Aktien Wien Schluss: ATX macht das Dutzend voll
WIEN (dpa-AFX) - Der ATX hat sich am Dienstag auch nach bereits elf Gewinntagen noch in Rekordlaune gezeigt. Mit dem zwölften
WIEN (dpa-AFX) - Der ATX hat sich am Dienstag auch nach bereits elf Gewinntagen noch in Rekordlaune gezeigt. Mit dem zwölften
Die Aktie des Quantencomputer-Pioniers D-Wave Quantum (i) legt zu, nachdem das Unternehmen einen entscheidenden Fortschritt auf dem Weg zur Kommerzialisierung von Großrechnern gemeldet hatte. Im Kern geht es um die Lösung eines der größten physikalischen Probleme der Branche: die Steuerung der extrem empfindlichen Qubits ohne riesige externe Hardware. D-Wave gab bekannt, dass es gelungen sei, die kryogene Steuerung (Cryogenic Control) direkt auf dem Chip zu integrieren. Diese Innovation reduziert die notwendige Verkabelung drastisch, ohne die „Fidelity“ – also die Genauigkeit der Rechenoperationen – zu beeinträchtigen. Bislang benötigten Quantencomputer oft zimmergroße Kühlsysteme („Fridges“) und komplexe Kabelbäume, um die Qubits nahe dem absoluten Nullpunkt stabil zu halten. Trevor Lanting, Chief Development Officer bei D-Wave, bezeichnete die neue On-Chip-Architektur als fundamentalen Schritt hin zu skalierbaren Systemen mit deutlich geringerem physischem Fußabdruck. Strategisch positioniert sich D-Wave damit aggressiv gegen Tech-Giganten wie IBM und Google, die primär auf sogenannte Gate-basierte Modelle setzen. Interessanterweise zeigt der aktuelle Durchbruch, dass D-Waves Technologie aus dem Bereich der „Annealing“-Computer (wo das Unternehmen Marktführer ist) erfolgreich auf diese universelleren Gate-basierten Systeme übertragen werden kann. Analysten von Jefferies lobten diesen „zweigleisigen Ansatz“ bereits im Vorfeld und sehen darin ein Alleinstellungsmerkmal in einem überfüllten Markt. Während das Annealing-Verfahren bereits heute für Optimierungsaufgaben in Lieferketten kommerziell genutzt wird – und laut Schätzungen etwa 25 % des adressierbaren Marktes ausmacht –, öffnet die neue Gate-Technologie die Tür für komplexere Anwendungen in der Zukunft. Investoren warten nun gespannt auf die Konferenz „Qubits 2026“ Ende Januar, auf der das Management weitere Details zur Roadmap und zur Integration dieser neuen Chip-Generation präsentieren will.
Die APi Group bespreche ich regelmäßig im Tenbagger-Bereich. Das Unternehmen ist ein Sicherheitsspezialist und bietet Produkte wie Brandlösch- und Überwachungssysteme an. Damit deckt die APi Group genau die Infrastrukturbereiche ab, die in Venezuela nach Jahren der Vernachlässigung und Sanktionen marode sind. Venezuela besitzt die größten Ölreserven der Welt, aber die Anlagen sind in kritischem Zustand. Dabei unterliegen Öl- und Gasanlagen extrem strengen Brandschutzvorschriften. APi ist Marktführer bei der Installation und Wartung von industriellen Löschsystemen. Ein Wiederaufbau würde massive Neuinstallationen und Zertifizierungen erfordern. Ein Wiederaufbau beschränkt sich aber nicht nur auf Öl. Krankenhäuser und Regierungsgebäude müssen modernisiert werden. Die Sparte „Safety Services“ profitiert von gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandards. Da Venezuela seine Standards vermutlich an internationale (US-)Normen anpassen müsste, um westliche Investoren anzuziehen, entstünde hier ein riesiger Markt. Sollte eine US-geführte Übergangsverwaltung den Wiederaufbau leiten, haben US-Unternehmen wie die APi Group einen klaren Heimvorteil bei der Auftragsvergabe. Die. Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend und konnte am 5. Januar auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Hier könnte man auf die Trendfolge setzen. (APG)
NVIDIA nutzt die Bühne der CES, um eine strategische Neuausrichtung zu demonstrieren, die weit über das klassische Rechenzentrum hinausgeht: CEO Jensen Huang präsentiert unter dem Schlagwort „Physical AI“ eine massive Offensive im Bereich Robotik und autonomes Fahren. Im Zentrum steht die Partnerschaft mit Mercedes-Benz; die Produktion einer fahrerlosen Version des Modells CLA, die auf Nvidia-Technologie basiert, ist bereits angelaufen und soll in Kürze in den USA debütieren. Um die Dominanz von Tesla herauszufordern, stellt NVIDIA zudem das KI-Modell „Alpamayo“ als Open-Source-Lösung auf der Plattform Hugging Face zur Verfügung. Dieses Modell soll Fahrzeugen ermöglichen, komplexe Verkehrssituationen menschenähnlich zu analysieren und Entscheidungen transparent zu begründen – ein direkter Angriff auf die proprietären Systeme der Konkurrenz. Ergänzend kündigt das Management den Start eines eigenen Robotaxi-Dienstes im kommenden Jahr an, was laut Analysten der Citi den globalen Markt für autonome Mobilität befeuern dürfte; die Bank prognostiziert hier ein Marktvolumen von fast 189 Mrd. USD bis 2034, wovon auch chinesische Partner wie BYD oder Xiaomi profitieren könnten. Für langfristig orientierte Anleger ist aktuell jedoch die Bestätigung entscheidend, dass die nächste Chip-Generation „Rubin“ bereits in voller Produktion ist und in der zweiten Jahreshälfte erscheinen soll. Laut Analysten verspricht diese Generation eine zehnfache Kostensenkung bei der Inferenz (der Anwendung von KI-Modellen) im Vergleich zur aktuellen Blackwell-Architektur – ein Schlüsselfaktor für die Margensicherung. Während der Markt kurzfristig skeptisch bleibt, ob Robotik bereits jetzt monetarisierbar ist, zeigen sich Analysten optimistisch: Dan Ives von Wedbush sieht in der Erschließung des Robotik- und Automobilmarktes den Treibstoff, der Nvidias Marktkapitalisierung auf 5 bis 6 Billionen USD hieven könnte. Das Risiko für Investoren verlagert sich damit zunehmend darauf, ob Nvidia die hohen Erwartungen nicht nur im Datacenter, sondern auch auf der Straße ("Edge AI") erfüllen kann.