seine Position im Wachstumsmarkt für industrielle KI- und Automatisierungslösungen weiter aus. Gemeinsam mit dem Industriepartner Actemium entwickelt der Konzern eine intelligente Optimierungslösung für industrielle Kühlsysteme, die bei einem großen Hersteller von Tiefkühl-Pommes frites bereits deutliche Einsparungen erzielt. Die sogenannte „Real-Time Coefficient of Performance“-Technologie (RtCOP) steigert die Energieeffizienz laut Unternehmensangaben um 17 % und spart pro Produktionsstandort schätzungsweise rund 130.000 USD jährlich ein. Gleichzeitig soll die Lösung die Belastung zentraler Kühlaggregate reduzieren und damit die Lebensdauer der Anlagen erhöhen. Für Investoren unterstreicht das Projekt die zunehmende Bedeutung KI-gestützter Industrieanwendungen, die Unternehmen helfen, Energiekosten zu senken und Produktivitätsprobleme durch Fachkräftemangel abzufedern. Die RtCOP-Plattform funktioniert wie ein dauerhaft aktiver virtueller Anlagenoperator. Das System analysiert in Echtzeit die Leistung von Kompressoren, Verdampfern und Kondensatoren sowie Umgebungs- und Produktionsdaten, um automatisch die energieeffizienteste Konfiguration der Kühltechnik auszuwählen. Die technische Basis bildet das PlantPAx-DCS-System von Rockwell Automation, das die notwendigen Echtzeitdaten verarbeitet und autonome Optimierungsprozesse ermöglicht. Besonders relevant ist der Einsatzbereich, weil industrielle Kühlsysteme in Lebensmittelwerken teilweise bis zu 70 % des gesamten Stromverbrauchs verursachen. Bislang wurden diese Anlagen vor allem auf maximale Kühlleistung statt auf Energieeffizienz ausgelegt. Genau hier setzen moderne KI- und Automatisierungslösungen an. Branchenexperten sehen darin einen wichtigen Zukunftsmarkt, da Lebensmittelhersteller weltweit unter steigenden Energiekosten, strengeren Nachhaltigkeitszielen und wachsendem Kostendruck stehen.
Affirm Holdings überzeugt im dritten Geschäftsquartal 2026 operativ mit kräftigem Wachstum, einer deutlichen Gewinnsteigerung und einer erneut angehobenen Jahresprognose. Das Zahlungs- und „Buy Now, Pay Later“-Unternehmen steigert das abgewickelte Handelsvolumen (GMV) um 35 % auf 11,6 Mrd. USD und verzeichnet damit bereits das zehnte Quartal in Folge mit mehr als 30 % Wachstum. Auch der Umsatz legt um 33 % auf 1,04 Mrd. USD zu und übertrifft die Erwartungen der Wall Street klar. Besonders stark entwickelt sich das Kreditkartengeschäft des Konzerns: Das Volumen der Affirm Card explodiert um 146 % auf 2,1 Mrd. USD, während sich die Zahl aktiver Kartenkunden auf 4,4 Mio. mehr als verdoppelt. Vorstandschef Max Levchin spricht von einer anhaltend hohen Kundendynamik und hebt die Jahresprognose erneut an. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen nun Umsätze von bis zu 4,21 Mrd. USD sowie ein Handelsvolumen von bis zu 49,57 Mrd. USD. Trotz der starken Zahlen reagiert die Aktie nur verhalten. Anleger bleiben gegenüber dem gesamten Fintech- und „Buy Now, Pay Later“-Sektor zunehmend skeptisch. Hintergrund sind steigende Sorgen über Zahlungsausfälle bei Konsumentenkrediten. Laut einer aktuellen LendingTree-Studie geben inzwischen 47 % der Nutzer von BNPL-Angeboten an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine verspätete Zahlung geleistet zu haben – deutlich mehr als noch in den Vorjahren. Zwar betont Affirm, dass die eigenen Kreditkennzahlen stabil geblieben seien und sich die Ausfallraten bei 30-, 60- und 90-Tage-Verzügen kaum verändert hätten. Dennoch bleibt das Marktumfeld angespannt. Anleger fürchten, dass sich eine schwächere Konsumlage oder steigende Kreditausfälle künftig negativ auf die Profitabilität der Branche auswirken könnten. Hinzu kommt, dass viele Fintech-Aktien trotz guter Quartalszahlen derzeit unter Gewinnmitnahmen leiden.
Kennametal ist ein Entwickler von industriellen Hochleistungsmaterialien und extrem verschleißfesten Komponenten. Es hat sich insbesondere auf Lösungen aus Hartmetall und Wolframkarbid spezialisiert. Am 6. Mai hat das Unternehmen starke Quartalszahlen vorgelegt, wobei die Schätzungen auf ganzer Linie übertroffen wurden. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2026 enorm nach oben angepasst. So erwartet man statt 2,05 bis 2,45 USD jetzt ein EPS von 3,75 bis 4 USD. Als weltweit führender Hersteller von Spezialwerkzeugen und Materialien aus Wolframcarbid profitiert Kennametal derzeit enorm von dem beispiellosen Preisanstieg bei Wolfram aufgrund weltweiter Angebotsengpässe. Ein weiterer Treiber sind die stark steigenden Rüstungsbudgets, die dem Unternehmen direkt in die Karten spielen. Die Aktie ist mehrere Monate seitwärts gelaufen und brach mit den Q3-Zahlen auf ein neues Mehrjahreshoch aus. Hier kann auf die Trendfolge Richtung 50 USD spekuliert werden. (KMT)