Aktien New York Schluss: Wenig Bewegung - Renditen steigen trotz Ölpreisrückgang
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem trüben Wochenauftakt haben die Anleger an den US-Börsen am Dienstag vorsichtig agiert. Vor dem Arbeitsmarktbericht
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem trüben Wochenauftakt haben die Anleger an den US-Börsen am Dienstag vorsichtig agiert. Vor dem Arbeitsmarktbericht
Bei Moog handelt es sich um einen Zulieferer, der sich auf die Entwicklung und Herstellung von Präzisionssteuerungen, Bewegungssteuerungssystemen und elektronischen Lösungen spezialisiert hat. Moog bedient eine breite Palette von Industrien, darunter die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Medizintechnik. Etwas 50 % der Umsätze stammen aus den Bereichen Raumfahrt- und Verteidigung. Zuletzt ist die Aktie nach dem guten Lauf, ohne unternehmensspezifische Neuigkeiten unter Druck geraten. Jetzt formt sich eine Base, wobei nun charttechnisch ein Kauf ins Auge gefasst werden kann. Bislang hat der US-Kongress den Verteidigungshaushalt für 2027 noch nicht verabschiedet, während eine Übergangsfinanzierung bis zum 11. Dezember die Mittel auf dem Niveau von 2026 einfriert und damit Wachstumsfelder wie Abfangraketen ausbremst. Dennoch: Operativ zeigt Moog keine Schwäche. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Erlöse um 15 % auf 1,12 Mrd. USD, das bereinigte EPS legte um 57 % auf 3,72 USD zu. Alle vier Geschäftsbereiche wuchsen zweistellig, der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 3,3 Mrd. USD. Parallel baut Moog Kapazitäten aus. Am 24. September ging in Niagara Falls ein neuer Reinraum für die Montage und Prüfung von Raumfahrt-Triebwerken in Betrieb, der die Kapazität um mehr als 80 % erhöht. Die Anlage ist auf Mehrschichtbetrieb ausgelegt und verkürzt die Lieferzeiten für militärische und kommerzielle Satellitenprogramme. Zudem erhielt Moog von der US Navy einen Auftrag über 16,5 Mio. USD zur Überholung von Stellantrieben für das Kipprotor-Flugzeug V-22. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 390 USD kann man nun darauf setzen, dass die Aktie bis Ende Oktober zunehmendes Aufwärtsmomentum entwickelt. (MOG)
Charttechnisch sehr spannend finde ich jetzt den israelischen Netzwerkspezialisten Silicom. Das Unternehmen hat die Durststrecke hinter sich gelassen und nach Jahren, in denen das Management vor allem auf wenige Großaufträge setzte und der Umsatz schrumpfte, jagt das Unternehmen seit rund zwei Jahren wieder kleinere Design-Wins. Der Kurswechsel greift: Das Wachstum zog von 17 % im 4. Quartal 2025 über 33 % im 1. Quartal 2026 auf 59 % im 2. Quartal an. Dort erreichten die Erlöse 23,8 Mio. USD bei einer Bruttomarge von 30,4 %. Für das 3. Quartal stellt Silicom 25 bis 26 Mio. USD in Aussicht, die Jahresprognose stieg von 82 bis 83 Mio. USD auf 93 bis 95 Mio. USD. Zum Jahresende plant das Unternehmen die Rückkehr in die Gewinnzone. Silicom baut Netzwerkkarten, die rechenintensive Aufgaben wie Verschlüsselung vom Hauptprozessor eines Servers übernehmen. Der neue Treiber heißt KI-Inferenz, also der laufende Betrieb trainierter KI-Modelle. Silicom setzt hier auf FPGAs, Chips, die sich nach der Auslieferung per Software umprogrammieren lassen. Ende Juni kam die erste Serienbestellung eines KI-Kunden. Für 2026 kalkuliert das Management mit 3 bis 4 Mio. USD Inferenz-Umsatz. Auch das Kerngeschäft liefert. Anfang September gewann Silicom einen Tier-1-Cybersecurity-Anbieter als Neukunden für ein 5G-fähiges Edge-Gerät mit mehr als 5 Mio. USD Jahresumsatz bei voller Stückzahl. Es ist der achte Design-Win 2026, so viele wie im gesamten Vorjahr. Dazu kommen eine White-Label-Switch-Familie und Beschleuniger für Post-Quanten-Kryptografie, die ab 2027 in Serie gehen. Die Aktie läuft seit Anfang Mai seitwärts und macht sich nun bereit, die Base nach oben zu verlassen. Mit dem Ausbruch über die Marke von 53 USD könnte man hier auf die Trendfolge spekulieren. (SILC)
Revvity, bis 2023 als PerkinElmer bekannt, liefert Geräte, Verbrauchsmaterialien und Software für die präklinische Wirkstoffforschung sowie Spezialtests für die Diagnostik. Beide Sparten tragen je rund die Hälfte zum Umsatz bei. Aktuell treibt vor allem das High-Content-Screening das Geschäft: hochauflösende Bildgebungssysteme, die zeigen, was ein Wirkstoff in der Zelle bewirkt. Seit Mai zieht die Nachfrage nach dem im Februar eingeführten Topmodell spürbar an. Der Auftragsbestand bei Instrumenten liegt so hoch wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Der Hintergrund: KI erzeugt mehr Wirkstoffkandidaten, die im Labor getestet werden müssen. Die Diagnostik wuchs im 2. Quartal organisch um 11 %, Neugeborenentests legten trotz sinkender Geburtenzahlen zweistellig zu. Genau dort setzt die jüngste Produkteinführung, die am 24. September angekündigt wurde, an. Mit dem GSP T1D 3plex bringt Revvity einen vollautomatisierten Test, der bei Kindern Autoantikörper gegen die insulinproduzierenden Zellen nachweist. So erkennt er ein Typ-1-Diabetes-Risiko Monate bis Jahre vor den ersten Symptomen. Der Test läuft auf den bereits installierten Geräten für das Neugeborenenscreening und nutzt getrocknete Blutstropfen. Damit verlängert Revvity sein Screeninggeschäft vom Neugeborenen- ins Kleinkindalter. Das Kit trägt die EU-Zertifizierung nach IVDR und startet in Europa, eine FDA-Freigabe fehlt noch. Mit der Übernahme von Human Cell Design, die Anfang September bekannt gegeben wurde, übernimmt der Konzern zudem menschliche Bauchspeicheldrüsenzellen für die GLP-1-Forschung. Der Abschluss ist für das 4. Quartal 2026 geplant. Das Management hob die Prognose auf 4 bis 5 % organisches Wachstum und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,30 bis 5,40 USD an, ohne eine weitere Markterholung einzurechnen. 2024 und 2025 kaufte Revvity 15 % der eigenen Aktien zurück. Jeder zusätzliche Prozentpunkt Wachstum schlägt überproportional auf die Marge durch. Die Aktie befindet sich in einem schönen Aufwärtstrend und könnte nun die Trendfolge fortsetzen. (PKI)