Aktien New York: Erholung auch ohne Entspannung im Iran-Krieg
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten wegen des Iran-Krieges geben sich die Anleger am ersten Handelstag der dritten Kriegswoche
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten wegen des Iran-Krieges geben sich die Anleger am ersten Handelstag der dritten Kriegswoche
Wer NEBIUS seit dem Hoch im Oktober abgeschrieben hat, ignoriert das wichtigste Gesetz der Tech-Börse: Infrastruktur für Superintelligenz und KI-Agenten ist King. Nebius ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern baut als Full-Stack-KI-Cloud-Plattform die Infrastruktur, auf der die Zukunft berechnet wird – vom Modell-Training bis zum produktiven Einsatz von KI-Agenten. Mit dem heute verkündeten 27 Milliarden USD-Deal mit Meta transformiert sich das Unternehmen zum systemrelevanten Rückgrat der KI-Revolution. Wie der Meta-Nebius-Deal strukturiert ist! Der Deal ist kein simpler Cloud-Vertrag, sondern eine strategische Allianz. Über fünf Jahre stellt Nebius Kapazitäten im Wert von 12 Mrd. USD bereit und zwar auf Basis der brandneuen NVIDIA Vera Rubin Plattform. Dass Meta hier als Erstabnehmer auftritt, ist ein Vertrauensvotum in die operative Exzellenz von CEO Arkady Volozh. Doch der eigentliche Clou steckt im Kleingedruckten. Meta hat sich verpflichtet, zusätzliche Kapazitäten für bis zu 15 Mrd. USD abzunehmen, falls Drittkunden diese nicht nutzen. Damit ist das Auslastungsrisiko für die kommenden Cluster praktisch vom Tisch. Während die Guidance für 2026 unverändert bleibt, verbessert sich die mittelfristige Umsatzvisibilität. Wichtig zu wissen: Laut dem Factset-Konsens wird Nebius erst 2029 auf Nettobasis schwarze Zahlen schreiben. Der Aufbau der KI-Infrastruktur kostet erstmal Geld und verleiht der Aktie einen besonders spekulativen Charakter. Die Trader-Perspektive: Breakout-Alarm! Charttechnisch ist die Lage hochspannend. Die Nebius-Aktie konsolidiert seit dem Herbst-Peak 2025. Die heutige Nachricht ist der fundamentale Treibstoff, den die Bullen für den Big Picture-Breakout benötigen. Erstens wird jetzt die Korrektur der letzten Monate verlassen. Zweitens könnte Nebius auch um 150 USD auf ein neues 52-Wochenhoch ausbrechen. Der Pivotal News Point bietet die Basis dafür und macht die Aktie für Trader interessant.
Die Aktie des KI-Cloudanbieters Nebius Group reagiert mit einem kräftigen Kurssprung auf eine der größten Infrastrukturvereinbarungen im jungen Markt für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen hat mit dem Social-Media-Konzern Meta Platforms eine langfristige Partnerschaft geschlossen, deren Gesamtvolumen sich auf bis zu 27 Mrd. USD belaufen kann. Der Vertrag sieht vor, dass Nebius über mehrere Standorte hinweg KI-Rechenkapazität im Wert von 12 Mrd. USD exklusiv für Meta bereitstellt. Darüber hinaus erhält Meta die Option, innerhalb von fünf Jahren zusätzliche Rechenleistung im Umfang von bis zu 15 Mrd. USD abzunehmen. Die Infrastruktur basiert auf der kommenden Generation der KI-Plattform „Vera Rubin“ von NVIDIA und soll ab Anfang 2027 ausgeliefert werden. Für Nebius stellt die Vereinbarung einen strategischen Meilenstein dar, da sie die Rolle des Unternehmens im schnell wachsenden Markt für sogenannte „Neocloud“-Anbieter stärkt. Diese spezialisieren sich darauf, KI-Rechenleistung bereitzustellen und treten damit als kleinere, hochfokussierte Alternativen zu den großen Hyperscalern auf. Neben Meta zählt inzwischen auch Microsoft zu den Großkunden: Bereits im vergangenen Jahr hatte Nebius einen Vertrag über KI-Infrastruktur im Wert von rund 17,4 Mrd. USD abgeschlossen. Zusätzlich unterstützt NVIDIA das Unternehmen finanziell und hat rund 2 Mrd. USD investiert. Analysten rechnen nun mit einem massiven Wachstumsschub: Für das laufende Quartal erwarten Marktschätzungen Umsätze von etwa 401 Mio. USD, was einem Anstieg von rund 625 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf Jahressicht könnten die Erlöse auf mehr als 3,3 Mrd. USD steigen und im darauffolgenden Jahr sogar in Richtung 9,5 Mrd. USD wachsen. Gleichzeitig bleibt die Expansion kapitalintensiv – allein im letzten Quartal investierte das Unternehmen rund 2,1 Mrd. USD in Infrastruktur und GPU-Hardware.
Coupang Inc. (CPNG) ist der unangefochtene Marktführer im südkoreanischen E-Commerce und wird oft als das "Amazon Südkoreas" bezeichnet. Der Konzern bietet eine beispiellose End-to-End-Logistikinfrastruktur, die Millionen von Artikeln in wenigen Stunden ausliefert. Herzstück ist der „Dawn-Delivery-Service“, bei dem bis Mitternacht bestellte Ware schon am nächsten Morgen beim Kunden ist. Das Unternehmen fokussiert sich kompromisslos auf das Kundenerlebnis und fungiert zudem mit KI-gestützten Export-Tools als Brückenbauer für internationale Händler, die in den lukrativen asiatischen Markt eintreten wollen. Aktuell durchläuft das Management im März eine herausfordernde Phase, geprägt von den Nachwehen eines massiven Datenlecks. Um Vertrauen zurückzugewinnen, startete Coupang ein Entschädigungsprogramm über 1,18 Mrd. USD für betroffene Kunden. Dies blieb nicht ohne operative Folgen: Im Frühjahr 2026 musste der Konzern den ersten monatlichen Umsatzrückgang in Südkorea seit acht Jahren verbuchen. Während lokale Konkurrenten wie Naver diese temporäre Schwäche nutzen wollen, fokussiert sich Coupang nun intensiv auf die Stärkung der IT-Sicherheit und die schnelle Rückgewinnung der Nutzer in das eigene Ökosystem. Trotz eines deutlichen Kursrückgangs der Aktie in den vergangenen Monaten sendet die Unternehmensführung ein massives Signal der Stärke an die Anleger. Besonders im Fokus steht Direktor Neil Mehta, der zwischen dem 11. und 13. März 2026 insgesamt über 7,35 Mio. Aktien kaufte. Bei Kursen um die 18,50 USD summiert sich dieses Insider-Investment auf beeindruckende 136,5 Mio. USD. Aus Perspektive des Konzerns und für Investoren ist dies ein klares Votum: Die Führungsriege ist fest davon überzeugt, dass die momentanen Hürden nur temporär sind und das Geschäftsmodell langfristig hochgradig resilient bleibt.