ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne dank sinkender Ölpreise
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine anhaltende Entspannung bei den Ölpreisen hat den deutschen Aktienmarkt am Montag angetrieben. Marktteilnehmer setzten alle Hoffnung darauf,
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine anhaltende Entspannung bei den Ölpreisen hat den deutschen Aktienmarkt am Montag angetrieben. Marktteilnehmer setzten alle Hoffnung darauf,
DexCom bleibt bei seinem Fahrplan für die US-Erstattung im Bereich Typ-2-Diabetes ohne Insulinpflicht (NIT). Auf der Wells Fargo Healthcare Conference am 9. September 2026 bestätigte CFO Jereme Sylvain, dass die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde CMS weiterhin im erwarteten Zeitfenster liegt und Mitte 2027 genehmigt werden soll. Der Markt für Typ-2-Diabetiker ohne Insulin ist ein Milliardenmarkt mit über 500 Mio. Betroffenen weltweit. Für die mittelfristige Wachstumsrate von 10 % plus, wie im Investorentag-Ausblick genannt, sieht das Management das Jahr 2027 mit der CMS-Genehmigung als wichtigen Baustein. Daneben dürfte aber auch die internationale Einführung des 15-Tage-Sensors für neuen Schub sorgen. Die nächste Produktgeneration G8 mit Kalium- und Ketonmessung ist für Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 geplant, ein Krankenhaus-CGM-System für denselben Zeitraum. Damit bleibt die Aktie von Dexcom im Healthcare-Bereich für mich mittelfristig ein spannender Kandidat für die Trendfolge. Nach den starken Q2-Zahlen hat die Aktie einige Wochen konsolidiert, könnte aber jetzt die Aufwärtsbewegung fortsetzen. (DXCM)
Die Pennant Group ist ein Gesundheitsdienstleister, der sich auf die Versorgung älterer Menschen spezialisiert hat. Über unabhängige Tochtergesellschaften betreibt das Unternehmen Dienste für Heimpflege, Hospize sowie Wohn- und Pflegeeinrichtungen in siebzehn US-Bundesstaaten. Ausgerichtet ist das Geschäftsmodell auf wertorientierte Versorgung mit engem Bezug zur alternden US-Bevölkerung. Am 16. September 2026 meldete Pennant den Kauf der Immobilie von Mainplace Senior Living in Orange, Kalifornien. Effektiv zum 3. September 2026 übernahm eine Tochtergesellschaft das Eigentum an der Einrichtung, die eine verbundene Pennant-Gesellschaft bereits seit dem Spin-off 2019 im Rahmen eines Triple-Net-Leasingvertrags betrieben hatte. Aus gemieteter wird damit eigene Immobilie im Bestand. Der Deal selbst ist klein, doch er reiht sich in ein Muster ein, das die Aktie seit Monaten trägt: Pennant kauft gezielt Bestandsimmobilien seiner eigenen Betriebe zurück und stärkt damit Bilanz und Kontrolle über das Portfolio. Im 2. Quartal 2026 war der Umsatz um 35,8 % und das bereinigte EBITDA um 48,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, woraufhin das Management die Jahresprognose anhob. Am 15. September präsentierte das Management zudem auf der Jefferies-Healthcare-Konferenz seine Wachstumsstrategie für die kommenden Quartale. Die Aktie legte am 16. September nach Bekanntwerden der Übernahme deutlich unter erhöhtem Volumen zu. Mit dem Ausbruch aus der Base bei 42 USD könnt man nun auf die Trendfolge setzen. (PNTG)
Castle Biosciences hat sich vom reinen Dermatologie-Spezialisten zu einem breiter aufgestellten Diagnostik-Anbieter entwickelt. Das Unternehmen analysiert Gewebeproben von Patienten und liefert Ärzten anhand genetischer Daten und proprietärer Algorithmen eine Einschätzung des individuellen Krebsrisikos. Bezahlt wird Castle von US-Krankenversicherungen, sowohl staatlichen Trägern wie Medicare als auch privaten Anbietern. Das wirtschaftliche Fundament bildet weiterhin die Dermatologie mit dem Flaggschiffprodukt DecisionDx-Melanoma, das anhand von 31 Genen die Metastasierungswahrscheinlichkeit bei schwarzem Hautkrebs vorhersagt. Die eigentliche Wachstumsfantasie liegt jedoch in der Gastroenterologie: Mit TissueCypher bietet Castle den ersten Präzisionstest an, der vorhersagen kann, welche Patienten mit Barrett-Ösophagus tatsächlich Speiseröhrenkrebs entwickeln. Genau zu diesem Test veröffentlichte das Unternehmen am 15. September 2026 eine neue Modellierungsstudie, die in den Annals of Gastroenterology erscheinen soll. Die simulierte Anwendung von TissueCypher erhöhte die leitliniengerechte Behandlung von Patienten mit nicht-dysplastischem Barrett-Ösophagus, unklarer Dysplasie und niedriggradiger Dysplasie deutlich. Über alle untersuchten Patienten hinweg stieg der Anteil einer angemessenen Behandlung von 59,8 % auf 75,3 %, wenn Ärzte die Testergebnisse in ihre Entscheidung einbezogen. Barrett-Ösophagus gilt als Vorstufe des Speiseröhrenkrebses, einer Krebsart mit geringer Langzeitüberlebensrate. Der Test hilft demnach, die Behandlung bei Hochrisikopatienten zu eskalieren und gleichzeitig unnötige Eingriffe bei Patienten mit niedrigem Risiko zu vermeiden. Für Castle Biosciences ist die Studie ein weiterer Baustein, um TissueCypher stärker in der klinischen Praxis zu verankern und die Erstattung durch Versicherer zu untermauern. Wenn dies gelingt, dann dürfte das der Aktie deutlichen Auftrieb verschaffen. Mit dem Ausbruch über die Marke von 35 USD könnte man nun folgen. (CSTL).