Aktien New York: 'Old Economy' hilft Dow voran - Gewinnmitnahmen bei Chip-Aktien
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem zähen Start hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt.
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem zähen Start hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt.
Intellia Therapeutics (NTLA) positioniert sich im Bereich der CRISPR/Cas9-Technologie, um Krankheiten direkt an ihrem genetischen Ursprung zu heilen. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung von sogenannten In-vivo-Therapien, bei denen das Gen-Editierungswerkzeug direkt in den Körper des Patienten injiziert wird, um dort dauerhafte Veränderungen am Erbgut vorzunehmen. Das Hauptziel ist es, eine „Single-Dose“-Lösung anzubieten – eine einmalige Behandlung, die lebenslange Medikamenteneinnahmen oder regelmäßige Infusionen überflüssig macht. Zu den zentralen Lösungen für Patienten gehören derzeit Nexiguran-Ziclumeran (Nex-z) zur Behandlung der Transthyretin-Amyloidose (ATTR) sowie Lonvoguran-Ziclumeran (Lonvo-z) zur Behandlung des hereditären Angioödems (HAE). Durch diese hochspezifischen Ansätze bietet Intellia den Patienten nicht nur eine Symptomlinderung, sondern das Potenzial für eine funktionelle Heilung schwerer, chronischer Leiden. Trotz der temporären Verzögerungen im ATTR-Programm blickt Intellia optimistisch in das Jahr 2026, wobei der Fokus verstärkt auf die Marktreife von Lonvo-z (HAE) rückt. Da die Rekrutierung für die entscheidende Phase-3-Studie HAELO bereits im September 2025 abgeschlossen wurde, plant das Management, bis Mitte 2026 die ersten Top-Line-Daten zu veröffentlichen. Das Unternehmen verfolgt das klare Ziel, in der 2. Jahreshälfte 2026 den Zulassungsantrag (BLA) bei der FDA einzureichen, was den Weg für eine geplante Markteinführung in den USA in der ersten Hälfte des Jahres 2027 ebnen soll. Angestrebet wird der Übergang von einem rein forschenden Biotech-Unternehmen zu einem kommerziellen Anbieter von Gen-Medizin. Am 07. Januar hat Aufsichtsrat Fred E. Cohen gemeldet, dass er am 05. Januar 150.000 Aktien zu je 9,35 USD für insgesamt 1,4 Mio. USD gekauft hat. Sein Aktienbestand ist dadurch auf 207.453 USD gestiegen.
Der Medizintechnikkonzern Globus Medical (GMED) gilt als Spezialist für Behandlungen von Erkrankungen des Bewegungsapparates und wurde mit der Übernahme von NuVasive bereits zu einem weltweit führenden Anbieter. Insbesondere das US-Wirbelsäulengeschäft verzeichnete zuletzt eine anhaltende Wachstumsbeschleunigung, wo CEO Keith Pfeil auch auf Marktanteilsgewinne verweist. Die rasche Integration des Neuromodulationsspezialisten Nevro bietet mit Synergieeffekten für die Schmerzbehandlung eine zusätzliche 2,5 Mrd. USD große Marktchance. Mit der Excelsius-Plattform konnten bereits über 115.000 robotergestützten Eingriffe durchgeführt werden. Hiermit positioniert sich Globus Medical als Pionier im Megatrend der robotergestützten Chirurgie. Mit einem starken Jahresabschluss mit „deutlichem Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen“ zeigen die am 7. Januar präsentierten vorläufigen Ergebnisse für das 4. Quartal eine Umsatzüberraschung von 823,2 Mio. USD (Konsens: 778,3 Mio. USD) auf. Das Fiskaljahr 2025 dürfte mit einem Wachstum von 16,5 % ebenfalls über den Erwartungen liegen. Das Management hob den Ausblick für das laufende Fiskaljahr 2026 an. Der Umsatz soll zw. 3,18 und 3,22 Mrd. USD (Konsens: 3,12 Mrd. USD) betragen. Auch die Nettogewinnspanne wurde auf 4,30 bis 4,40 USD je Aktie (Konsens: 4,12 USD) angehoben. Die Aktie notiert vorbörslich rund 8 % höher und dürfte zum Handelsstart mit einem Gap-Up auf neue Höchststände ausbrechen.
Am 7. Januar gab Globus Medical seine vorläufigen Zahlen für das 4. Quartal bekannt. Und wow, die bilden einen wirklich starken Abschluss des Jahres 2025! Der Umsatz liegt mit 823 Mio. USD deutlich über den erwarteten 778 Mio. USD. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 25,2 %. Für das Fiskaljahr 2026 wurde der Ausblick beim Umsatz und Gewinn deutlich angehoben. Das sagt mir, dass das Unternehmen, trotz starker Konkurrenz, einzigartig positioniert ist, um massiv vom Megatrend der robotergestützten Operationen zu profitieren. Mit der Excelsius-Plattform konnten bereits über 115.000 robotergestützte Eingriffe durchgeführt werden. Aber es kommt noch besser: Mit dem neuen Excelsius XR Headset verschmilzt das Unternehmen Robotik mit Augmented Reality. Und das ist meines Erachtens die Zukunft der Chirurgie – schneller, präziser und effizienter als alles, was es vorher gab. Daneben sorgt für Fantasie, dass die Nevro-Übernahme bereits ein Jahr früher als geplant zur Profitabilität beiträgt. Die Erschließung des 2,5 Mrd. USD schweren Neuromodulationsmarktes transformiert Globus von einem Wirbelsäulenspezialisten zu einem breit aufgestellten Technologiekonzern. Wer auf die Zukunft der robotergestützten Chirurgie setzen will, kommt meines Erachtens an Globus Medical nicht vorbei. (GMED)