INDEX-MONITOR: Aixtron in Kürze im Stoxx Europe 600
ZUG (dpa-AFX) - Der deutsche Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie Aixtron wird in Kürze in den breit gefassten europäischen Aktienindex Stoxx
ZUG (dpa-AFX) - Der deutsche Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie Aixtron wird in Kürze in den breit gefassten europäischen Aktienindex Stoxx
FTAI Aviation (FTAI) hat sich als sogenannter MRE-Spezialist (Maintenance, Repair, and Exchange) positioniert, um die Wartung und Reparatur von weitverbreiteten CFM56- und V2500-Flugzeugtriebwerken durchzuführen. Das Unternehmen profitiert davon, dass die Gesamtkosten für relevante Triebwerkswartungen sollen im Jahr 2026 zweistellig auf rund 25 Mrd. USD zulegen und die bisherigen Prognosen von 22 Mrd. USD übertreffen. Die Marktanteile sollen langfristig auf 25 % ausgebaut werden. Die Übernahme von „Pacific Aerodynamic“ und das Joint Venture „Prime Engine Accessories“ erweitern die Komponentenreparatur für schnellere Wartungsprozesse und jährliche Einsparungen von bis zu 75.000 USD pro Shop-Visit. Fortschritte gibt es bei der Strategic Capital Initiative, wo gemeinsam mit Dritt-Investoren exklusive Wartungen für bereits verleaste Flugzeuge und ein Asset-Light-Modell für die Triebwerksbeschaffung realisiert wird. Die 6 Mrd. USD-Investitionen von SCI I dürften im 2. Quartal 2026 erreicht sein, weshalb die Kapitalbeschaffung über SCI II bereits gestartet wurde. Langfristig werden 20 Mrd. USD angestrebt. Zudem laufen über FTAI Power intensive Gespräche mit Hyperscalern für den Einsatz von alten CFM56-Triebwerken als Gasturbine für Rechenzentren. 2027 sollen erste Auslieferungen stattfinden. Am 2. März könnte die Aktie nach einer Kurszielanhebung der Jefferies-Analysten von 350 auf 375 USD (Buy) die Trendfortsetzung einleiten. Das Unternehmen peilt für 2026 im Segment Aerospace Products eine Erhöhung der EBITDA-Marge von 35 % auf 40 % an. Obwohl das 4. Quartal mit einem Umsatzplus von knapp 33 % und Nettogewinnsteigerung von fast 29 % hinter den Erwartungen zurückblieb, notiert die Aktie mit intakten langfristigen Treibern am Allzeithoch.
Die Aktien großer US-Fluggesellschaften geraten massiv unter Druck, nachdem geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise die Kostenperspektiven der Branche abrupt verschlechtern. Besonders stark trifft es United Airlines Holdings, deren Aktie zeitweise um mehr als 8 % einbricht und damit zu den schwächsten Werten im S&P 500 zählt. Auch Delta Air Lines, American Airlines Group und Southwest Airlines verlieren deutlich an Wert. Parallel fällt der breit aufgestellte Branchenfonds U.S. Global Jets ETF um rund 4 % – der stärkste Tagesrückgang seit Juli 2025. Hintergrund ist vor allem die wachsende Unsicherheit rund um den Konflikt zwischen den United States und Iran, der die Energiemärkte zunehmend in Bewegung bringt. Die wirtschaftliche Logik dahinter ist klar: Steigende Ölpreise verteuern unmittelbar den Flugzeugtreibstoff – einen der größten Kostenblöcke der Branche. Die Rohölpreise ziehen zuletzt spürbar an, nachdem diplomatische Spannungen rund um das iranische Atomprogramm eskalieren und mögliche militärische Schritte befürchtet werden. Hinzu kommt das Risiko einer Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels läuft. Branchenprognosen geraten dadurch ins Wanken: Die International Air Transport Association hatte ursprünglich für 2026 sinkende Rohölpreise und leicht fallende Kerosinkosten erwartet. Tatsächlich sind die Rohölpreise in diesem Jahr bislang jedoch um fast 20 % gestiegen. Analyst Daniel McKenzie von Seaport Research Partners warnt laut Branchenkommentar, ein weiterer Ölpreisschub infolge eines Nahostkonflikts könne die Gewinnprognosen für 2026 deutlich belasten – selbst wenn der Preisanstieg nur vorübergehend sei.
Perpetua Resources habe ich im Herbst letzten Jahres ausführlich im Tenbagger-Magazin vorgestellt. Das Unternehmen verfügt über die einzige bekannte abbaubare Antimonlagerstätte in den USA. Dadurch dürfte es dem Unternehmen gelingen, sich als kritischer Baustein der US-amerikanischen Strategie zur Sicherung heimischer Versorgung von wichtigen Metallen zu etablieren. Zwar macht das Unternehmen bislang keine Umsätze. Doch dies könnte sich bald ändern. Mit dem Stibnite-Projekt verfügt Perpetua über eine bedeutende und zugleich äußerst kostengünstige Goldmine, die gleichzeitig die einzige bekannte wirtschaftlich abbaubare Antimonlagerstätte der USA beherbergt. Der Handlungsdruck ist hoch: China kontrolliert aktuell rund 48 % der weltweiten Antimon-Produktion, und jüngst verhängte Exportbeschränkungen haben die Abhängigkeit der USA schmerzhaft offengelegt. Entsprechend stark ist die politische und institutionelle Unterstützung. Perpetua wird vom US-Verteidigungsministerium gefördert. Zusätzlich beteiligten sich Ende Oktober Agnico Eagle mit über 180 Mio. USD sowie JPMorgan mit mehr als 75 Mio. USD. Diese Mittel sichern die weitere Entwicklung des Stibnite-Projekts ab. Der Produktionsstart von Gold und Antimon wird für 2028 erwartet. Über eine geplante Betriebsdauer von 15 Jahren sollen rund 4,8 Mio. Unzen Gold sowie mehr als 148 Mio. Pfund Antimon gefördert werden. Diese duale Rohstoffstrategie schafft attraktive, diversifizierte Einnahmequellen: Während Gold als stabiler Umsatztreiber dient, fungiert Antimon als strategischer Werttreiber – und verleiht Perpetua Resources eine geopolitisch hochrelevante Sonderstellung. Die Aktie konnte am 27. Februar aus einer Base auf ein neues Mehrjahreshoch ausbrechen. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten dürfte die Aktie nun zügig ihren Ausbruch fortsetzen. (PPTA)