Aktien New York: Dow nach Rekord knapp im Plus - Ansonsten Verluste
NEW YORK (dpa-AFX) - Den US-Börsen ist nach einem freundlichen Wochenauftakt am Dienstag erst einmal der Schwung ausgegangen. Der vortags besonders
NEW YORK (dpa-AFX) - Den US-Börsen ist nach einem freundlichen Wochenauftakt am Dienstag erst einmal der Schwung ausgegangen. Der vortags besonders
DaVita (DVA) gilt als ein führender Gesundheitsdienstleister in der Nierenheilkunde, der Dialysedienstleistungen für Patienten chronischer Nierenerkrankung (CKD) und terminaler Niereninsuffizienz (ESKD) anbietet. Betrieben werden 3.247 ambulante Dialysezentren und 25 % der rund 293.000 Patienten nutzen auch die profitablere Heimdialyse. Obwohl sich das US-Dialysevolumen im letzten Jahr mit 1,1 % rückläufig zeigte, ist CEO Javier Rodriguez mittelfristig von einem Wachstum von mindestens 2 % überzeugt. Influenza-Impfungen, GLP-1-Medikamente und neue Filter verbessern die Patientenergebnisse, was dem wertorientierten Geschäftsmodell des Programms „Integrated Kidney Care“ (IKC) zugutekommt, worüber DaVita eine umfassendere Komplettbetreuung anbietet. Geringere Krankenhausaufenthalte und Sterberaten steigern die von Versicherungen und staatlichen Kostenträgern gesicherten Einnahmen. Die Barclays-Analysten heben das Kursziel nach den Ergebnissen für das 4. Quartal von 143 auf 158 USD an, bleiben mit der Einstufung „Equal Weight“ trotz des Kurspotenzials von über 40 % (ausgehend vom Schlusskurs vor dem Berichtstag) jedoch zunächst zurückhaltend. Neben fortgesetzten Aktienrückkäufe werden der Wegfall der Verluste von Mozarc und geringere Schulden durch Refinanzierungen positiv betrachtet. Mit einer Gewinnprognose von 33 % im Fiskaljahr 2026 können die langfristigen Ziele von 8 bis 14 % deutlich übertroffen werden. Der geplante Anstieg auf 13,60 bis 15,00 USD je Aktie (Konsens: 12,74 USD) könnte das KGV am oberen Ende auf etwas mehr als 8 senken. Auch der Free Cashflow dürfte mit 1 bis 1,25 Mrd. USD hoch ausfallen, wobei allein seit dem Quartalsende Aktien im Wert von 200 Mio. USD zurückverkauft wurden. Mit einem vorbörslichen Kursplus von 10 % könnte der Abwärtstrend beendet werden.
Enova hat sich als FinTech-Unternehmen auf datengestützte Online-Kreditvergaben für Konsumenten sowie kleine und mittelständische Unternehmen mit schlechter Bonität spezialisiert. Eine wichtige Grundlage bietet dabei die Colussus-Plattform mit einer dank maschinellem Lernen um 40 % besseren Rückzahlungsgenauigkeit. Adressiert wird damit ein insgesamt 535 Mrd. USD großer Markt in den Vereinigten Staaten. Am 27. Januar überzeugte das Unternehmen mit einem starken Q4-Ergebnis und sieht ein enorm starkes Jahr vor sich, mit einem Wachstum von 15 % bei den Kreditvergaben und mindestens 20 % beim Gewinn pro Aktie. Ein Grund dafür ist die bevorstehende Übernahme der Grasshopper Bank. Das Management sagte, die Bank sei „der perfekter Partner zum perfekten Zeitpunkt, um Enova auf die nächste Stufe des Wachstums zu heben. Mit der Übernahme will man die Regulierungsstruktur vereinfachen und zusätzliche Märkte erschließen. Das Management sagte, dass die Grasshopper-Transaktion innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss voraussichtlich jährliche Nettosynergien in Höhe von 125 bis 220 Mio. USD bringen werde, und prognostizierte einen bereinigten Gewinnanstieg von mehr als 25 %, sobald die Synergien vollständig realisiert seien. Die Aktie konsolidierte die letzten Wochen am Allzeithoch. Nach den Quartalszahlen stieg die Aktie unter erhöhtem Volumen über den Widerstand bei 170 USD. Hier kann man noch auf die Trendfolge setzen. (ENVA)
Teradyne sorgt mit einem außergewöhnlich starken Ausblick für Aufsehen an den Märkten und katapultiert seine Aktie nach oben. Der Hersteller von Testsystemen für Halbleiter und elektronische Schaltungen legt eine Gewinnprognose vor, die laut Analysten rund 60 % über den bisherigen Markterwartungen liegt. Evercore-ISI-Analystin Vedvati Shrotre hebt hervor, dass allein der Gewinn rund 30 % über den Erwartungen liegt. Noch größer ist der Abstand zwischen Erwartung und Realität beim Blick nach vorn. Teradyne stellt für das laufende Quartal Erlöse zwischen 1,15 Mrd. USD und 1,25 Mrd. USD sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,89 USD bis 2,25 USD in Aussicht. Der Analystenkonsens lag zuvor bei lediglich 958 Mio. USD Umsatz und 1,34 USD Gewinn je Aktie. Cantor-Fitzgerald-Analyst C.J. Muse spricht von einem „absoluten Paukenschlag“ und rechnet hoch, dass sich daraus eine annualisierte Ertragskraft von etwa 8 USD je Aktie ableiten lasse – deutlich mehr als die derzeitigen Konsensschätzungen von 5,74 USD für 2026 und 6,41 USD für 2027 Für Anleger ergibt sich daraus eine neue Bewertungsdiskussion: Die bisherige Gewinnbasis dürfte die strukturelle Ertragskraft des Unternehmens unterschätzt haben, wenngleich die Zyklik der Halbleiterindustrie ein zentrales Risiko bleibt. Teradyne entwickelt und vertreibt automatisierte Testsysteme, mit denen Halbleiterhersteller und Elektronikkonzerne Chips und Baugruppen auf Funktionalität und Qualität prüfen. Besonders stark profitiert das Unternehmen aktuell vom Boom rund um Künstliche Intelligenz, da moderne KI-Prozessoren, Netzwerkchips und Speicherlösungen deutlich komplexere Testanforderungen mit sich bringen. Zusätzlichen Rückenwind liefert der beschleunigte Technologiewechsel in der Chipfertigung, etwa durch kürzere Innovationszyklen bei Auftragsfertigern wie TSMC, sowie die wachsende Bedeutung von High-Bandwidth-Memory und NAND-Speichern. Für Investoren positioniert sich Teradyne damit als klarer Profiteur des KI-Superzyklus – mit attraktiven Wachstumschancen, aber auch der Abhängigkeit von Investitionsbudgets der Halbleiterindustrie.