Aktien New York: Gut erholt - Optimismus von TSMC treibt Chip-Branche an
NEW YORK (dpa-AFX) - Optimistische Wachstumsprognosen des taiwanesischen Chip-Giganten TSMC haben den US-Aktienmärkten und vor allem dem Halbleitersektor zu einer
NEW YORK (dpa-AFX) - Optimistische Wachstumsprognosen des taiwanesischen Chip-Giganten TSMC haben den US-Aktienmärkten und vor allem dem Halbleitersektor zu einer
Siltronic gehört zu den Vertretern der Chipbranche, die bisher nicht großartig ins Laufen kamen. Die Nachfrage nach Wafern hängt nicht nur am Bedarf im Bereich Server ab, sondern eben auch von Märkten wie Smartphones, PCs und Fahrzeugen. Doch die Bedeutsamkeit der KI-Nachfrage wächst und könnte damit das Business von Siltronic endlich anschieben. TSMCs 56-Milliarden-Signal an den Markt Am 15.01.2026 erschütterte TSMC die Branche mit einer massiven Prognoseanhebung. Der Capex für 2026 sollen auf 52 bis 56 Mrd. USD steigen, was ein Sprung von rund 32 % gegenüber dem Vorjahr ist. Dieser aggressive Ausbau der Kapazitäten zielt primär auf die Befriedigung der globalen KI-Nachfrage ab. Für den Waferhersteller Siltronic ist dies ein fundamentales Signal. Wo neue Fertigungslinien entstehen, steigt unmittelbar der Bedarf an der physischen Basis jedes Chips - dem hochreinen Silizium-Wafer. Der 300-mm-Multiplikator durch KI und HBM Siltronic profitiert überproportional vom Trend zu High-End-Anwendungen. KI-Server benötigen nicht nur mehr Rechenleistung, sondern auch eine deutlich größere Siliziumfläche. Schätzungen gehen von bis zu achtmal mehr Fläche im Vergleich zu Standard-Servern aus. Besonders die Nachfrage nach 300-mm-Wafern für modernste Logik-Chips und HBM spielt Siltronic in die Hände. Da TSMC seine führenden Prozesse 2nm und darunter massiv skaliert, ist die Nachfrage nach Siltronics hyperreinen Substraten strukturell abgesichert. Ein entscheidender Hebel für Siltronic ist die neue 300 mm-Mega-Fabrik in Singapur. Pünktlich zum aktuellen Investitionszyklus von TSMC läuft die Produktion dort hoch. Die Kehrseite: Zyklik und Preisdruck Trotz des enthusiastischen Ausblicks bleibt eine kritische Einordnung notwendig. Als Hersteller am Anfang der Wertschöpfungskette ist Siltronic stark von der Auslastung der Kunden abhängig und spürt Preisdruck sowie schwankende Rohmaterialkosten direkter als Software- oder Design-Unternehmen. Während 2022 das EPS bei über 13 Euro lag, dürfte es 2025 bei -2,61 Euro gelegen haben. Während TSMC mit dem Capex-Schub voranschreitet, muss Siltronic beweisen, dass die Margen trotz hoher Abschreibungen auf die neue Singapur-Fab stabil bleiben. Für Börsianer ist Siltronic eine hochzyklische Wette auf den globalen Chip-Boom, weshalb bevorzugt Trader neuen prozyklischen Long-Signalen folgen.
Greenwich Lifesciences (GLSI) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen im klinischen Stadium, das sich exklusiv auf GP2 (GLSI-100) konzentriert. Dabei handelt es sich um eine Immuntherapie zur Verhinderung von Brustkrebsrezidiven bei Patientinnen, die ihre primäre Behandlung bereits abgeschlossen haben. Als verträgliche „Erhaltungstherapie“ nutzt GP2 ein HER2/neu-Peptid in Kombination mit einem Immunstimulans, um das Immunsystem darauf zu trainieren, verbleibende Krebszellen frühzeitig zu erkennen und zu zerstören. Vorläufige Daten der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie „Flamingo-01“ zeigten im Dezember 2025 eine Reduktion der Rezidivrate um ca. 80 %. Diese Ergebnisse wurden auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) bestätigt und legten die Basis für weitere Studienexpansionen. Als starkes Vertrauenssignal verlängerte das Management die Haltefrist (Lock-up) für Aktien von Führungskräften bis zum 30. September 2026. Die Aktie reagierte darauf bereits mit neuen Jahreshöchstständen. CEO Snehal Patel unterstrich seine Zuversicht mit einem weiteren Insiderkauf. Laut Meldung vom 14. Januar erwarb er am 12. Januar 2.900 Aktien zu je 27,54 USD (Gesamtinvestition: 79.866 USD). Sein Bestand ist damit auf über 5,6 Millionen Aktien angewachsen.
Heartflow mit einer Marktkapitalisierung von 3 Mrd. USD ist erst seit Mitte letzten Jahres an der Börse notiert, scheint nun aber die Infrastruktur für eine massive Skalierung geschaffen zu haben. Es handelt sich um ein Medizintechnikunternehmen, das mithilfe von KI aus herkömmlichen CT-Scans personalisierte 3D-Modelle des Herzens erstellt, um Durchblutungsstörungen und Plaque-Ablagerungen nicht-invasiv zu analysieren und so präzisere Behandlungsentscheidungen zu ermöglichen. Profitabilität im Blick: Am 13. Januar fand die J.P. Morgan Healthcare Conference statt. Das Unternehmen zeigte auf, dass der Fokus auf KI zu einer starken operative Hebelwirkung führt. Während man im letzten Jahr noch einen Verlust von 0,93 USD je Aktie erzielte, will man bis zum Jahr 2028 profitabel arbeiten. Daten-Burggraben: Mit über 160 Millionen CT-Bildern verfügt das Unternehmen über die weltweit größte Datenbank seiner Art, was es Wettbewerbern extrem erschwert, die Genauigkeit der HeartFlow-KI einzuholen. Dabei profitiert HeartFlow von einem "Lock-in-Effekt". Einmal im Krankenhaus installiert, werden alle CT-Daten über die HeartFlow-Cloud geleitet. Neue Funktionen wie der "PCI Navigator" oder die "Plaque-Tracking-Analyse" (geplant für 2027) können per Mausklick aktiviert werden, was das Upselling-Potenzial bei bestehenden Kunden massiv erhöht. Verdoppelung des Marktpotenzials: Aktuell bewegt sich Herabflog noch in einem Markt für symptomatische Patienten mit einem geschätzten Volumen von 5 Mrd. USD. Das Unternehmen bereitet jedoch den Sprung in den Markt der Früherkennung vor, was ein zusätzliches Marktpotenzial von 6 Mrd. USD schafft. Die Aktie bildet einen Boden aus und könnte nun bereit sein, die Base nach oben zu verlassen. (HTFL)