ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax recht stabil - Anleger warten ab
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag relativ stabil gehalten. Nach einem soliden Wochenstart und trotz des wieder
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag relativ stabil gehalten. Nach einem soliden Wochenstart und trotz des wieder
Der israelische Verteidigungstechnologiekonzern Elbit Systems meldet für das Geschäftsjahr 2025 ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn und profitiert damit von einer weltweit steigenden Nachfrage nach militärischer Ausrüstung. Die Erlöse steigen um 16,3 % auf 7,94 Mrd. USD, während der Nettogewinn nach GAAP um rund 66 % auf 534 Mio. USD zulegt. Besonders bemerkenswert aus Investorensicht ist der massive Ausbau des Auftragsbestands: Dieser erreicht zum Jahresende 28,1 Mrd. USD – ein Plus von 5,5 Mrd. USD gegenüber 2024. Rund 72 % der Bestellungen stammen aus internationalen Märkten, mehr als die Hälfte soll bereits in den Jahren 2026 und 2027 abgearbeitet werden. CEO Bezhalel Machlis spricht von „exzellenten finanziellen Ergebnissen“ und betont, dass die starke Nachfrage sowie ein rekordhoher Free Cashflow von über 550 Mio. USD die operative Dynamik des Unternehmens unterstreichen. Auch operativ zeigt sich eine breite Wachstumsbasis. Besonders dynamisch entwickeln sich die Bereiche elektronische Aufklärung und elektronische Kriegsführung (ISTAR/EW) mit plus 39 % sowie C4I- und Cyber-Systeme mit einem Wachstum von 19 %. Treiber sind unter anderem höhere Verkäufe von Funk- und Kommando-Systemen in Europa und Israel sowie maritime Sensor- und Abwehrtechnologien. Parallel expandiert das Land-Segment mit einem Umsatzplus von 22 %, gestützt durch starke Nachfrage nach Munition und militärischen Plattformen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken dabei als zusätzlicher Nachfragefaktor: Seit Beginn der Gaza-Operation im Oktober 2023 habe sich die Nachfrage des israelischen Verteidigungsministeriums „signifikant erhöht“, erklärt das Unternehmen. Für Anleger bedeutet der hohe Auftragsbestand zwar eine gute Visibilität für die kommenden Jahre, gleichzeitig bleiben Risiken durch Lieferkettenprobleme, geopolitische Eskalationen und politische Exportrestriktionen bestehen.
nLight entwickelt Halbleiter- und Faserlaser, die in der industriellen Fertigung sowie in der Militärtechnik zum Einsatz kommen. Dabei ist das Unternehmen nicht mehr nur ein reiner Zulieferer, sondern hat sich strategisch erfolgreich auf den hochprofitablen Rüstungsbereich ausgerichtet. Im 4. Quartal 2025 schoss der Umsatz im Segment Aerospace & Defense im Jahresvergleich um 87 % nach oben. Ein starker Wachstumstreiber ist das HELSI-2-Programm – ein 171-Mio. USD-Auftrag zur Entwicklung eines 1-Megawatt-Lasers bis Ende 2026. Gleichzeitig hat nLIGHT im März 2026 ein neues 70-kW-Laserwaffensystem vorgestellt. Diese zunehmende Integration in die Abwehrsysteme der USA und ihrer Alliierten sorgt für eine hohe Auftragssichtbarkeit. Lange Zeit kämpfte das Unternehmen mit der Profitabilität, doch die Hebelwirkung der neuen Rüstungsaufträge schlägt voll durch. Im Gesamtjahr 2025 erzielte nLIGHT einen Rekordumsatz von 261,3 Mio. USD (+32 % gegenüber Vorjahr). Viel entscheidender ist die operative Entwicklung: Die Bruttomarge explodierte im letzen Jahr von 16,6 % (2024) auf fast 30 %. Die Aktie befindet sich in einem schönen Aufwärtstrend und konnte am 16. März auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Hier könnte man auf die Trendfolge setzen. (LASR)
Vail Resorts Inc. (MTN) betreibt über 40 Bergresorts und bietet ein umfassendes Ökosystem aus Liften, Skischulen, Gastronomie und Hotels. Die zentrale Kundenlösung ist der „Epic Pass“. Dieses Abo-Modell gewährt Wintersportlern deutliche Rabatte und hohe Flexibilität. Für den Konzern ist dieser Vorverkauf der wichtigste Hebel, um das stark wetterabhängige Geschäft zu stabilisieren: Da ein Großteil der Einnahmen bereits vor Saisonbeginn gesichert ist, steigt die finanzielle Planbarkeit für den Resortbetreiber enorm an. Der Quartalsbericht vom 09. März 2026 offenbarte jedoch kurzfristige Risiken: Ein historischer Schneemangel von minus 43 % ließ die Besucherzahlen um 13 % einbrechen. Der Umsatz fiel um 4,7 % auf 1,08 Mrd. USD, der Nettogewinn auf 210,0 Mio. USD (Vorjahr: 244,4 Mio. USD). Das Ergebnis je Aktie betrug 5,87 USD, das bereinigte EBITDA sank auf 421,3 Mio. USD. Die Jahresprognose wurde infolgedessen auf 144 bis 190 Mio. USD Nettogewinn gesenkt. Dennoch zeigte sich das Geschäftsmodell äußerst robust: Dank der starken Pass-Verkäufe sanken die reinen Lifteinnahmen lediglich um 3 % und ein ambitioniertes Kostensenkungsziel von 100 Mio. USD konnte sogar um sechs Millionen übertroffen werden. Als starkes Vertrauenssignal nach dem jüngsten Kursrutsch nutzte die Chefetage das gesunkene Kursniveau für massive Insiderkäufe. Am 16. März erwarb das Management insgesamt 37.690 Aktien für fast 4,97 Mio. USD. Allein CEO Robert A. Katz investierte knapp 4,94 Mio. USD in 37.500 Aktien zu je 131,81 USD. Finanzchefin Angela A. Korch kaufte 190 Anteile zu 131,85 USD. Für Anleger ist dies ein unmissverständlicher Indikator: Die Führungsebene wertet die aktuelle Schwäche als rein temporäres, wetterbedingtes Phänomen und ist von der langfristigen Ertragskraft sowie der strategischen Ausrichtung des Konzerns weiterhin voll überzeugt.