ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow auf Rekordhoch - Gesunkene Ölpreise stützen
NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat nach einem Tag Pause seine Rekordjagd wieder aufgenommen. Als Antrieb
NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat nach einem Tag Pause seine Rekordjagd wieder aufgenommen. Als Antrieb
Wenn wir als Anleger an den aktuellen KI-Boom denken, fallen sofort Namen wie NVIDIA oder AMD. Doch ein genauerer Blick auf die Lieferketten offenbart oft lukrativere Gelegenheiten. Ein solches Paradebeispiel ist die Silicon Motion Technology Corporation (SIMO). Nach den jüngsten Quartalszahlen von Ende April, die mit starkem Wachstum und enormer Profitabilität die Erwartungen übertrafen, rückt das Unternehmen zunehmend in den Fokus institutioneller Investoren. Auf der jüngsten JPMorgan Global Technology Conference vom 19. Mai 2026 lieferten CEO Wallace Kou und CFO Jason Tsai eindrucksvolle Einblicke. Die Kernaussage: Der weltweite Hunger nach Künstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage derart in die Höhe, dass Speicherchips (NAND und DRAM) voraussichtlich bis 2027 Mangelware bleiben werden. Während eine solche Verknappung früher ein Risiko für Silicon Motion darstellte, profitiert das Unternehmen heute davon. Als einziger Player unterhält SIMO aktive Projekte mit allen sieben großen NAND-Herstellern gleichzeitig und sichert sich so wertvolle Kapazitäten und Marktanteile. Besonders im zukunftsträchtigen Enterprise-Segment spielt SIMO seine Stärken nun voll aus. Die "Boot-Drive"-Lösungen des Unternehmens sind mittlerweile essenziell für die globale KI-Infrastruktur und kommen unter anderem in NVIDIAs BlueField-Chips, der neuen Vera-Rubin-Plattform sowie bei den weltweit führenden Suchmaschinenbetreibern zum Einsatz. Auch in der Automobilbranche skaliert das Geschäft rasant. Selbst ein prognostizierter Marktrückgang bei Smartphones und PCs bereitet dem Management keine Sorgen. Durch starke Marktanteilsgewinne, da große Chiphersteller ihr Controller-Geschäft zunehmend an SIMO auslagern, und das florierende Geschäft mit KI-gestützten IoT-Geräten, wächst Silicon Motion schlichtweg gegen den Trend. Mit einer anvisierten, sehr starken Bruttomarge von 48 bis 50 % und einem exzellenten operativen Hebel bietet Silicon Motion eine seltene Kombination aus rasantem Wachstum, starker Preissetzungsmacht und hoher Profitabilität. Die Aktie brach am 26. Mai auf ein neues Allzeithoch aus und könnte nun zeitnah weiter laufen. (SIMO)
Vishay Precision (VPG) habe ich erst kürzlich ausführlich im Tenbagger-Forum vorgestellt und ich denke, das Unternehmen muss man jetzt im Blick behalten. Denn nach sensationellen Zahlen zum 1. Quartal 2026 schoss die Aktie um fast 30 % nach oben und dürfte nun zeitnah weiter nach oben ziehen. Denn das Unternehmen glänzt mit operativer Dynamik. Der Umsatz kletterte im Q1/2026 um 17,6 % auf 84,4 Mio. USD und schlug die Markterwartungen deutlich. Noch beeindruckender fiel der Auftragseingang aus: Mit 102,1 Mio. USD verzeichnete das Unternehmen den dritthöchsten Quartalswert seiner Geschichte. Ein starkes Book-to-Bill-Verhältnis von 1,2 unterstreicht die robuste Nachfrage. Getrieben wird das Wachstum vor allem vom Segment Sensoren, das von Megatrends wie Halbleiterausrüstung, KI-Datenzentren und Luftfahrt profitiert. Für Fantasie sorgt zudem ein neuer Zukunftsmarkt: Im Bereich der humanoiden Robotik verbuchte VPG erste Aufträge über eine Million USD und verhandelt bereits mit weiteren Entwicklern. Der Haken an der Erfolgsstory liegt in den Finanzen. Trotz des Umsatzbooms blieb unter dem Strich ein bereinigter Gewinn von 0,07 USD je Aktie. Hohe Investitionen in eine neue Organisationsstruktur und Wachstumsinitiativen belasten kurzfristig die Profitabilität, die operative Marge stagnierte bei mageren 1,9 %. Die Bewertung mit einem KGV von 97 für 2026 ist ambitioniert. Der Markt wettet aber jetzt auf eine gewaltige Gewinnexplosion: Bis 2028 wird ein jährliches EPS-Wachstum von über 80 % erwartet. Gelingt der operative Hebel durch Kosteneffizienz und den Robotik-Durchbruch, rechtfertigt das den Aufpreis. (VPG)
Die geopolitischen Spannungen um strategisch wichtige Mineralien nehmen weiter zu. Chinas anhaltende Exportbeschränkungen für Seltene Erden, insbesondere für essenzielle militärische Anwendungen, haben die Preise außerhalb der Volksrepublik stark in die Höhe getrieben. Laut Analyst Neal Dingmann liegen die Preisaufschläge zum Teil bei rund 400 % gegenüber dem chinesischen Binnenmarkt. Zwar kam es kürzlich, nach überzogenen Markterwartungen über eine mögliche Lockerung der Kontrollen durch Peking, zu einem „ungerechtfertigten“ Abverkauf bei westlichen Rohstoffwerten. Doch Experten betonen: Selbst wenn Peking die Zügel etwas lockern sollte, beträfe dies ausschließlich zivile Nutzungen. Der Westen benötigt dringender denn je eine eigene unabhängige Lieferkette. Auf dieses Szenario habe ich bereits im letzten Jahr im Tenbagger-Magazin hingewiesen und u. a. auf Critical Metals aufmerksam gemacht. Das Unternehmen positioniert sich als zentraler Baustein einer vom Westen kontrollierten Versorgung. Mitte April hat die grönländische Regierung die Übertragung der restlichen Anteile am gigantischen Tanbreez-Projekt genehmigt. Damit kontrolliert Critical Metals nun 92,5 % einer der weltweit größten bekannten Lagerstätten für Seltene Erden. Das Vorkommen ist besonders reich an schweren, hochkritischen Elementen wie Dysprosium und Terbium, die für High-Tech-Elektronik und moderne Verteidigungstechnologie unverzichtbar sind. Chairman Tony Sage bezeichnet diesen Vorgang zu Recht als historischen "Gamechanger" für die westliche Versorgungssicherheit. Gleichzeitig wird das enorme Potenzial durch erste kommerzielle Erfolge abgesichert. Critical Metals hat am 20 Mai bekannt gegeben, einen 15-jährigen Abnahmevertrag mit REalloys unterzeichnet zu haben. Dieser sichert dem Partner eine US-ausgerichtete Lieferkette und umfasst 15 % der jährlichen Nennkapazität der Phase 1 (bis zu 15.000 Tonnen Konzentrat), samt Vorzugsrechten für die begehrten schweren Seltenen Erden. Mit eigenen Barreserven von 124 Mio. USD ist das Unternehmen zudem finanziell absolut robust aufgestellt, um die Entwicklung in Grönland zügig zur Produktionsreife zu führen. Die Aktie ist volatil. Doch jetzt könnte man darauf setzen, dass die Aktie schnell wider den Widerstand bei 15 USD anläuft. (CRML)