ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stabil nach siebentägigem Rekordlauf
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer siebentägigen Rekordrally ist der Dax am Mittwoch stabil in den Handel gestartet. Überraschend starke Handelsdaten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer siebentägigen Rekordrally ist der Dax am Mittwoch stabil in den Handel gestartet. Überraschend starke Handelsdaten
NVIDIA erhält grünes Licht aus Washington, doch die entscheidende Hürde liegt nun in Peking. Die US-Regierung hat den Export der leistungsstarken H200-KI-Chips nach China offiziell genehmigt – allerdings unter strengen Auflagen. Laut dem Bureau of Industry and Security des US-Handelsministeriums muss NVIDIA eine ausreichende Versorgung des heimischen Marktes sicherstellen, zudem sind umfassende Sicherheitsnachweise der Abnehmer erforderlich. Investoren warten jedoch auf klare Signale aus China. Denn ohne Zustimmung der chinesischen Behörden bleibt das Exportpotenzial reine Theorie – trotz der hohen wirtschaftlichen Bedeutung für den Konzern. Und genau hier spitzt sich die Lage zu: Nach Informationen von Reuters untersagen chinesische Zollbehörden aktuell die Einfuhr der H200-Chips, während Regierungsvertreter heimische Technologieunternehmen angewiesen haben sollen, auf Käufe weitgehend zu verzichten. Ob es sich um ein formales Verbot oder eine temporäre Maßnahme handelt, ist bislang unklar. Analysten sehen darin vor allem geopolitisches Kalkül. Reva Goujon vom Analysehaus Rhodium Group interpretiert das Vorgehen als Versuch Pekings, Druck auf Washington auszuüben, um Zugeständnisse bei den US-Technologiekontrollen zu erzwingen. Aus Anlegersicht ist das Chancen-Risiko-Profil damit extrem: Laut KeyBanc-Analyst John Vinh könnten chinesische Kunden rund 1,5 Mio. H200-Chips nachfragen – ein Umsatzpotenzial von etwa 30 Mrd. USD. Allerdings müsste NVIDIA davon 25 % an die US-Regierung abführen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass politische Blockaden den Markteintritt erneut vollständig verhindern, wie bereits zuvor beim schwächeren H20-Chip. Unabhängig vom China-Poker bleibt NVIDIA strukturell exzellent positioniert. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Grafikprozessoren und KI-Beschleunigern, die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle unverzichtbar sind. Neben Rechenzentren beliefert NVIDIA auch die Gaming-Industrie, den Automotive-Sektor sowie High-Performance-Computing-Anwendungen. Der Konzern profitiert massiv von den Megatrends Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Automatisierung. Für langfristig orientierte Anleger bleibt NVIDIA damit ein Schlüsselwert der globalen KI-Ökonomie – allerdings mit zunehmendem geopolitischem Risiko, das kurzfristig für Volatilität sorgen kann und bei der Bewertung nicht ignoriert werden darf.
SharkNinja (SN) konzentriert sich darauf, Alltagsprobleme durch disruptive Innovationen zu lösen. Mit den Hauptmarken Shark (Haushalt) und Ninja (Küche) werden Staubsauger und Saugroboter, Beauty-Tech mit Haartrocknern und Stylern sowie auch Heißluftfritteusen, Mixer, Eismaschinen, Kaffeemaschinen bis hin zu Outdoor-Grills angeboten. Das China-Risiko ist mit einer Produktionsverlagerung nach Südostasien deutlich reduziert, wobei die dadurch entstandene Verzögerung nun 2026 mehr als die üblichen 25 Produkteinführungen zu Folge hat. Der Ninja Fireside soll als Outdoor-Heizstrahler im Jahr 2026 allein einen Umsatz von 75 bis 100 Mio. USD generieren. Bis Ende 2026 soll zudem verstärkt auf Software gesetzt werden, um mit intelligenten Apps die Nutzerbindung zu verbessern und Billig-Nachbauten abzuwehren. Darüber hinaus sollen Treueprogramme und Abos folgen. Oppenheimer sieht einen „Top Pick“ und hob das Kursziel nach einem Treffen mit dem Management am 13. Januar auf 140 USD (Buy) an. Das Management verwies zudem auf ein „sehr starkes“ Weihnachtsgeschäft. Canaccord verwies auf eine starke Nachfrage nach Ninja CREAMi-Produkten bei Target und ausverkaufte Shark Beauty-Bestände bei Ulta Beauty. Das internationale Geschäft beschleunigte sich zuletzt von 20 % auf knapp 26 %. Im laufenden 4. Quartal soll Mexiko dreistellige Wachstumsraten erreicht haben und auch neue europäische Märkte „boomen“ laut dem CEO. Schon vor dem geplanten Marktstart in Südafrika gibt es dank der starken Social Media-Präsenz eine enorme Nachfrage. Geplant sind für 2026 erstmals 24-Stunden-Live-Streams auf TikTok. Das Management hob die Umsatzprognose für das Fiskaljahr 2025 von 13 bis 15 % auf 15 bis 15,5 % an. Auch der Nettogewinn soll statt 5,00 bis 5,10 USD nun 5,05 bis 5,15 USD je Aktie betragen. Nun könnte die Trendfortsetzung starten.
Nachdem letzte Woche die News kursierten, dass die Ray-Ban Display sehr stark nachgefragt ist, konkretisiert sich das steigende Interesse nun in einer geplanten Produktionssteigerung bei KI-Brillen. EssilorLuxottica: Wenn Stil auf KI trifft EssilorLuxottica hat sich erfolgreich als unverzichtbarer Hardware-Partner im KI-Zeitalter positioniert. Aktuell dominieren die Ray-Ban Meta Smart Glasses der zweiten Generation das Portfolio – ein Hybrid aus ikonischem Design und smarter Technik, der Fotos, Videos und KI-Interaktion ermöglicht. Doch die Ambitionen gehen weiter. Mit Modellen wie der neuen Ray-Ban Meta Display, die Informationen direkt ins Sichtfeld projiziert, und der Integration von KI in Marken wie Oakley (z. B. das Projekt „Vanguard“) wird die Brille zum primären digitalen Interface ausgebaut. Meta-CEO Zuckerberg ist überzeugt, KI-Brillen sind die wichtigste KI-Technologieplattform für den Alltag. Produktions-Turbo: Die 20-Millionen-Marke im Visier Die Nachfrage nach den intelligenten Sehhilfen übersteigt derzeit das Angebot, was Meta dazu veranlasst hat, die Expansion in einige internationale Märkte vorerst zu pausieren. Um diesen Engpass zu beheben, planen die Partner laut Medienberichten eine massive Ausweitung. Die Produktionskapazität soll bis Ende dieses Jahres auf 20 Millionen Einheiten verdoppelt werden. Sollte der Markt die Erwartungen halten, stünde sogar eine Skalierung auf über 30 Millionen Stück im Raum. Ein deutliches Signal, dass die Ära der Wearables die Nische verlassen hat. HSBC hebt Kursziel auf 340 Euro an Diese operative Stärke schlägt sich nun auch in den Analystenbewertungen nieder. Die HSBC hat die Aktie von EssilorLuxottica von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel deutlich von 300 auf 340 Euro angehoben. Die Größe des adressierten Marktes für KI-Brillen wurde um ein Drittel auf 200 Milliarden USD bis 2040 erhöht. Laut der HSBC könnten smarte Brillen mittel- bis langfristig sogar Smartphones verdrängen, wenn sich die Ergonomie, Technologie und gesellschaftliche Akzeptanz verbessern. Trader können darauf setzen, dass bei EssilorLuxottica die Korrektur beendet ist!