Aktien Europa: Märkte treten auf der Stelle
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wenig verändert tendiert. US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wenig verändert tendiert. US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran
Manhattan Associates (MANH) zählt innerhalb der Softwarebranche zu den abgestraften Qualitätsaktien. Im Sinne des „Unified Commerce“ liefert Manhattan Active eine zentrale Plattform, um welche die Welten der Lieferkette und des Omnichannel-Handels miteinander verbindet. Geschaffen wird ein Betriebssystem für den modernen Handel, das Datenflüsse zwischen Lager, Transport und Verkaufspunkt in Echtzeit synchronisiert. Gefragt sind auch die im Januar vorgestellten KI-Agenten über AI Agent Workforce, mit denen ein US-Händler seine Orderzykluszeiten durch die dynamische KI-Ressourcenzuteilung bereits um 5 % verbessert. CEO Eric Clark verweist trotz des herausfordernden Makroumfelds auf besser als erwartete Auftragseingänge und eine starke Pipeline über das gesamte Produktspektrum. In den Bereichen Einzelhandel, Lebensmittelvertrieb und Logistikdienstleistungen gab es eine robuste Nachfrage und die Gewinnrate bei neuen Deals liegt konstant bei über 70 %. Im 1. Quartal konnten die Erlöse um 7,4 % auf 282,2 Mio. USD (Konsens: 273,8 Mio. USD) gesteigert werden, was eine Beschleunigung nach dem Anstieg von 5,7 % im vorangegangenen 4. Quartal bedeutet. Dabei war der um 24 % höhere Cloud-Umsatz mit 117,1 Mio. USD ein wichtiger Treiber, wobei 55 % sämtlicher Buchungen von Neukunden stammten. Mit einer angehobenen Jahresprognose soll das Cloudgeschäft erneut um 21 % wachsen. Im März wurde bereits das Aktienrückkaufprogramm um 500 Mio. USD aufgestockt. Charttechnisch könnte nun die potenzielle Trendwende für ein neues Kaufsignal sorgen.
Obsidian Energy, mit einer Marktkapitalisierung von 800 Mio. USD, ist ein kanadisches Explorationsunternehmen, das sich auf die Erschließung und Förderung von Erdöl und Erdgas in Westkanada konzentriert. Am 13. April präsentierte das Unternehmen ein sehr starkes Update zum operativen Geschäft für das 1. Quartal. Neben den robusten Förderergebnissen, wurde bekannt gegeben, dass man bis Mitte April drei weitere Förderbohrungen in Betrieb nehmen will. Dies und die Tatsache des erhöhten Ölpreises dürften Katalysatoren für ein erhöhtes Gewinnwachstum in den nächsten Quartalen sein. Obsidian berichtete außerdem über die bisher beste geförderte Ölqualität in ihrem Schlüsselgebiet Peace River. Bereits Ende Februar 2026 hatte das Unternehmen die Genehmigung der TSX zur Erneuerung ihres Normal Course Issuer Bid (NCIB) erhalten. Solche Aktienrückkaufprogramme stützen zudem den Kurs. Die Aktie brach am 21. April unter erhöhtem Volumen auf ein neues Mehrjahreshoch aus. Hier könnte man jetzt auf einen schnellen Anstieg Richtung 15 USD setzen. (OBE)
Adobe versucht, mit einem massiven Kapitalmarktsignal verloren gegangenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen: Der US-Softwarekonzern kündigt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 25 Mrd. USD an, das bis April 2030 laufen soll. Finanzchef Dan Durn betont laut Unternehmensangaben, dies sei ein klares Bekenntnis zur eigenen Finanzkraft sowie zur langfristigen Wertschaffung für Investoren. An der Börse wird die Maßnahme zunächst positiv aufgenommen – die Aktie legt leicht zu. Dennoch bleibt das Gesamtbild angespannt: Seit Jahresbeginn verliert das Papier etwa 30 %, da Anleger zunehmend befürchten, dass KI-gestützte Automatisierung klassische Kreativsoftware unter Druck setzen könnte. Der Rückkauf soll neben der Wertsteigerung auch die Verwässerung durch Aktienprogramme begrenzen und die Anzahl der ausstehenden Aktien reduzieren. Im Zentrum der Unsicherheit steht der rasante Fortschritt sogenannter agentischer KI-Modelle. Neue Lösungen wie „Claude Design“ des KI-Unternehmens Anthropic ermöglichen es Nutzern, Designs und Präsentationen automatisiert per Chatbot zu erstellen – ein potenzieller Angriff auf Adobes Kerngeschäft. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb durch Anbieter wie OpenAI und innovative Herausforderer aus dem Softwareumfeld. Adobe reagiert mit einer eigenen KI-Offensive: Auf dem Adobe Summit stellt das Unternehmen unter anderem „Adobe CX Enterprise“ vor, eine Plattform zur Automatisierung und Personalisierung von Marketingprozessen. Laut Manager Anil Chakravarthy soll diese Lösung Unternehmen helfen, KI produktiv in Geschäftsprozesse zu integrieren und messbare Ergebnisse zu erzielen. Analysten bleiben trotz der Turbulenzen überwiegend optimistisch: Laut Daten von Koyfin empfehlen 35 Experten die Aktie zum Kauf oder stärker, während nur vier zum Verkauf raten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 329,28 USD, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 33,2 % entspricht. Jefferies-Analyst Brent Thill relativiert zudem die Marktängste und bezeichnet die These vom „Ende der Softwareindustrie“ durch KI als übertrieben.