ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax knickt nach Trumps Rede ein
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt
Penguin Solutions (ehem. SMART Global Holdings) fokussiert sich im Zuge einer Transformationsstrategie voll und ganz auf die Wachstumsmärkte Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing (HPC). Unternehmen, Regierungen und Neocloud-Anbieter erhalten maßgeschneiderte "KI-Fabriken" und die dazugehörige skalierbare Recheninfrastruktur. Dabei werden die eigenen Komponenten mit Chips von Partnern wie NVIDIA, AMD oder Dell zu einem Gesamtsystem verschmolzen, das unter der Marke „OriginAI Factory“ vermarktet wird. Hier ist die Datensouveränität mit dem Aufbau von On-Premise-KI-Fabriken ein direkter Treiber. CEO Kash Shaikh verweist durch den Übergang vom KI-Modelltraining hin zur KI-Inferenz klar sichtbaren Nachfragewechsel von Rechenleistung hin zum höheren Speicherbedarf. Das entsprechende Integrated Memory-Geschäft konnte im jüngsten 2. Quartal um 63 % wachsen, das mit einer vorteilhaften Preisentwicklung bereits für die Hälfte am gesamten Umsatzmix verantwortlich ist. Insbesondere CXL-Speichermodule sowie CXL-basierte Cache-Server sind gefragt, mit denen Speicher dynamisch zwischen GPUs und CPUs aufgeteilt (Pooling) werden kann. Der Gesamtumsatz fiel um rund 6 % auf 343 Mio. USD (Konsens: 339 Mio. USD), was primär auf anhaltende Lieferengpässe und der Abkehr von Hyperscaler und dem Auslauf des Edge-Geschäfts im Segment Advanced Computing (Hochleistungsrechner & KI-Infrastruktur) zurückzuführen ist. Die Auftragseingänge und Pipeline sind jedoch stark. Etwa wuchs das wichtige Nicht-Hyperscaler-KI/HPC-Geschäft im 1. Halbjahr um 50 % und es konnten im letzten Quartal fünf neue Großkunden aus den Bereichen Finanzen, biomedizinische Forschung und Energie gewonnen werden. Nun soll sich das Umsatzwachstum im laufenden Fiskaljahr 2026 von bisher 6 % auf 12 % beschleunigen. Der Nettogewinn soll statt 1,75 bis 2,25 USD nun 2,00 bis 2,30 USD je Aktie betragen. Mit einem KGV von unter 9 startet der Trendwende-Versuch.
Guardian Pharmacy Services (GRDN) hat sich mit einem Netzwerk von 54 lokalen Apotheken auf die pharmazeutische Versorgung von Bewohnern in Langzeitpflegeeinrichtungen (LTC) spezialisiert. Kombiniert werden dabei Lieferservices und Technologien für das Medikationsmanagement, um die Pflegekosten zu senken. In einem rund 7 Mrd. USD großen Markt für die betreute Wohnformen (Assisted Living Facilities) und Demenzpflege (Memory Care) gibt es mit über 1.200 unabhängigen Apotheken hohe Konsolidierungschancen. Die eigenen US-Marktanteile konnten bereits auf 13 % ausgebaut werden. Derzeit werden Langzeitpflegeeinrichtungen mit mehr als 205.000 Bewohnern betreut, wobei das Marktpotenzial von über 1 Mio. potenziell erreichbaren Menschen noch lange nicht ausgeschöpft erscheint. CEO Fred Burke sieht auch den sogenannten "Silver Tsunami" als große Wachstumschance, da 2026 die erste große Kohorte der Babyboomer das 80. Lebensjahr erreicht. Bewohner dieser Kohorte erhalten im Durchschnitt 12 bis 14 verschreibungspflichtige Medikamente pro Tag und sind häufigen Medikationsänderungen ausgesetzt sind. Das Verschreibungsvolumen stieg im vergangenen Geschäftsjahr 2025 um 14 % an. Im 4. Quartal überzeugten in Umsatzplus von 17 % sowie eine Nettogewinnsteigerung von 53 %. Die Jefferies-Analysten riefen am 30. März ein Kursziel von 44 USD (Buy) aus und erwarten mit stabilen Wachstumstrends im Bereich Seniorenwohnheime und Langzeitpflege sowie Marktanteilsgewinnen und Übernahmen ein jährliches EBITDA-Wachstum von 12 bis 16 %. Negativ-Effekte mit sinkenden Medikamentenpreisen durch den Inflation Reduction Act (IRA) können durch höhere Volumina und Effizienzsteigerungen vollständig ausgeglichen werden. Das Management hob die bereinigte EBITDA-Prognose für 2026 von 115 bis 118 Mio. auf 120 bis 124 Mio. USD an. Mit dem Trendfortsetzungsversuch entsteht für Trader ein neues Kaufsignal.
Während die geopolitischen Spannungen zunehmen, positioniert sich der italienische Verteidigungskonzern Leonardo als einer der profiliertesten Gewinner einer neuen Ära der Aufrüstung. Die jüngste Drohung von Donald Trump gegenüber dem “Telegraph”, die USA aufgrund mangelnder Unterstützung im Iran-Konflikt aus der NATO zurückzuziehen, fungiert paradoxerweise als zweifacher Katalysator für die Aktie. Die Citi-Analysten sehen die Aktie auch positiv und stuften sie am 01. April 2026 von Neutral auf Kaufen mit Ziel 69 Euro. Der US-Turbo: Leonardo DRS Leonardo ist längst kein rein europäischer Player mehr. Rund 25 % des Umsatzes werden in den USA generiert, primär durch die Tochter Leonardo DRS. Mit einem prognostizierten US-Verteidigungsbudget von 1.500 Mrd. USD ab 2027 zur Modernisierung der Bestände („Golden Fleet“, „Golden Dome“) sitzt Leonardo an der Quelle. Besonders in den Nischen Sensorik und Elektronik gilt der Konzern für das Pentagon als unverzichtbar. Europas Antwort auf das Machtvakuum Sollten sich die USA tatsächlich teilweise aus der Ukraine-Absicherung oder der NATO zurückziehen, entsteht in Europa ein massives Vakuum. Leonardo liefert hier die kritische Infrastruktur: Von Radarsystemen bis hin zur Drohnenabwehr. Der Konzern profitiert direkt von der notwendigen technologischen Unabhängigkeit des Kontinents. Finanzielle Ambitionen bis 2030 Die Transformation zur multinationalen „One Company“ ist laut Management abgeschlossen. Die Ziele für 2030 sind ehrgeizig: Der Umsatz soll von 19,5 Mrd. Euro auf 30 Mrd. Euro steigen, während sich das EBITA auf 3,59 Mrd. Euro nahezu verdoppeln soll. Der Auftragseingang wird bei 32 Mrd. Euro p.a. erwartet. CEO Roberto Cingolani betont: „Wir haben die Transformation zur multinationalen 'One Company' abgeschlossen und verfügen nun über einen Wettbewerbsvorteil, den nur wenige andere besitzen.“ Das „versteckte“ Asset: Space Oft vom Markt unterschätzt, dominiert Leonardo über die „Space Alliance“ mit Thales den europäischen Orbit. Ob hochpräzise Radar-Erdbeobachtung via COSMO-SkyMed oder die Beteiligung am Artemis-Programm der NASA – Leonardo sichert sich die Lufthoheit in einem Bereich, der für die moderne, vernetzte Kriegsführung („Michelangelo Dome“) essenziell ist.