Manhattan Associates (MANH) zählt innerhalb der Softwarebranche zu den abgestraften Qualitätsaktien. Im Sinne des „Unified Commerce“ liefert Manhattan Active eine zentrale Plattform, um welche die Welten der Lieferkette und des Omnichannel-Handels miteinander verbindet. Geschaffen wird ein Betriebssystem für den modernen Handel, das Datenflüsse zwischen Lager, Transport und Verkaufspunkt in Echtzeit synchronisiert. Gefragt sind auch die im Januar vorgestellten KI-Agenten über AI Agent Workforce, mit denen ein US-Händler seine Orderzykluszeiten durch die dynamische KI-Ressourcenzuteilung bereits um 5 % verbessert.
CEO Eric Clark verweist trotz des herausfordernden Makroumfelds auf besser als erwartete Auftragseingänge und eine starke Pipeline über das gesamte Produktspektrum. In den Bereichen Einzelhandel, Lebensmittelvertrieb und Logistikdienstleistungen gab es eine robuste Nachfrage und die Gewinnrate bei neuen Deals liegt konstant bei über 70 %.
Im 1. Quartal konnten die Erlöse um 7,4 % auf 282,2 Mio. USD (Konsens: 273,8 Mio. USD) gesteigert werden, was eine Beschleunigung nach dem Anstieg von 5,7 % im vorangegangenen 4. Quartal bedeutet. Dabei war der um 24 % höhere Cloud-Umsatz mit 117,1 Mio. USD ein wichtiger Treiber, wobei 55 % sämtlicher Buchungen von Neukunden stammten. Mit einer angehobenen Jahresprognose soll das Cloudgeschäft erneut um 21 % wachsen. Im März wurde bereits das Aktienrückkaufprogramm um 500 Mio. USD aufgestockt. Charttechnisch könnte nun die potenzielle Trendwende für ein neues Kaufsignal sorgen.