Aktien Frankfurt: Kein klarer Trend - US-Ultimatum im Iran-Krieg im Blick
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag in einem nervösen Handel zwischen Gewinnen und Verlusten geschwankt. Zwischenzeitlich schienen die
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag in einem nervösen Handel zwischen Gewinnen und Verlusten geschwankt. Zwischenzeitlich schienen die
Die Raumfahrt erlebt einen historischen Moment: Die Mission Artemis II steht kurz davor, einen neuen Distanzrekord für bemannte Flüge aufzustellen. Vier Astronauten entfernen sich dabei weiter von der Erde als jemals zuvor – und übertreffen damit den bisherigen Rekord der Apollo 13. Ziel des Artemis-Programms ist es, nach Jahrzehnten erstmals wieder Menschen zum Mond zu bringen und langfristig eine dauerhafte Präsenz aufzubauen. Für Investoren ist dies mehr als ein symbolischer Meilenstein: Die Mission unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung der Raumfahrtindustrie und dient als Katalysator für zahlreiche börsennotierte Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Besonders deutlich zeigt sich dies an der Kursentwicklung ausgewählter Raumfahrtwerte. Unternehmen wie Rocket Lab, AST SpaceMobile, Intuitive Machines oder Redwire profitieren spürbar von der gestiegenen Aufmerksamkeit. Anleger erkennen zunehmend, dass staatliche Programme wie Artemis als Anschubfinanzierung für eine kommerzielle Raumfahrtökonomie fungieren. Gleichzeitig sorgt die Perspektive eines möglichen Börsengangs von SpaceX für zusätzliche Dynamik im Sektor: Marktbeobachter sprechen von einem „Rising Tide“-Effekt, bei dem die Bewertung des Branchenführers auch kleinere Unternehmen nach oben zieht. Die beteiligten Unternehmen decken dabei unterschiedliche Segmente der Raumfahrtindustrie ab – von Trägerraketen über Satellitenkommunikation bis hin zu Mondlandesystemen. Intuitive Machines etwa spezialisiert sich auf Landetechnologien und Infrastruktur auf der Mondoberfläche, während AST SpaceMobile globale Kommunikationslösungen via Satellit entwickelt. Redwire liefert essenzielle Komponenten für Raumfahrtmissionen, und Rocket Lab positioniert sich als flexibler Startdienstleister. Diese Spezialisierung entlang der sogenannten „Space Value Chain“ eröffnet Investoren vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in einen Zukunftsmarkt, der von Trends wie zunehmender staatlicher Förderung, wachsendem kommerziellem Interesse und technologischen Fortschritten geprägt ist. Gleichzeitig bleibt das Investment hochspekulativ: Viele Geschäftsmodelle befinden sich noch in der Skalierungsphase und sind stark von staatlichen Aufträgen abhängig.
Seagate Technology (STX) hat sich auf hochleistungsfähige HDD-Festplatten spezialisiert, die mit einem Anteil von etwa 90 % immer noch das mit Abstand wichtigste Speichermedium in Rechenzentren darstellen. Mit der HAMR-Technologie lassen sich deutlich höhere Datendichten erreichen. Am 3. März startete die Auslieferung großer Stückzahlen der neuen Mozaic 4+ Plattform mit bis zu 44 TB an zwei der weltweit größten Hyperscale-Cloud-Anbieter. Im Vergleich zu den 30 TB-Festplatten können die Gesamtbetriebskosten durch geringeren Platzbedarf und Stromverbrauch um 47 % gesenkt werden. Neue Auswertungen von Morgan Stanley zeigen auf, dass die HDD-Engpässe bis ins Jahr 2028 anhalten dürften. Die Experten betrachten die Aktie mit einem Kursziel von 582 USD (Overweight) als Ersatz von Western Digital (WDC) als neuen „Top Pick“. Im Bull Case liegt das KGV27e bei nur 10 und die Gewinnerwartungen der Analysten notieren für 2027 um 25 bis 30 % und für 2028 sogar um 45 bis 50 % über den Konsensschätzungen. Bei Verhandlungen für die Jahre 2027 und 2028 rücken Preise von fast 20 USD pro Terabyte in den Fokus. Das liegt rund 30 % über den bisherigen Schätzungen von 13 bis 15 USD. Auch JPMorgan geht zudem mittelfristig von jährlichen Wachstumsraten von 25 % beim Umsatz und 50 % beim operativen Gewinn aus. Im laufenden 3. Quartal soll sich das Umsatzwachstum laut Managementprognosen von 22 % auf 34 % beschleunigen. Mit einem Ausbruchsversuch auf ein neues Allzeithoch generiert die Aktie ein Kaufsignal.
Amazon treibt seine Ambitionen im lukrativen Markt für satellitengestütztes Internet offenbar mit Hochdruck voran und verhandelt laut einem Bericht der Financial Times über eine Übernahme von Globalstar. Aus Investorensicht erscheint eine mögliche Übernahme für Amazon finanziell gut stemmbar – bei einer Marktkapitalisierung von rund 8,8 Mrd. USD wäre der Deal überschaubar, strategisch jedoch von erheblicher Bedeutung. Denn Amazon würde damit seine Position im Wettbewerb mit Elon Musks Starlink deutlich stärken, einem der derzeit dominierenden Anbieter im Bereich satellitenbasierter Breitbanddienste. Allerdings gestaltet sich die Transaktion komplexer als ein klassischer Zukauf. Ein zentraler Faktor ist Apple, das rund 20 % an Globalstar hält und zuvor bis zu 1,5 Mrd. USD in den Ausbau der Infrastruktur investiert hat. Der iPhone-Hersteller nutzt die Satellitenkapazitäten bereits für eigene Dienste wie Notfallkommunikation und SMS-Versand außerhalb von Mobilfunknetzen. Branchenkreisen zufolge führt Amazon daher parallel Gespräche mit beiden Parteien, um Interessenkonflikte zu lösen. Für Anleger ergibt sich daraus eine interessante Gemengelage: Einerseits könnte eine Übernahme Amazons Satellitenstrategie erheblich beschleunigen, andererseits birgt die Abhängigkeit von Apples Zustimmung ein nicht zu unterschätzendes Transaktionsrisiko. Gleichzeitig unterstreicht die Entwicklung die zunehmende strategische Bedeutung von Low-Earth-Orbit-Satelliten als Alternative zu terrestrischer Internetinfrastruktur – insbesondere für abgelegene Regionen.