ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stabil trotz Geopolitik
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Jahresstart am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax am Montag nahezu unverändert gehalten. Die
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Jahresstart am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax am Montag nahezu unverändert gehalten. Die
Intel (INTC) könnte 2026 eine der Comeback-Storys werden. Intel profitiert im Chipgeschäft von der Verbreitung der KI und unterstützt mit Intel Foundry auch die US-Halbleiterproduktion. Der US-Präsident Donald Trump sprach am 8. Januar von einem „großartigen Meeting“ mit dem neuen und „äußerst erfolgreichen“ CEO Lip-Bu Tan, was den Schulterschluss mit der US-Regierung als größten Anteilseigner verdeutlicht. Investitionen von der US-Regierung, NVIDIA und Softbank brachten in Verbindung mit Veräußerungen von Altera und Mobileye zusätzliche Barmittel von 20 Mrd. USD ein. Die CES 2026 markierte mit Intels Core Ultra Series 3 (Panther Lake) einen technologischen Meilenstein – die erste massenproduzierte Plattform im 18A-Prozess (1,8 nm). High-End-Modelle wie der Core Ultra X9 und X7 bieten dabei bis zu 16 CPU-Kerne und eine integrierte NPU (Neural Processing Unit) mit 50 TOPS für lokale KI-Anwendungen. Erreicht werden Akkulaufzeiten von bis zu 27 Stunden, 60 % höhere Multithread-Leistung und eine 77 % schnelleren Grafikperformance im Vergleich zur Vorgängergeneration (Lunar Lake). Unterstützt werden 200 PC-Designs und zusätzliche Edge-Systeme. Auch für Rechenzentren soll Clearwater Forest (Xeon 6+) als erster Serverprozessor auf 18A-Basis 18A im 1. Halbjahr 2026 folgen. Die Experten von Melius Research stuften die Aktie zudem mit einem Kursziel von 50 USD von „Hold“ auf „Buy“ und sehen Apple und NVIDIA ab 2028 bzw. 2029 als potenzielle Intel Foundry-Kunden mit 14A, wo das Management zuletzt von „enormen Fortschritten“ sprach. Am 23. Januar könnten die Ergebnisse für das 4. Quartal neue Impulse liefern. Mit einem Ausbruch aus der Konsolidierung erhalten Trader neue Kaufsignale.
Donald Trumps radikaler Vorstoß vom Abend des 08.01.2026, ca. 200 Milliarden USD in den Kauf von Hypothekenanleihen zu pumpen, könnte sich als der entscheidende Katalysator für den US-Immobilienmarkt erweisen. Durch das künstliche Drücken der Hypothekenzinsen soll der Traum vom Eigenheim für Millionen Amerikaner wieder erschwinglich werden. Wer von diesem staatlich verordneten Bauboom neben den Hausbauern am massivsten profitiert? Aus meiner Sicht der Holz-Gigant Weyerhaeuser. Als größter privater Waldbesitzer Nordamerikas sitzt das Unternehmen auf einem gigantischen Sachwert-Schatz von 10,4 Millionen Acres in den USA und lizenzierten 13 Millionen Acres in Kanada. Weyerhaeuser ist dabei weit mehr als ein passiver Landbesitzer. Durch die eigene Holzverarbeitung kontrolliert das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette. Wenn Amerika wieder baut, führt kein Weg an ihrem Holz vorbei. Die Aktie notiert derzeit deutlich unter ihrem fairen Wert. Ein neuer Aufschwung auf dem Häusermarkt würde die Nachfrage stimulieren und das Papier zügig in Richtung seines inneren Wertes von ca. 35 USD treiben. Fazit: Die Kombination aus Marktdominanz und politischem Rückenwind ist einmalig. Weyerhaeuser ist für mich ein Top-Value-Wert mit 3,6 % Dividendenrendite, um auf eine Erholung des US-Häusermarkts zu wetten.
Guardant Health bespreche ich im Tenbagger-Forum bereits seit Anfang 2020 ausführlich. Damals noch zu Kursen um 20 USD. Die Aktie ist spekulativ, aber das Marktpotenzial riesig. Das Unternehmen ist ein Pionier im Bereich der Flüssigbiopsie, wobei innovative Bluttests zur Krebsdiagnostik, Therapieauswahl, Überwachung und Früherkennung eingesetzt werden. Im 3. Quartal verzeichnete Guardant einen echten Meilenstein: Das Unternehmen knackte erstmals die Jahresumsatzrate von über 1 Mrd. USD und übertraf die Erwartungen mit einem Umsatzanstieg von 39 % auf 265,2 Mio. USD. Das Wachstum beschleunigte sich dabei das 2. Quartal infolge. Guardant Health ist der Top-Performer aus dem Bereich Heathcare Services gewesen, mit einem Plus von 220 %, gefolgt von BrightSpring, die ich im Tenbagger ebenfalls immer wieder thematisiere. Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen aufgrund der anziehenden Nachfrage nach seinen Tests auch in den kommenden Quartalen die Schätzungen schlagen dürfte. Die Aktie bildet eine Base. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 110 USD könnte man hier auf die Trendfolge setzen. (GH)