ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stagniert - Iran-Krieg weiter im Fokus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges hat sich der Dax am Montag stabilisiert. Der deutsche
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges hat sich der Dax am Montag stabilisiert. Der deutsche
Coupang Inc. (CPNG) ist der unangefochtene Marktführer im südkoreanischen E-Commerce und wird oft als das "Amazon Südkoreas" bezeichnet. Der Konzern bietet eine beispiellose End-to-End-Logistikinfrastruktur, die Millionen von Artikeln in wenigen Stunden ausliefert. Herzstück ist der „Dawn-Delivery-Service“, bei dem bis Mitternacht bestellte Ware schon am nächsten Morgen beim Kunden ist. Das Unternehmen fokussiert sich kompromisslos auf das Kundenerlebnis und fungiert zudem mit KI-gestützten Export-Tools als Brückenbauer für internationale Händler, die in den lukrativen asiatischen Markt eintreten wollen. Aktuell durchläuft das Management im März eine herausfordernde Phase, geprägt von den Nachwehen eines massiven Datenlecks. Um Vertrauen zurückzugewinnen, startete Coupang ein Entschädigungsprogramm über 1,18 Mrd. USD für betroffene Kunden. Dies blieb nicht ohne operative Folgen: Im Frühjahr 2026 musste der Konzern den ersten monatlichen Umsatzrückgang in Südkorea seit acht Jahren verbuchen. Während lokale Konkurrenten wie Naver diese temporäre Schwäche nutzen wollen, fokussiert sich Coupang nun intensiv auf die Stärkung der IT-Sicherheit und die schnelle Rückgewinnung der Nutzer in das eigene Ökosystem. Trotz eines deutlichen Kursrückgangs der Aktie in den vergangenen Monaten sendet die Unternehmensführung ein massives Signal der Stärke an die Anleger. Besonders im Fokus steht Direktor Neil Mehta, der zwischen dem 11. und 13. März 2026 insgesamt über 7,35 Mio. Aktien kaufte. Bei Kursen um die 18,50 USD summiert sich dieses Insider-Investment auf beeindruckende 136,5 Mio. USD. Aus Perspektive des Konzerns und für Investoren ist dies ein klares Votum: Die Führungsriege ist fest davon überzeugt, dass die momentanen Hürden nur temporär sind und das Geschäftsmodell langfristig hochgradig resilient bleibt.
Ingles Markets ist eine Supermarktkette, die ausschließlich im Südosten der USA tätig ist. Der Fokus liegt auf regionalen Beschaffungswegen, was in Zeiten gestörter Lieferketten einen Wettbewerbsvorteil bringt. Zudem betreibt das Unternehmen an sehr vielen seiner Supermärkte eigene Tankstellen. Wenn die Benzinpreise an den Zapfsäulen steigen, treibt das den Gesamtumsatz von Ingles an. Auch wenn die Margen beim reinen Benzinverkauf gering sind, nutzt Ingles in Zeiten hoher Spritpreise gezielt Tankrabatte, um Kunden in die profitablen Lebensmittelläden zu locken. Das Unternehmen hat am 5. Februar starke Zahlen zum 1. Quartal vorgelegt. Das EPS lag bei 1,48 USD, was einen starken Anstieg zu den 0,87 USD im Vorjahresquartal darstellt. Was mir gefällt ist die attraktive Bewertung mit einem KGV von 17 und einem KBV von 1. Das bedeutet, mit Ingles Markets kann man in einem unsicheren Umfeld auf einen soliden Supermarktbetreiber setzen, der klassisches „Value"-Qualitäten aufweist und zudem über einen spannenden Chart verfügt. Die Aktie befindet sich seit vielen Jahren im Aufwärtstrend und ist nun dabei, aus eine mehrwöchigen Base bei 88 USD nach oben auszubrechen. Nächstes Ziel ist das Allzeithoch bei 102 USD. (IMKTA)
Die Siltronic-Aktie wird seit drei Tagen akkumuliert und startet in einem volatilen Umfeld mit Wachstumssorgend den Ausbruch. Der Grund: Investoren blicken über das schwierige Jahr 2025 hinweg und antizipieren das Ende der Lagerbereinigung im Halbleitersektor. Trotz einer gestrichenen Dividende signalisiert die Erholung im 300-mm-Segment, dass der zyklische Tiefpunkt durchschritten ist. Für 2026 gab das Management einen Ausblick, der zwar kurzfristige "Headwinds" einräumt, aber ein deutliches Volumenwachstum verspricht. Konkret rechnet Siltronic mit einem Umsatz, der im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Niveau von 2025 liegt. Die Profitabilität wird dabei von den Anlaufkosten der neuen Fabrik in Singapur beeinflusst. Die EBITDA-Marge wird zwischen 20 % und 24 % erwartet, während das EBIT aufgrund sprunghaft steigender Abschreibungen deutlich unter dem Vorjahr liegen dürfte. Spannend ist die die Situation im DRAM-Sektor. Hier zeigt sich aktuell eine starke Entkopplung. Während die DRAM-Chip-Umsätze der Kunden aufgrund explodierender Preise und Angebotsknappheit um über 100 % steigen könnten, schlägt sich dies noch nicht eins zu eins in der Wafer-Nachfrage nieder. Nur etwa 6 bis 7 % dieses Wachstums erreichen die Wafer-Industrie direkt, da Kunden zunächst ihre Bestände abbauen und die Kapazitäten begrenzt sind. Dennoch ist die Stimmung positiv, da die Wafernachfrage insgesamt laut Unternehmensdaten um rund 6 % ohne Inventareffekte steigen wird. Der absolute Wachstumsmotor ist der Server-Markt, der durch den KI-Boom getrieben wird und ein Plus von 26 % beim Waferverbrauch erwartet.