Aktien New York Ausblick: Moderate Gewinne vor US-Zinsentscheid am Mittwoch
NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt zeichnen sich nach der deutlichen Erholung zum Wochenbeginn am Dienstag nur knappe Gewinne
NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt zeichnen sich nach der deutlichen Erholung zum Wochenbeginn am Dienstag nur knappe Gewinne
Lemonade (LMND) hat sich als Versicherungsunternehmen mit fast 3 Mio. Kunden auf rein digitale Angebote mit KI-gestützter Risikobewertung spezialisiert. Angeboten werden Policen für Mieter und Hausbesitzer, Kfz-Versicherungen, Tierkrankenversicherungen sowie Risikolebensversicherungen spezialisiert. Spannend ist hier die KI-Integration mit dem Chatbot Maya, der personalisierte Versicherungsanträge in 90 Sekunden genehmigt und 55 % der Schadensfälle vollkommen selbstständig abwickeln kann. Zudem gibt es ein großes Cross Selling-Potenzial durch Rabatte für kombinierte Versicherungen, wobei erst 5 % der Kunden mehrere Policen haben. Am 17. März riefen die Analysten von Morgan Stanley ein Kurspotenzial von fast 50 % aus. Die Experten hoben das Kursziel von 80 auf 85 USD an und stuften die Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“. Begründet wird dies mit einem First-Mover-Vorteil durch das am 21. Januar eingeführte „Lemonade Autonomous Car“-Produkt für Versicherungen von Tesla-Besitzern. Bei Aktivierung des Full Self-Driving (FSD) Systems kann das Unfallrisiko um über 50 % gesenkt werden, weshalb Kunden hiermit rund 50 % bei ihrer Versicherungsprämie einsparen können. Das umfassendere Lemonade Car erreicht mit Telematikdaten für personalisierte Angebote bereits 50 % der US-Bevölkerung und soll bis 2027 eine landesweite Abdeckung bieten. Ebenso wie im das Haustierversicherungsgeschäft gab es hier im 4. Quartal ein Wachstum von über 50 % bei den annualisierten Versicherungsprämien. Mit 1,24 Mrd. USD beschleunigte sich das Prämienwachstum das 9. Quartal in Folge, wobei das Umsatzplus mit 53 % noch höher ausfiel. Das Umsatzwachstum soll sich im Fiskaljahr von 40 % auf über 60 % beschleunigen. Im 4. Quartal dürfte das bereinigte EBITDA nachhaltig positiv werden. Die Aktie könnte mit der Zurückeroberung des GD 200 wieder zum Mehrjahreshoch tendieren.
Der israelische Verteidigungstechnologiekonzern Elbit Systems meldet für das Geschäftsjahr 2025 ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn und profitiert damit von einer weltweit steigenden Nachfrage nach militärischer Ausrüstung. Die Erlöse steigen um 16,3 % auf 7,94 Mrd. USD, während der Nettogewinn nach GAAP um rund 66 % auf 534 Mio. USD zulegt. Besonders bemerkenswert aus Investorensicht ist der massive Ausbau des Auftragsbestands: Dieser erreicht zum Jahresende 28,1 Mrd. USD – ein Plus von 5,5 Mrd. USD gegenüber 2024. Rund 72 % der Bestellungen stammen aus internationalen Märkten, mehr als die Hälfte soll bereits in den Jahren 2026 und 2027 abgearbeitet werden. CEO Bezhalel Machlis spricht von „exzellenten finanziellen Ergebnissen“ und betont, dass die starke Nachfrage sowie ein rekordhoher Free Cashflow von über 550 Mio. USD die operative Dynamik des Unternehmens unterstreichen. Auch operativ zeigt sich eine breite Wachstumsbasis. Besonders dynamisch entwickeln sich die Bereiche elektronische Aufklärung und elektronische Kriegsführung (ISTAR/EW) mit plus 39 % sowie C4I- und Cyber-Systeme mit einem Wachstum von 19 %. Treiber sind unter anderem höhere Verkäufe von Funk- und Kommando-Systemen in Europa und Israel sowie maritime Sensor- und Abwehrtechnologien. Parallel expandiert das Land-Segment mit einem Umsatzplus von 22 %, gestützt durch starke Nachfrage nach Munition und militärischen Plattformen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken dabei als zusätzlicher Nachfragefaktor: Seit Beginn der Gaza-Operation im Oktober 2023 habe sich die Nachfrage des israelischen Verteidigungsministeriums „signifikant erhöht“, erklärt das Unternehmen. Für Anleger bedeutet der hohe Auftragsbestand zwar eine gute Visibilität für die kommenden Jahre, gleichzeitig bleiben Risiken durch Lieferkettenprobleme, geopolitische Eskalationen und politische Exportrestriktionen bestehen.
nLight entwickelt Halbleiter- und Faserlaser, die in der industriellen Fertigung sowie in der Militärtechnik zum Einsatz kommen. Dabei ist das Unternehmen nicht mehr nur ein reiner Zulieferer, sondern hat sich strategisch erfolgreich auf den hochprofitablen Rüstungsbereich ausgerichtet. Im 4. Quartal 2025 schoss der Umsatz im Segment Aerospace & Defense im Jahresvergleich um 87 % nach oben. Ein starker Wachstumstreiber ist das HELSI-2-Programm – ein 171-Mio. USD-Auftrag zur Entwicklung eines 1-Megawatt-Lasers bis Ende 2026. Gleichzeitig hat nLIGHT im März 2026 ein neues 70-kW-Laserwaffensystem vorgestellt. Diese zunehmende Integration in die Abwehrsysteme der USA und ihrer Alliierten sorgt für eine hohe Auftragssichtbarkeit. Lange Zeit kämpfte das Unternehmen mit der Profitabilität, doch die Hebelwirkung der neuen Rüstungsaufträge schlägt voll durch. Im Gesamtjahr 2025 erzielte nLIGHT einen Rekordumsatz von 261,3 Mio. USD (+32 % gegenüber Vorjahr). Viel entscheidender ist die operative Entwicklung: Die Bruttomarge explodierte im letzen Jahr von 16,6 % (2024) auf fast 30 %. Die Aktie befindet sich in einem schönen Aufwärtstrend und konnte am 16. März auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Hier könnte man auf die Trendfolge setzen. (LASR)