Aktien New York: Dow stabil - Tech-Werte von Nvidia belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Deutliche Kursverluste von Nvidia trotz starker Zahlen des KI-Champions haben die US-Technologiebörse Nasdaq am Donnerstag belastet.
NEW YORK (dpa-AFX) - Deutliche Kursverluste von Nvidia trotz starker Zahlen des KI-Champions haben die US-Technologiebörse Nasdaq am Donnerstag belastet.
Indra Sistemas S.A. ist ein weltweit agierender Technologie- und Beratungskonzern aus Spanien, der für Anleger durch seine starke Marktpositionierung in zwei sehr unterschiedlichen, aber hochprofitablen Segmenten interessant ist. Im Kern entwickelt das Unternehmen hochkomplexe Systeme und Lösungen für staatliche und private Kunden. Das traditionelle Standbein bildet der Bereich Verteidigung und Luftraumüberwachung. Hier rüstet Indra Regierungen und das Militär mit fortschrittlichen Radartechnologien, elektronischen Kampfführungssystemen, Raumfahrtkomponenten und Flugverkehrsmanagement-Lösungen aus. Das zweite große Standbein ist die IT-Tochtergesellschaft Minsait. Die Lösungen reichen von maßgeschneiderten Softwarearchitekturen über Cybersicherheit bis hin zur Datenanalyse. Anleger investieren hier in ein Unternehmen, das gleichermaßen vom strukturellen Wachstum der globalen Digitalisierung sowie von den massiv steigenden Wehretats in Europa profitiert. Am 25. Februar konnte der Konzern mit den Zahlen für das Jahr 2025 mit einem Umsatzanstieg um 13 % auf 5,46 Mrd. Euro und einem Anstieg des Nettogewinns um 57 % auf 436 Mio. Euro überzeugen. Obendrein hat die eigenen Prognosen für 2026 deutlich nach oben korrigiert und plant, die Ziele des bestehenden Strategieplans "Leading the Future" weit zu übertreffen. Basis für diesen Optimismus ist ein historisch einmaliger Auftragsbestand von über 16 Mrd. Euro. Da allein mehr als 11 Mrd. Euro auf den Verteidigungssektor entfallen, verfügt Indra über eine außergewöhnliche Planungssicherheit und Visibilität für die kommenden Geschäftsjahre. Charttechnisch bricht die Aktie am 26. Februar auf ein Allzeithoch aus.
NVIDIA legt ein weiteres Quartal mit Rekordumsätzen und stark steigenden Gewinnen vor – dennoch fällt die Kursreaktion an der Börse überraschend moderat aus. Die Aktie gewinnt nur leicht, obwohl Analysten die Ergebnisse überwiegend als deutlich besser als erwartet bewerten. Laut einer Einschätzung des Investmenthauses D.A. Davidson übertreffen die Zahlen die Prognosen klar, und auch KeyBanc Capital Markets hebt hervor, dass der Ausblick die Erwartungen „solide“ übertroffen habe. Besonders stark entwickelt sich das Rechenzentrumsgeschäft mit einem Umsatzsprung von 75 %. Dennoch bleibt die Rally aus – ein Zeichen dafür, dass die Messlatte für KI-Aktien inzwischen extrem hoch liegt. Nach Einschätzung von Morningstar beschleunigt sich das Umsatzwachstum vor allem wegen der massiv steigenden KI-Investitionen großer Cloudanbieter, dennoch erscheine die Aktie weiterhin unterbewertet. Die Analysten sehen einen fairen Wert von rund 240 USD und damit erhebliches Aufwärtspotenzial. Die verhaltene Marktreaktion spiegelt weniger operative Schwäche als vielmehr ein nervöses Gesamtumfeld wider. Investoren hinterfragen zunehmend, ob die enormen Ausgaben für künstliche Intelligenz langfristig tragfähig sind und wie stark Branchen wie Software dadurch unter Druck geraten könnten. So meldet etwa Salesforce zwar ebenfalls solide Geschäftszahlen, doch die Aktie gerät trotzdem unter Druck – ein Hinweis auf die hohe Sensibilität der Märkte gegenüber KI-Disruptionsrisiken. Gleichzeitig bleibt die geopolitische und makroökonomische Lage ein Unsicherheitsfaktor: Die Aufhebung weitreichender Zölle durch den Supreme Court of the United States im Zusammenhang mit Maßnahmen von Donald Trump sorgt zusätzlich für Marktbewegungen. Neue Impulse erwarten Anleger von weiteren Quartalsberichten großer Technologiekonzerne wie Dell Technologies, Intuit und CoreWeave sowie aus der Medienbranche mit Warner Bros. Discovery, Paramount Global und Netflix. Für Anleger bedeutet das: Selbst starke Fundamentaldaten reichen derzeit nicht automatisch für Kursfeuerwerke – entscheidend ist die Gesamtstimmung gegenüber KI-Investitionen.
Constellium SE ist ein weltweit führender Hersteller von hochwertigen Aluminiumprodukten. Das Unternehmen "schmilzt" nicht einfach nur Aluminium, sondern veredelt es zu hochspezialisierten Komponenten für Branchen, in denen Leichtbau und Stabilität entscheidend sind, darunter in den Bereichen Aerospace und Automotive. Am 18. Februar hat das Unternehmen starke Quartalszahlen vorgelegt, wobei das Unternehmen unter anderem vom steigenden Aluminiumpreis profitiert. Da China als größter Produzent seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat und die weltweite Nachfrage – getrieben durch die Elektromobilität und erneuerbare Energien – steigt, wird für 2026 ein Angebotsdefizit erwartet. Constellium profitiert hier doppelt: Einerseits durch den "Metal Price Lag" (positive Bewertungseffekte bei steigenden Preisen), andererseits durch die hohe Nachfrage nach Leichtbau-Lösungen, um die Reichweite von E-Autos zu erhöhen. Trotzdem die Aktie sich am Allzeithoch befindet, ist sie im Branchenvergleich mit einem KGV von 11 recht bescheiden bewertet, was für einen Einstieg spricht. Der kurze Rücksetzer nach den Zahlen wurde am 26. Februar aufgefangen. Bei einem Einstieg kann man die Position am EMA 20 absichern, was einem Risiko von 7 % entspricht. (3OK)