Aktien Frankfurt: Dax müht sich ins Plus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Vortag hat sich am Mittwoch der Aufwärtsdrang des Dax in Grenzen gehalten. Nach einem
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Vortag hat sich am Mittwoch der Aufwärtsdrang des Dax in Grenzen gehalten. Nach einem
Boost Run, mit einer Marktkapitalisierung von 2 Mrd. USD, betreibt Cloud-Infrastruktur für KI-Anwendungen und Hochleistungsrechner. Das Unternehmen kam im Mai 2026 über eine Fusion mit dem SPAC Willow Lane Acquisition Corp. an die Nasdaq und erhielt daraus rund 134,5 Mio. USD. Zum Börsengang wies Boost Run rund 940 Mio. USD an langfristig sichtbaren Umsatz aus, bei einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa drei Jahren und einem annualisierten wiederkehrenden Umsatz von rund 375 Mio. USD. Spannend ist, dass das Unternehmen Mitte Mai 2026 einen Vertrag mit Thinking Machines Lab an Land ziehen konnte: 36 Monate Laufzeit, rund 471,7 Mio. USD Volumen, 5.000 NVIDIA-B300-GPUs. Entscheidend ist die Struktur, denn die Bestellungen sind nicht kündbar und die Gebühren fallen unabhängig von der tatsächlichen Nutzung an. Das erhöht die Planbarkeit der Erlöse. Über eine Kaufvereinbarung mit Dell im Volumen von 1,44 Mrd. USD sichert sich Boost Run die Hardware für diese Zusagen. Bislang ist das Unternehmen von wenigen Großkunden abhängig, und zudem hat sich der Bericht zum 1. Quartal verzögert, was das Unternehmen spekulativ macht. Die Aktie hat eine Base gebildet. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 39 USD könnte man hier nun folgen, wobei ich das Risiko spätestens bei 33 USD begrenzen würde. (BRUN)
JFrog unterstützt seine Kunden mit einer End-to-End-Software Supply Chain Platform bei der effizienten Verwaltung und Bereitstellung von Softwarekomponenten für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen. Mit sogenannten DevOps-Tools kann der gesamte Prozess erstellter Softwarelösungen von der Entwicklung bis zur Bereitstellung auf einzelnen Geräten umgesetzt werden, was Prozesse automatisieren und beschleunigen soll. Dabei festigt das Unternehmen seine Position als direkter Profiteur der KI-Transformation. Im ersten Magic Quadrant für Software-Lieferkettensicherheit, den Gartner am 17. Juni 2026 veröffentlichte, stufte man JFrog als Leader ein und vergab die höchste Bewertung in der Kategorie Umsetzungsfähigkeit. Benchmark stufte zudem die Aktie auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 100 USD. Das Wachstum bei JFrog wird aktuell durch die KI angeheizt. Agenten erzeugen Quellcode in einem Tempo, das einen Schwall neuer Binärdateien auslöst, die gespeichert, nachverfolgt und gesichert werden müssen. Parallel wächst der Bedarf an Sicherheit in der Lieferkette. Laut dem unternehmenseigenen State-of-the-Union-Report 2026 stieg die Zahl bösartiger npm-Pakete um 451 %, insgesamt registrierte JFrog 177.000 neue Schadpakete. Lösungen wie JFrog Curation, der AI Catalog und AppTrust adressieren genau diese Lücke; über neue Integrationen mit NVIDIA und Anthropics Claude Code dehnt JFrog seine Kontrollschicht auf KI-Modelle und Coding-Agenten aus. Die Aktie bricht nun aus einer Base bei 90 USD aus. Hier könnte man mit einem Risiko von etwa 10 % auf die Trendfolge setzen. (FROG)
Wenn man an den gigantischen Boom von Rechenzentren durch KI und Cloud-Computing denkt, fallen einem zuerst Chiphersteller, Server-Racks und Kühlsysteme ein. Dass aber auch der physische Bau dieser Anlagen ein Milliardenmarkt ist, geht oft unter. Meines Erachtens könnte hiervon zukünftig Interface profitieren. Es handelt sich um den Weltmarktführer für modulare und nachhaltige Bodenbeläge, der zwar aktuell nicht viel mit Rechenzentren am Hut hat. Doch das könnte sich ändern. Denn das größte physische Risiko in Serverhallen ist statische Elektrizität. Schon kleine elektrostatische Entladungen können millionenschwere Server- und Netzwerktechnik zerstören. Interface hat vor einigen Jahren den deutschen Kautschukboden-Spezialisten Nora systems übernommen. Mit Produkten wie norament ed bietet Interface hochleistungsfähige, ableitfähige Böden an, die statische Aufladung sicher in den Boden ableiten. Da KI-Rechenzentren mit sensiblen GPUs ausgestattet werden, steigt der Bedarf an verlässlichen ESD-Bodenlösungen rasant. Der Umsatz stieg im letzten Quartal auf 331,04 Mio. USD nach 297,41 Mio. USD im Vorjahr, der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte von 0,25 auf 0,41 USD. Für das 2. Quartal 2026 erwartet Interface 385 bis 395 Mio. USD an Umsatz. Dabei könnte ein weiterer Treiber die Net-Zero-Ziele der Hyperscaler werden. Interface ist ein globaler Pionier der Kreislaufwirtschaft und bietet über den gesamten Lebenszyklus CO2-neutrale, und bei einigen Teppichfliesen sogar CO2-negative, Produkte an. Wenn Tech-Giganten ihre neuen Rechenzentren für Umweltzertifikate wie LEED oder BREEAM qualifizieren wollen, sind die emissionsarmen Produkte von Interface ein sehr einfacher Weg, um wichtige Nachhaltigkeitspunkte für das Gebäude zu sammeln. Die Aktie zeigt sich seit den Q1-Zahlen von Anfang Mai sehr stark und bricht nun aus einer Base um 35 USD aus. Hier könnte man auf die Trendfolge setzen. (TILE)