ROUNDUP/Aktien New York: Gute Unternehmensausblicke erfreuen Tech-Anleger
NEW YORK (dpa-AFX) - Gute Prognosen von Unternehmen aus dem Technologiesektor sowie erwartungsgemäß ausgefallene Inflationszahlen heben am Mittwoch am New Yorker
NEW YORK (dpa-AFX) - Gute Prognosen von Unternehmen aus dem Technologiesektor sowie erwartungsgemäß ausgefallene Inflationszahlen heben am Mittwoch am New Yorker
Red Violet begleite ich im Tenbagger-Depot bereits seit dem Jahr 2021 und habe sie zuletzt wieder ausführlich besprochen. Das Unternehmen ist im Bereich der Datenfusion tätig und geriet zwischenzeitlich wegen KI-Disruptionsängsten in Ungnade. Was Red Violet macht: riesige Datenmengen einkaufen und diese mithilfe der KI-Plattform CORE zu hochpräzisen Personenprofilen verdichten. Die aktuellen Zahlen vom 11. August bestätigen die These, dass Red Violet kein Opfer von KI ist, sondern ein Profiteur, da die firmeneigenen Datenmengen nicht einfach durch KI ersetzt werden können, sondern durch sie noch wertvoller werden. Die Zahlen zum 2. Quartal fielen stark aus. Der Umsatz stieg um 23 % auf einen Rekordwert von 26,7 Mio. USD. Der Nettogewinn kletterte von 2,7 Mio. USD im Vorjahresquartal auf 5,0 Mio. USD. Die bereinigte Bruttomarge erreichte mit 86 % einen Rekordwert, die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 7 Prozentpunkte auf 42 % bei einer EBITDA von 11,2 Mio. USD. Der operative Cashflow legte um 42 % auf 10,6 Mio. USD zu, ebenfalls ein Rekord. Besonders bemerkenswert: Mit 447 neuen IDI-Kunden verzeichnete Red Violet den stärksten Kundenzuwachs der Firmengeschichte, die Gesamtzahl kletterte auf 10.869. Auch FOREWARN, die App für Identitätsprüfung vor persönlichen Kundenterminen, wuchs kräftig und zählt inzwischen mehr als 443.000 Nutzer sowie 660 unter Vertrag stehende Maklerverbände. Vier der fünf Geschäftsbereiche erzielten Rekordumsätze. Um die Wachstumsdynamik zu finanzieren, hat Red Violet Anfang August eine Kapitalerhöhung über rund 109 Mio. USD abgeschlossen, mit der auch strategische Übernahmen finanziert werden sollen. Mit dem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kann auf die Trendfolge gesetzt werden. (RDVT)
Spanned ist jetzt die Aktie von Karat Packaging. Das Unternehmen hat im 2. Quartal 2026 den bislang höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Hersteller und Distributor von Einweg-Verpackungsprodukten für die Gastronomie steigerte den Nettoumsatz um 9,9 % auf 136,3 Mio. USD und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,48 USD und lag damit deutlich über den Schätzungen, getrieben auch durch Rückerstattungen im Rahmen des IEEPA-Zolltarifprogramms. Der eigentliche Wachstumstreiber bleibt das Onlinegeschäft: Die Erlöse in diesem Segment kletterten um 23,6 % im Quartalsvergleich, im Monat Juli lag das Wachstum laut CEO Alan Yu bereits bei über 37 %. Das Unternehmen bestätigt damit das für 2026 ausgegebene Ziel von 100 Mio. USD Onlineumsatz. Zusätzlich gewann Karat Packaging im 2. Quartal vier neue Großkunden aus dem Filialgeschäft, deren Umsatzbeitrag ab dem 4. Quartal 2026 einsetzt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Karat Packaging ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich sowie eine Bruttomarge im niedrigen 40er-Prozentbereich. Der Vorstand erhöhte zudem die Quartalsdividende von 0,45 USD auf 0,47 USD je Aktie. Nach den Quartalszahlen kam es zu einem Up-Gap unter erhöhtem Volumen. Mit des Ausbruch über das Hoch bei 49 USD könnte man nun auf die Trendfolge Richtung 60 USD setzen. (KRT)
Ero Copper, mit einer Marktkapitalisierung von 3,6 Mrd. USD, kommt aus Kanada, betreibt drei Minen in Brasilien und erwirtschaftet rund 77 % der Umsätze mit Kupfer sowie 23 % mit Gold. Am 5. August hat das Unternehmen starke Q2-Zahlen vorgelegt, wobei sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen übertroffen wurden. Was das Geschäft weiter treiben dürfte ist die Furnas-Partnerschaft mit dem Bergbaukonzern Vale. Im Rahmen der 2024 geschlossenen Vereinbarung übernimmt Ero Copper drei Arbeitsphasen auf dem Vale-eigenen Minengelände und erhält dafür einen Anteil von 60 % am Projekt. Das Marktumfeld stützt zudem das Geschäft. Bei Kupfer erwarten Analysten mittelfristig nämlich eine Angebotslücke, die Preise und Investitionskapital für Minenbetreiber steigen ließe. Kurzfristig gelten die Preise als stabil bis leicht rückläufig, aber deutlich über dem Niveau vor dem jüngsten Aufwärtszyklus. Nach den jüngsten Quartalszahlen könnte die Aktie nun, dank einer soliden Bilanz, dem planmäßigen Furnas-Fortschritt und dem günstigen Rohstoffumfeld, bereit sein, auf ein neues Allzeithoch auszubrechen. (ERO)