ROUNDUP: Aktien New York Schluss: Verluste - Nasdaq deutlich im Minus
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,20 Prozent niedriger
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,20 Prozent niedriger
Eton Pharmaceuticals, mit einer Marktkapitalisierung von 1 Mrd. USD, hat sich auf seltene Kinderkrankheiten spezialisiert und hatte zuletzt einige Erfolge vorzuweisen. Am 25. Februar 2026 erteilte die US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für DESMODA, eine orale Lösung des Wirkstoffs Desmopressin zur Behandlung von zentralem Diabetes insipidus. Das Produkt ist die erste zugelassene flüssige Formulierung dieses Wirkstoffs und adressiert einen Markt von mehr als 13.000 Patienten in den USA, davon 3.000 bis 4.000 Kinder. Eton rechnet mit einem Spitzenumsatz von 30 bis 50 Mio. USD pro Jahr. Innerhalb von zehn Tagen nach der Zulassung startete das Unternehmen den kommerziellen Vertrieb. Die im Mai vorgelegten Zahlen zum 1. Quartal 2026 bestätigten die operative Stärke: Der Produktumsatz stieg um 73 % auf 24,3 Mio. USD gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA lag bei 5,7 Mio. USD, entsprechend einer Marge von 24 %. Das Management hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 110 Mio. USD auf mehr als 120 Mio. USD an und rechnet weiterhin mit einer bereinigten EBITDA-Marge von über 30 %. Neben DESMODA trieben auch die Übernahme und Neulancierung von HEMANGEOL sowie der Start der klinischen Studie zu ET-700 gegen die Wilson-Krankheit den Newsflow. Zusätzlich erhielt Eton grünes Licht der FDA für eine Studie zur Harmonisierung des Zulassungslabels von INCRELEX, was das Umsatzpotenzial des bestehenden Kernprodukts deutlich erhöhen kann. Die Aktie bildet aktuell am Allzeithoch eine kleine Base aus. Mit dem Ausbruch über die Marke von 39 USD kann hier spekulativ gefolgt werden. (ETON)
MaxLinear positioniert sich als Profiteur der nächsten Phase des KI-Infrastruktur-Booms. Während die Branche bislang vor allem auf Rechenleistung fokussiert war, verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend auf effiziente Datenbewegung zwischen Prozessoren, Speicher und Storage. Genau hier setzt MaxLinear mit zwei Produktlinien an: den optischen Keystone- und Rushmore-DSPs für 400G bis 1,6T-Datenraten sowie dem neuen Panther-V-Speicherbeschleuniger. Panther V ist ein PCIe-Gen5-Chip, der Aufgaben wie Kompression, Deduplizierung und Verschlüsselung vom Hauptprozessor übernimmt und so Speichereffizienz sowie Durchsatz in KI-Rechenzentren verbessert. Der Chip befindet sich aktuell in der Sampling-Phase bei Schlüsselkunden, die Serienproduktion soll im letzten Quartal 2026 starten. Das Management rechnet mit einer Verdopplung des Panther-Umsatzes im Jahr 2026 und beziffert den adressierbaren Markt für solche Beschleuniger auf 5 Mrd. USD. Für das 2. Quartal 2026 liegt die Umsatzguidance aktuell bei 160 bis 170 Mio. USD. Die zunehmende Verschiebung hin zu margenstärkeren Infrastrukturumsätzen soll laut Management einen positiven Effekt auf die Bruttomarge ab 2027 haben und den Weg zu einem Gewinn je Aktie von 1,35 USD ebnen, nach einem verlustreichen Vorjahr. Die Zahlen zum 2. Quartal werden für den 23. Juli erwartet. Zuletzt stabilisierte sich die Aktie am EMA 50. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 95 USD könnte hier darauf spekuliert werden, dass die Aktie vor Zahlenbekanntgabe wieder Richtung Allzeithoch bei 130 USD läuft. (MXL)
Phillips 66 ist ein breit aufgestelltes Energieunternehmen, dessen Kerngeschäft in der Verarbeitung von Erdöl zu Endprodukten wie Benzin und Diesel liegt. Rückenwind erhält das Unternehmen durch die anhaltenden Spannungen rund um die Straße von Hormus und die dadurch entstehende Verzerrung der globalen Preisstruktur. Das Unternehmen verarbeitet vor allem günstiges US-Rohöl, kann die fertigen Endprodukte jedoch zu den stark gestiegenen Weltmarktpreisen verkaufen. Die Gewinnmarge pro verarbeitetem Barrel weitet sich dadurch aus. Phillips 66 hat in den letzten Jahren zudem erfolgreich in die Modernisierung seiner Raffinerieanlagen investiert. Dies zeigt sich in einer herausragenden Kapazitätsauslastung von 99 % im letzten Quartal. Noch wichtiger ist jedoch, dass das Unternehmen durch diese Maßnahmen seine Betriebskosten um etwa 15 % auf nur noch 6 USD pro Barrel senken konnte, was die Profitabilität des Unternehmens dauerhaft stärkt. Die Aktie von Phillips 66 handelt aktuell mit einem geschätzten KGV von 11 und bietet eine Dividendenrendite von knapp 3 %. Am 5. August werden die Zahlen zum 2. Quartal erwartet. Mit dem Ausbruch aus der Base auf ein neues Hoch kann man darauf setzen, dass die Aktie zügig ihren Aufwärtsbewegung Richtung 220 USD ausdehnt. (PSX)