ROUNDUP/Aktien New York: Dow etwas erholt - Wieder Hoffnung auf Nahost-Lösung
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag dank wieder zunehmender Hoffnungen auf eine Lösung des Nahost-Konflikts moderat zugelegt. Der
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag dank wieder zunehmender Hoffnungen auf eine Lösung des Nahost-Konflikts moderat zugelegt. Der
Revvity, bis 2023 als PerkinElmer bekannt, liefert Geräte, Verbrauchsmaterialien und Software für die präklinische Wirkstoffforschung sowie Spezialtests für die Diagnostik. Beide Sparten tragen je rund die Hälfte zum Umsatz bei. Aktuell treibt vor allem das High-Content-Screening das Geschäft: hochauflösende Bildgebungssysteme, die zeigen, was ein Wirkstoff in der Zelle bewirkt. Seit Mai zieht die Nachfrage nach dem im Februar eingeführten Topmodell spürbar an. Der Auftragsbestand bei Instrumenten liegt so hoch wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Der Hintergrund: KI erzeugt mehr Wirkstoffkandidaten, die im Labor getestet werden müssen. Die Diagnostik wuchs im 2. Quartal organisch um 11 %, Neugeborenentests legten trotz sinkender Geburtenzahlen zweistellig zu. Genau dort setzt die jüngste Produkteinführung, die am 24. September angekündigt wurde, an. Mit dem GSP T1D 3plex bringt Revvity einen vollautomatisierten Test, der bei Kindern Autoantikörper gegen die insulinproduzierenden Zellen nachweist. So erkennt er ein Typ-1-Diabetes-Risiko Monate bis Jahre vor den ersten Symptomen. Der Test läuft auf den bereits installierten Geräten für das Neugeborenenscreening und nutzt getrocknete Blutstropfen. Damit verlängert Revvity sein Screeninggeschäft vom Neugeborenen- ins Kleinkindalter. Das Kit trägt die EU-Zertifizierung nach IVDR und startet in Europa, eine FDA-Freigabe fehlt noch. Mit der Übernahme von Human Cell Design, die Anfang September bekannt gegeben wurde, übernimmt der Konzern zudem menschliche Bauchspeicheldrüsenzellen für die GLP-1-Forschung. Der Abschluss ist für das 4. Quartal 2026 geplant. Das Management hob die Prognose auf 4 bis 5 % organisches Wachstum und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,30 bis 5,40 USD an, ohne eine weitere Markterholung einzurechnen. 2024 und 2025 kaufte Revvity 15 % der eigenen Aktien zurück. Jeder zusätzliche Prozentpunkt Wachstum schlägt überproportional auf die Marge durch. Die Aktie befindet sich in einem schönen Aufwärtstrend und könnte nun die Trendfolge fortsetzen. (PKI)
Repligen ist einen Blick wert. Das Unternehmen stellt u. a. Filter, Analysegeräte und Proteine her, mit denen Pharmakonzerne und Auftragsfertiger Arzneimittel wie Antikörper, mRNA-Wirkstoffe und Gentherapien produzieren. Im 2. Quartal stieg der Umsatz um 12 % auf 204 Mio. USD, während das EPS um 46 % auf 0,54 USD kletterte. Der nächste Treiber dürfte die Übernahme von BioLife Solutions für rund 1,5 Mrd. USD werden. BioLife liefert Produkte zum Einfrieren und Lagern von Zelltherapien, steckt in 18 zugelassenen Therapien und erzielt 98 % des Umsatzes mit Verbrauchsmaterial. Die US-Kartellfrist lief am 3. September ab, am 5. Oktober stimmen die BioLife-Aktionäre ab. Rückenwind kommt auch aus dem mRNA-Bereich. Am 19. August meldeten Merck (i) und Moderna, dass die personalisierte Krebstherapie Intismeran in der Phase-3-Studie gegen Melanom ihre Ziele erreicht hat. Repligen ist an dem Programm beteiligt und liefert u. a. Filter und Analytik für die kleinteilige mRNA-Produktion. Was mir zudem gefällt ist, dass das Anlagengeschäft nun auch Rückenwind erhält: Im 3. Quartal gewann Repligen bereits zwei Ausschreibungen, nach je einer im 1. und 2. Quartal. Die Aktie bildet aktuell eine Base aus. Mit dem Überschreiten des Widerstands bei 190 USD entsteht ein neue Long-Signal, dem man folgen könnte. (RGEN)
IonQ bespreche ich im Tenbagger-Forum bereits seit mehreren Jahren, als die Aktie noch im einstelligen Bereich notierte. B. Riley Securities hat am 21. September, kurz vor dem Quantum World Congress 2026, der zwischen dem 23. und 25. September stattfindet, ein Kursziel von 100 USD bestätigt. Das bedeutet aktuell immer noch ein Potenzial von gut 100 %. Das Analystenhaus ist letztlich nicht nur für IonQ bullisch, sondern für die ganze Branche und verweist darauf, dass sich die US-Quantenpolitik von der Forschungsförderung hin zur Kommerzialisierung verschiebt. IonQ hat in den letzten Quartalen eine erfolgreiche Übernahmepolitik verfolgt, wobei Ende Juli die Übername von SkyWater Technology abgeschlossen wurde. Mit der Übernahme des US-Chipfertigers kann IonQ nun seine Quantenchips im eigenen Haus fertigen. Und die Übernahme zeigt bereits Wirkung. So sank die Entwicklungszeit für den 256-Qubit-Prozessor von neun auf zwei Monate, und erste Chips sind bei SkyWater bereits gefertigt. Die Technik ersetzt Laseroptik durch Elektronik auf dem Chip und senkt die Kosten pro Qubit laut IonQ über die Roadmap um mehr als das 300-Fache. Mit Vector Atomic (Quantensensorik), ID Quantique (Quantenverschlüsselung) und Capella (Satelliten) deckt IonQ inzwischen die gesamte Wertschöpfungskette ab. Zwar bleibt die Aktie ein spekulativer Wert. Doch mit der eigenen Fertigung verfügt das Unternehmen über einen strukturellen Vorsprung, den neue staatliche Programme weiter festigen. Die Aktie könnte mit dem bevorstehenden Quantum World Congress wieder an Schwung gewinnen. Das erste Ziel ist im Bereich von 48 USD zu finden. Wird dies überwunden, dann dürfte schnell das Zwischenhoch bei 70 USD angelaufen werden. (IONQ)