Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kontert Vortagserholung mit Verlusten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kann seine Erholungsgewinne vom Vortag am Mittwoch nicht verteidigen. Der deutsche Leitindex gab im frühen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax kann seine Erholungsgewinne vom Vortag am Mittwoch nicht verteidigen. Der deutsche Leitindex gab im frühen
Procept Biorobotics (PRCT) revolutioniert mit chirurgischer Robotik die Urologie. Das Kernprodukt ist die Aquablation-Therapie, die über die Systeme AquaBeam und HYDROS durchgeführt wird. Diese Technologie ermöglicht eine minimalinvasive, hitzefreie Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH). Durch Echtzeit-Bildgebung und automatisierte Wasserstrahlablation wird Gewebe hochpräzise entfernt. Für den Konzern ist dies ein Paradigmenwechsel, der Operationszeiten verkürzt und Nebenwirkungen minimiert. Zukünftig soll die Technologie auch bei Prostatakrebs zum Standard werden. Aktuelle Meldungen vom Investor Day im Februar 2026 zeigen eine bewusste strategische Neuausrichtung. Die leicht gesenkte Umsatzprognose für 2026 auf 390 Mio. bis 410 Mio. USD resultiert primär aus der Umstrukturierung des Vertriebs und der Streichung von Mengenrabatten. Procept betont, dass diese Schritte zwingend nötig sind, um mehr Preisdisziplin durchzusetzen und die Bruttomarge bis 2027 auf bis zu 70 % zu steigern. Das Management sieht diesen kurzfristigen Gegenwind als essenzielle Investition in langfristiges, hochprofitables Wachstum. Ein massives Vertrauenssignal in diese Strategie lieferte im März 2026 der Verwaltungsrat Antal Rohit Desai. Nach den jüngsten Kursrücksetzern kaufte er zwischen dem 5. und 9. März massiv Aktien nach. In drei großen Tranchen erwarb er insgesamt 426.262 Papiere zu Kursen zwischen 23,59 und 25,58 US-Dollar. Dieses enorme persönliche Investment von fast 10,5 Mio. USD ist ein starkes Statement an die Anleger. Es untermauert das tiefe Vertrauen der Insider in die operative Stärke des Konzerns und signalisiert, dass das aktuelle Kursniveau den wahren Wert des Unternehmens nicht widerspiegelt.
Applied Optoelectronics (AAOI) ist ein führender Entwickler und Hersteller von faseroptischen Netzwerkprodukten, die primär in Rechenzentren, Kabelfernsehnetzwerken (CATV) und der Telekommunikation zum Einsatz kommen. Ein entscheidender strategischer Wettbewerbsvorteil des Unternehmens liegt in seiner vertikalen Integration, da der Konzern Laser, optische Kernkomponenten und fertige Transceiver in eigenen Werken in den USA und Asien fertigt. Hier werden die globalen Produktionskapazitäten bis Ende 2026 auf über 500.000 Einheiten ausgebaut, um auch in den USA zum größten Produzenten von Hochgeschwindigkeits-Transceivern zu werden. Die Experten von Rosenblatt hoben das Kursziel am 9. März von 125 auf 140 USD (Buy) an, nachdem Applied Optoelectronics seinen ersten Serienauftrag mit einem Volumen von über 200 Mio. USD für seine 1.6T-Rechenzentrums-Transceiver von einem langjährigen Hyperscaler-Kunden verkündete. Rosenblatt betrachtet Oracle und Microsoft bis Ende 2026 als potenzielle Kunden. Rosenblatt erachtet die Marktkapitalisierung von unter 8 Mrd. USD angesichts des Umsatzpotenzials von 4 Mrd. USD bis 2027 als deutlich zu niedrig. Mit einem starken 4. Quartal wurde das Fiskaljahr 2025 mit einem Umsatzplus von 83 % zu einem Rekordjahr. 2026 soll sich das Wachstum auf mindestens 119 % beschleunigen, um die Milliardenmarke zu durchbrechen. Für das 2. Quartal erwartet das Management mit kontinuierlichen Margenverbesserungen auch die nachhaltige Profitabilität. Angesichts der starken Gewinnprognose des Analystenkonsens nimmt das KGV bis zum Jahr 2028 von derzeit über 140 auf etwa 7 ab. Die Aktie erklimmt nun neue Allzeithochs.
Advanced Micro Devices baut seine Rolle im Zukunftsmarkt für Quanten- und Hochleistungsrechnen weiter aus. Gemeinsam mit dem kanadischen Quantencomputing-Unternehmen Xanadu demonstriert der Chipentwickler eine hybride Rechenarchitektur, die klassische Hochleistungsprozessoren mit quantenbasierten Systemen kombiniert. Laut mit der Zusammenarbeit vertrauten Personen konnte bei einer komplexen Simulation im Luft- und Raumfahrtbereich die Rechenzeit massiv reduziert werden: Der Wechsel von einer klassischen CPU-Umgebung zu einer einzelnen GPU von AMD beschleunigte die Berechnung um den Faktor 25. Die Kooperation unterstreicht einen zentralen Trend der Branche: Quantencomputer sollen klassische IT-Infrastrukturen nicht ersetzen, sondern als Ergänzung dienen, um besonders rechenintensive Aufgaben deutlich schneller zu lösen. Für Anleger signalisiert dies, dass die oft noch als Zukunftsvision betrachtete Technologie zunehmend konkrete industrielle Anwendungen erreicht. Gleichzeitig positioniert sich AMD strategisch im Umfeld des geplanten Börsengangs von Xanadu. Der Halbleiterkonzern tritt nicht nur als Technologiepartner auf, sondern auch als strategischer Investor in das Unternehmen. Xanadu plant den Gang an die Börse über eine Fusion mit der SPAC Crane Harbor Acquisition Corp. Im Zuge dieser Transaktion sollen insgesamt rund 500 Mio. USD an Finanzierung bereitgestellt werden, darunter 225 Mio. USD aus dem SPAC-Trustkonto sowie weitere 275 Mio. USD von Investoren, zu denen neben kanadischen Banken auch AMD gehört. Nach Abschluss der Transaktion soll das Unternehmen sowohl an der Nasdaq als auch an der Toronto Stock Exchange unter dem Ticker „XNDU“ notieren. Für AMD könnte die frühe Beteiligung eine Option auf ein wachsendes Ökosystem rund um Quanten- und Hybridcomputing darstellen – ein Bereich, der künftig neue Hochleistungschips, spezialisierte Beschleuniger und Softwareplattformen benötigt.