ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nasdaq-Erholung bleibt aus - Dow sinkt
NEW YORK (dpa-AFX) - An der US-Technologiebörse Nasdaq ist eine Erholung am Freitag nach dem jüngsten Kursrutsch fehlgeschlagen. Die weiter steigenden
NEW YORK (dpa-AFX) - An der US-Technologiebörse Nasdaq ist eine Erholung am Freitag nach dem jüngsten Kursrutsch fehlgeschlagen. Die weiter steigenden
Healthcare Services Group übernimmt in US-Pflegeheimen und Krankenhäusern die Reinigung, die Wäsche und Verpflegung. Im 3. Quartal 2026, wobei die Zahlen am 21. Oktober veröffentlicht wurden, stieg der Umsatz um 3 % auf 479,6 Mio. USD. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,36 USD und lag damit klar über der Konsensschätzung von rund 0,23 USD. Den Kurssprung von 14 % löste vor allem der Ausblick aus. Für das 4. Quartal stellt das Management 535 bis 545 Mio. USD Umsatz in Aussicht, ein Plus von rund 16 % zum Vorjahr. Analysten hatten bislang mit 499 Mio. USD gerechnet, allerdings ohne NEXDINE. Den Verpflegungsdienstleister für Seniorenresidenzen hat Healthcare Services Group Anfang Oktober für 93,5 Mio. USD in bar übernommen. NEXDINE bringt über 150 Mio. USD Jahresumsatz bei vergleichbaren Margen und trägt laut Management sofort zum Gewinn bei. Für 2027 hebt das Unternehmen sein Wachstumsziel von einem mittleren einstelligen auf einen niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Die Aktie, mit einer Marktkapitalisierung von 1,7 Mrd. USD, läuft nun an den Widerstand bei 25 USD heran. Gelingt der Ausbruch, könnte man nun darauf setzen, dass zügig die 30 USD angelaufen werden. (HCSG)
Abseits von Biotech und Öl hat sich eine Aktie aus der Gastronomie seit Anfang August mehr als verdoppelt. Sweetgreen, ein Unternehmen, das ich im Tenbagger-Magazin ausführlich besprochen habe, betreibt Fast-Casual-Restaurants für Salate und Bowls in den USA. Seit Ende 2024 ging es mit der Aktie stark bergab. Jetzt aber könnte die Bodenbildung vollendet werden. Der Rückschlag bei der Aktie in diesem Sommer wurde von dem Ausbruch des Darmparasiten Cyclospora verursacht. Der Parasit hielt im Sommer viele Kunden vom Salat fern, was Sweetgreen veranlasst hatte, seine Jahresprognose für die flächenbereinigten Umsätze auf minus 7 bis 8 % zu senken. Dabei lagen diese Anfang Juli nach sechs negativen Quartalen erstmals wieder im Plus. Im 2. Quartal stieg der Umsatz um 3,8 % auf 192,7 Mio. USD, flächenbereinigt ergab sich ein Minus von 6,2 %. Am 11. September erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC den Ausbruch für beendet. Seitdem rückt die Aktie vermehrt bei Analysten in den Fokus wobei Wells Fargo zuletzt auf eine Belebung der Besucherzahlen im September verwies. Operativ setzt das Management beim Menü an. Die neuen Wraps tauchen in rund 20 % der Bestellungen auf und brachten zuletzt etwa 2 Prozentpunkte zusätzliches Vergleichswachstum. Am 5. November legt Sweetgreen die Zahlen zum 3. Quartal vor. Die Prognose kalkuliert mit einer Cyclospora-Belastung von 6 bis 7 Prozentpunkten auf die Vergleichsumsätze. Fällt die Erholung kräftiger aus, steht eine Anhebung des Ausblicks im Raum. Mit einem Börsenwert von rund 1,2 Mrd. USD und dem langfristigen Ziel von 1.000 Standorten bleibt die Sweetgreen-Aktie ein Turnaround-Wert mit klaren Katalysatoren. Hier kann man nun auf den Ausbruch aus der Base setzen, wobei die Position im Bereich von 9,50 USD abgesichert werden könnte, was einem Risiko von etwa 10 % entspricht. (SG)
Was fällt auf? Eine Branche, die weiterhin nach oben will, ist die Ölbranche. Gestern hatte ich auf EOG Resources aufmerksam gemacht. Eine Stufe weiter in der Wertschöpfungskette befindet sich Marathon Petroleum. Das Unternehmen betreibt 13 Raffinerien in den USA und verarbeitet Rohöl zu Benzin, Diesel und Kerosin. Während Förderer wie EOG am Ölpreis verdienen, lebt Marathon von der Spanne zwischen Rohöl und Fertigprodukten. Und diese Spanne ist 2026 regelrecht explodiert. Laut Internationaler Energieagentur fehlten im 3. Quartal weltweit 1,7 Mio. Barrel Diesel pro Tag gegenüber dem Vorjahr, im September kostete Diesel zeitweise mehr als 200 USD je Barrel. Die Ausfälle aus Russland und dem Nahen Osten lassen sich nicht schnell ersetzen, neue Raffineriekapazität ist auf zwei Jahre nicht in Sicht. Marathons Anlagen stehen sicher auf US-Boden, nutzen günstiges heimisches Erdgas und produzieren rund 5 % billiger als internationale Wettbewerber. Im 2. Quartal sprang der Gewinn je Aktie auf 17,73 USD nach 3,96 USD im Vorjahr. Für das 3. Quartal, (Zahlen kommen am 3. November), erwarten Analysten 25,35 USD je Aktie. Ein weiterer Treiber bei der Aktie ist die Beteiligung an MPLX. Der Pipelinebetreiber transportiert und verarbeitet rund 10 % des US-Erdgases und will seine Ausschüttung 2026 und 2027 um jeweils 12,5 % steigern. LNG-Exporte und der wachsende Strombedarf sorgen für Volumen. Daneben kauft das Unternehmen massiv eigene Aktienr zurück. Allein im 2. Quartal flossen 2,5 Mrd. USD in eigene Papiere. Raymond James hob am 19. Oktober das Kursziel von 445 auf 560 USD an und bestätigte das Votum Outperform. Nach einer kurzen Konsolidierung könnte die Aktie zeitnah bereit sein, weiter durchzustarten. Der EMA 30 hat zuletzt immer wieder als Unterstützung gedient. Diesen sollte man also im Blick behalten. (MPC)