Aktien Wien Schluss: ATX schließt nach Rekordjagd im Minus
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag nach der Rekordjagd vom Vortag wieder nachgegeben. Der ATX beendete den
WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag nach der Rekordjagd vom Vortag wieder nachgegeben. Der ATX beendete den
Vishay Precision (VPG) habe ich erst kürzlich ausführlich im Tenbagger-Forum vorgestellt und ich denke, das Unternehmen muss man jetzt im Blick behalten. Denn nach sensationellen Zahlen zum 1. Quartal 2026 schoss die Aktie um fast 30 % nach oben und dürfte nun zeitnah weiter nach oben ziehen. Denn das Unternehmen glänzt mit operativer Dynamik. Der Umsatz kletterte im Q1/2026 um 17,6 % auf 84,4 Mio. USD und schlug die Markterwartungen deutlich. Noch beeindruckender fiel der Auftragseingang aus: Mit 102,1 Mio. USD verzeichnete das Unternehmen den dritthöchsten Quartalswert seiner Geschichte. Ein starkes Book-to-Bill-Verhältnis von 1,2 unterstreicht die robuste Nachfrage. Getrieben wird das Wachstum vor allem vom Segment Sensoren, das von Megatrends wie Halbleiterausrüstung, KI-Datenzentren und Luftfahrt profitiert. Für Fantasie sorgt zudem ein neuer Zukunftsmarkt: Im Bereich der humanoiden Robotik verbuchte VPG erste Aufträge über eine Million USD und verhandelt bereits mit weiteren Entwicklern. Der Haken an der Erfolgsstory liegt in den Finanzen. Trotz des Umsatzbooms blieb unter dem Strich ein bereinigter Gewinn von 0,07 USD je Aktie. Hohe Investitionen in eine neue Organisationsstruktur und Wachstumsinitiativen belasten kurzfristig die Profitabilität, die operative Marge stagnierte bei mageren 1,9 %. Die Bewertung mit einem KGV von 97 für 2026 ist ambitioniert. Der Markt wettet aber jetzt auf eine gewaltige Gewinnexplosion: Bis 2028 wird ein jährliches EPS-Wachstum von über 80 % erwartet. Gelingt der operative Hebel durch Kosteneffizienz und den Robotik-Durchbruch, rechtfertigt das den Aufpreis. (VPG)
Die geopolitischen Spannungen um strategisch wichtige Mineralien nehmen weiter zu. Chinas anhaltende Exportbeschränkungen für Seltene Erden, insbesondere für essenzielle militärische Anwendungen, haben die Preise außerhalb der Volksrepublik stark in die Höhe getrieben. Laut Analyst Neal Dingmann liegen die Preisaufschläge zum Teil bei rund 400 % gegenüber dem chinesischen Binnenmarkt. Zwar kam es kürzlich, nach überzogenen Markterwartungen über eine mögliche Lockerung der Kontrollen durch Peking, zu einem „ungerechtfertigten“ Abverkauf bei westlichen Rohstoffwerten. Doch Experten betonen: Selbst wenn Peking die Zügel etwas lockern sollte, beträfe dies ausschließlich zivile Nutzungen. Der Westen benötigt dringender denn je eine eigene unabhängige Lieferkette. Auf dieses Szenario habe ich bereits im letzten Jahr im Tenbagger-Magazin hingewiesen und u. a. auf Critical Metals aufmerksam gemacht. Das Unternehmen positioniert sich als zentraler Baustein einer vom Westen kontrollierten Versorgung. Mitte April hat die grönländische Regierung die Übertragung der restlichen Anteile am gigantischen Tanbreez-Projekt genehmigt. Damit kontrolliert Critical Metals nun 92,5 % einer der weltweit größten bekannten Lagerstätten für Seltene Erden. Das Vorkommen ist besonders reich an schweren, hochkritischen Elementen wie Dysprosium und Terbium, die für High-Tech-Elektronik und moderne Verteidigungstechnologie unverzichtbar sind. Chairman Tony Sage bezeichnet diesen Vorgang zu Recht als historischen "Gamechanger" für die westliche Versorgungssicherheit. Gleichzeitig wird das enorme Potenzial durch erste kommerzielle Erfolge abgesichert. Critical Metals hat am 20 Mai bekannt gegeben, einen 15-jährigen Abnahmevertrag mit REalloys unterzeichnet zu haben. Dieser sichert dem Partner eine US-ausgerichtete Lieferkette und umfasst 15 % der jährlichen Nennkapazität der Phase 1 (bis zu 15.000 Tonnen Konzentrat), samt Vorzugsrechten für die begehrten schweren Seltenen Erden. Mit eigenen Barreserven von 124 Mio. USD ist das Unternehmen zudem finanziell absolut robust aufgestellt, um die Entwicklung in Grönland zügig zur Produktionsreife zu führen. Die Aktie ist volatil. Doch jetzt könnte man darauf setzen, dass die Aktie schnell wider den Widerstand bei 15 USD anläuft. (CRML)
Rockwell Automation baut seine Position im Wachstumsmarkt für industrielle KI- und Automatisierungslösungen weiter aus. Gemeinsam mit dem Industriepartner Actemium entwickelt der Konzern eine intelligente Optimierungslösung für industrielle Kühlsysteme, die bei einem großen Hersteller von Tiefkühl-Pommes frites bereits deutliche Einsparungen erzielt. Die sogenannte „Real-Time Coefficient of Performance“-Technologie (RtCOP) steigert die Energieeffizienz laut Unternehmensangaben um 17 % und spart pro Produktionsstandort schätzungsweise rund 130.000 USD jährlich ein. Gleichzeitig soll die Lösung die Belastung zentraler Kühlaggregate reduzieren und damit die Lebensdauer der Anlagen erhöhen. Für Investoren unterstreicht das Projekt die zunehmende Bedeutung KI-gestützter Industrieanwendungen, die Unternehmen helfen, Energiekosten zu senken und Produktivitätsprobleme durch Fachkräftemangel abzufedern. Die RtCOP-Plattform funktioniert wie ein dauerhaft aktiver virtueller Anlagenoperator. Das System analysiert in Echtzeit die Leistung von Kompressoren, Verdampfern und Kondensatoren sowie Umgebungs- und Produktionsdaten, um automatisch die energieeffizienteste Konfiguration der Kühltechnik auszuwählen. Die technische Basis bildet das PlantPAx-DCS-System von Rockwell Automation, das die notwendigen Echtzeitdaten verarbeitet und autonome Optimierungsprozesse ermöglicht. Besonders relevant ist der Einsatzbereich, weil industrielle Kühlsysteme in Lebensmittelwerken teilweise bis zu 70 % des gesamten Stromverbrauchs verursachen. Bislang wurden diese Anlagen vor allem auf maximale Kühlleistung statt auf Energieeffizienz ausgelegt. Genau hier setzen moderne KI- und Automatisierungslösungen an. Branchenexperten sehen darin einen wichtigen Zukunftsmarkt, da Lebensmittelhersteller weltweit unter steigenden Energiekosten, strengeren Nachhaltigkeitszielen und wachsendem Kostendruck stehen.