Aktien New York Ausblick: Anleger vorsichtiger - Texas Instruments überzeugt
NEW YORK (dpa-AFX) - An den rekordhohen US-Aktienmärkten wird am Donnerstag angesichts der Lage in Nahost mit einem kleinen Rücksetzer gerechnet.
NEW YORK (dpa-AFX) - An den rekordhohen US-Aktienmärkten wird am Donnerstag angesichts der Lage in Nahost mit einem kleinen Rücksetzer gerechnet.
Der Ölpreis steigt um 2 %. Brent klettert in Richtung der 105 USD je Barrel, weil die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Das ist der wesentliche Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt. Der Profiteur? VERBIO! Nach einer kurzen Konsolidierung meldet sich Verbio mit dem Ausbruch und der Trendfolge zurück. Die Logik: Der aktuelle Preisschock am Rohölmarkt, befeuert durch die anhaltende Hormus-Krise, verschiebt die Wirtschaftlichkeit signifikant zugunsten von Biokraftstoffen. E10 bietet gegenüber Super einen Preisvorteil an der Tankstelle, den Verbraucher angesichts der wachsenden Belastungen nutzen. Damit erhöht sich die Nachfrage bei Verbio. Nun will die EU-Kommission europaweit den neuen Billig-Kraftstoff E20 einführen. Er gilt als Hoffnungsschimmer für die hohen Kraftstoffpreise. Hersteller wie Mercedes und BMW haben den Kraftstoff für neuer Motoren freigegeben. Das Management hat bereits reagiert und die EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf 100 Mio. Euro bis 140 Mio. Euro angehoben. „Die rasant steigenden Kraftstoffpreise sind für uns außerordentlich vorteilhaft. Die starke Nachfrage nach emissionsarmen Biokraftstoffen sorgt für anhaltend hohe Absatzpreise.“, so der CEO in einer jüngsten Stellungnahme. Verbio fungiert derzeit als Hedge auf den Ölpreis. Solange die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Versorgungssicherheit bedrohen und die Ölpreise hochhalten, bleibt das Aufwärtspotenzial intakt.
Die VusionGroup ist der französische Marktführer für digitale In-Store-Technologien. Das Kernprodukt sind sogenannte elektronische Regaletiketten. Das sind kleine, digitale Displays am Regal. Diese Schilder sind per Funk direkt mit dem zentralen Computer oder der Kasse des Supermarkts verbunden. Möchte der Filialleiter nun den Preis für eine Tafel Schokolade ändern, gibt er das einfach in den Computer ein. Das digitale Schild am Regal aktualisiert sich daraufhin in Sekundenschnelle völlig automatisch. Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst. Dies belegt der Konzern mit dem Quartalsbericht vom 21. April. Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2026 um 34 % auf 289 Mio. Euro, flankiert von einem zukunftsweisenden Auftragseingang in Höhe von 316 Mio. Euro. Aus der Perspektive des Konzerns steht die erfolgreiche Transformation vom reinen Hardware-Lieferanten zum digitalen Lösungsanbieter hierbei im Zentrum des Handelns. Der CEO sagte: "Unser Wachstum ist solide, VAS wuchs weiterhin sehr stark, und unser Geschäft spiegelt die steigende Nachfrage großer Einzelhändler nach der Digitalisierung ihrer Filialen und deren Integration in die Omnichannel-Strategie wider." Dies zeigt sich besonders im strategisch wichtigen Segment der Value-Added Services (VAS), das um 53 % wuchs. Das Management treibt diese margenstarke Entwicklung durch den konsequenten Einsatz künstlicher Intelligenz und den Ausbau globaler Partnerschaften, etwa mit Carrefour und Walmart, weiter voran. Gestützt auf diesen Auftakt bestätigt der Vorstand die Gesamtjahresprognose, die ein organisches Umsatzwachstum von 15 bis 20 % sowie eine signifikante Steigerung der EBITDA-Marge um mehr als 100 Basispunkte vorsieht. Durch den Wandel hin zu einem skalierbaren Abonnement-Modell und der enormen Expansionsdynamik in Nordamerika und dem Vereinigten Königreich ergeben sich langfristige Wachstumsperspektiven.
Texas Instruments (TXN) gilt mit über 80.000 Produkten und zehntausenden Endkunden als breit aufgestellter Spezialist für analoge Halbleiter und eingebettete Prozessoren. Analoge Halbleiter verarbeiten reale Signale wie Strom, Temperatur, Ton oder Licht, um sie für digitale Systeme nutzbar zu machen. Damit spielen die Chips für die Energieverwaltung und Signalverarbeitung eine wichtige Rolle in zahlreichen Elektronikgeräten. Bedeutend ist auch der Geschäftsbereich Embedded Processing mit Mikrocontrollern (MCUs), die verschiedene Steuerungsaufgaben in Geräten übernehmen. Wettbewerbsvorteile liefert die interne Produktion mit dem Bau drei neuer 300-mm-Fabriken mit staatlichen Fördergeldern und ITC-Steuervorteilen. Mit der Anfang Februar verkündeten Übernahme von Silicon Labs für 7,5 Mrd. USD soll die globale Marktführerschaft im Bereich eingebetteter drahtloser Konnektivitätslösungen ausgebaut werden. Dabei profitiert Texas Instruments bei immer mehr vernetzten Geräten von einem besseren Kundenzugang und Cross-Selling-Potenzial. Die voraussichtlich im 1. Halbjahr 2027 abgeschlossene Transaktion soll innerhalb der nächsten drei Jahre für jährliche Produktions- und Betriebssynergien von rund 450 Mio. USD sorgen. Mit einer breiten Markterholung sorgt das 1. Quartal mit einer Umsatzwachstumsbeschleunigung von rund 10 % auf fast 19 % für eine positive Überraschung. Vor allem das Industrie- und Rechenzentrumsgeschäft konnten um 30 % bzw. 90 % stark zulegen. Auch der Nettogewinn nahm um über 31 % zu. Das Management rechnet im 2. Quartal mit einem sequenziellen Umsatzplus von 8 %, bleibt mit der Prognose für das 2. Halbjahr 2026 zurückhaltend. Bleibt die Nachfrage stabil, könnten auch leichte Preiserhöhungen folgen. Die Aktie startet den Breakoutversuch auf ein neues Allzeithoch.