ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Hohe Ölpreise belasten - SAP stützt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei weiter hohen Ölpreisen bleiben die Anleger am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende auf der Hut. Kräftige Kursgewinne
FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei weiter hohen Ölpreisen bleiben die Anleger am deutschen Aktienmarkt vor dem Wochenende auf der Hut. Kräftige Kursgewinne
Das heute veröffentlichte Trading-Update von COMPUTACENTER zum 1. Quartal mit neuen Management-Aussagen, aber keinen konkreten Zahlen, sprengt die optimistischsten Erwartungen der Analysten. Das wird den KI-Profiteur wieder antreiben und damit den Chart-Breakout auf das 52-Wochenhoch forcieren. Der KI-Faktor: Infrastruktur als Wachstumsgarant Computacenter profitiert unmittelbar von der physischen Aufrüstung der digitalen Welt. Die Nachfrage nach spezialisierter KI-Infrastruktur – von Hochleistungsservern bis hin zu komplexen Kühlsystemen – treibt das Segment der Technologie-Beschaffung in neue Dimensionen. Besonders die sogenannten Hyperscale-Kunden, also globale Cloud-Giganten, verlassen sich bei der Implementierung ihrer Rechenkapazitäten auf die Expertise von Computacenter. Da KI-Modelle immense Hardware-Ressourcen erfordern, wandelt sich das Unternehmen zum unverzichtbaren Zulieferer für die KI-Revolution. Die abgeschlossenen KI-Großprojekte im Vereinigten Königreich sind hierbei erst die Vorboten einer globalen Welle. Q1-Update: Momentum deutlich über Erwartungen Die Zahlen für das 1. Quartal bis zum 31. März 2026 zeichnen ein Bild von extremer Stärke. Das Segment der Technologie-Beschaffung verzeichnete eine regelrechte Umsatz-Explosion und wuchs signifikant stärker als im Vorjahr, was primär auf das Geschäft mit Hyperscalern in Nordamerika und dem Vereinigten Königreich zurückzuführen ist. Parallel dazu sorgte ein starkes organisches Wachstum bei den professionellen Dienstleistungen für ein Ertragsplus in der Dienstleistungsmarge, wodurch ein Rückgang bei den Managed Services mehr als ausgeglichen werden konnte. Angesichts dieses Momentums hat das Management die Prognose angehoben und erwartet nun ein Jahresergebnis, das bequem über den Markterwartungen liegen wird, da das starke erste Halbjahr mögliche makroökonomische Unsicherheiten bereits jetzt kompensiert. Gestützt wird dieser Ausblick durch einen Auftragsbestand auf Rekordniveau; trotz bestehender Lieferengpässe bei Hardware-Komponenten ordern Kunden ihre IT-Produkte aufgrund der hohen Nachfrage strategisch weit im Voraus. Fazit: Der Bulle nimmt wieder Fahrt auf Die heutige Nachricht ist der Katalysator, um den charttechnischen Ausbruch auf das 52-Wochenhoch nachhaltig zu bestätigen. Mit einem KGV27e von weiterhin moderaten 18 verfügt der KI-Profiteur über weiteres Potenzial. Trader können daher auf eine Fortführung des Aufschwungs setzen.
Der Ölpreis steigt um 2 %. Brent klettert in Richtung der 105 USD je Barrel, weil die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Das ist der wesentliche Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt. Der Profiteur? VERBIO! Nach einer kurzen Konsolidierung meldet sich Verbio mit dem Ausbruch und der Trendfolge zurück. Die Logik: Der aktuelle Preisschock am Rohölmarkt, befeuert durch die anhaltende Hormus-Krise, verschiebt die Wirtschaftlichkeit signifikant zugunsten von Biokraftstoffen. E10 bietet gegenüber Super einen Preisvorteil an der Tankstelle, den Verbraucher angesichts der wachsenden Belastungen nutzen. Damit erhöht sich die Nachfrage bei Verbio. Nun will die EU-Kommission europaweit den neuen Billig-Kraftstoff E20 einführen. Er gilt als Hoffnungsschimmer für die hohen Kraftstoffpreise. Hersteller wie Mercedes und BMW haben den Kraftstoff für neuer Motoren freigegeben. Das Management hat bereits reagiert und die EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf 100 Mio. Euro bis 140 Mio. Euro angehoben. „Die rasant steigenden Kraftstoffpreise sind für uns außerordentlich vorteilhaft. Die starke Nachfrage nach emissionsarmen Biokraftstoffen sorgt für anhaltend hohe Absatzpreise.“, so der CEO in einer jüngsten Stellungnahme. Verbio fungiert derzeit als Hedge auf den Ölpreis. Solange die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Versorgungssicherheit bedrohen und die Ölpreise hochhalten, bleibt das Aufwärtspotenzial intakt.
Die VusionGroup ist der französische Marktführer für digitale In-Store-Technologien. Das Kernprodukt sind sogenannte elektronische Regaletiketten. Das sind kleine, digitale Displays am Regal. Diese Schilder sind per Funk direkt mit dem zentralen Computer oder der Kasse des Supermarkts verbunden. Möchte der Filialleiter nun den Preis für eine Tafel Schokolade ändern, gibt er das einfach in den Computer ein. Das digitale Schild am Regal aktualisiert sich daraufhin in Sekundenschnelle völlig automatisch. Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst. Dies belegt der Konzern mit dem Quartalsbericht vom 21. April. Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2026 um 34 % auf 289 Mio. Euro, flankiert von einem zukunftsweisenden Auftragseingang in Höhe von 316 Mio. Euro. Aus der Perspektive des Konzerns steht die erfolgreiche Transformation vom reinen Hardware-Lieferanten zum digitalen Lösungsanbieter hierbei im Zentrum des Handelns. Der CEO sagte: "Unser Wachstum ist solide, VAS wuchs weiterhin sehr stark, und unser Geschäft spiegelt die steigende Nachfrage großer Einzelhändler nach der Digitalisierung ihrer Filialen und deren Integration in die Omnichannel-Strategie wider." Dies zeigt sich besonders im strategisch wichtigen Segment der Value-Added Services (VAS), das um 53 % wuchs. Das Management treibt diese margenstarke Entwicklung durch den konsequenten Einsatz künstlicher Intelligenz und den Ausbau globaler Partnerschaften, etwa mit Carrefour und Walmart, weiter voran. Gestützt auf diesen Auftakt bestätigt der Vorstand die Gesamtjahresprognose, die ein organisches Umsatzwachstum von 15 bis 20 % sowie eine signifikante Steigerung der EBITDA-Marge um mehr als 100 Basispunkte vorsieht. Durch den Wandel hin zu einem skalierbaren Abonnement-Modell und der enormen Expansionsdynamik in Nordamerika und dem Vereinigten Königreich ergeben sich langfristige Wachstumsperspektiven.